Mafia, Geheimdienste und Politik der USA

Teil 14 (November 2000 bis September 2001)


Dieser Teil der Chronik behandelt zuerst die 'Wahl' von George W. Bush zum US-Präsidenten und die Zusammensetzung seines Kabinetts. Im zweiten Abschnitt geht es um die Vorgeschichte, Ereignisse, Hintergründe, Konsequenzen und Untersuchungen des Terroranschlags vom 11. September 2001.

Zentrale Themen und Personen:

George W. Bushs 'Wahl', Bushs Regierung, Ölinteressen, 9/11-Terror-Attentat, Osama Bin Laden, Afghanistan, Opiumhandel, Taliban, Attentats-Warnungen, Planung, Donald Rumsfeld, Dick Cheney, New American Century's Project, Saudis, 'Attentäter', Mohamed Atta, Flugschulen, Wallace Hilliard, Fernsteuerung der Flugzeuge, Untersuchungen und Theorien.

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November 2000 Bushs Wahlbetrug

George Walker Bush, Gouverneur von Texas, wird nach einem offensichtlichen Wahlbetrug in Florida, wo sein Bruder Jeb Bush Gouverneur ist, vom Obersten Gericht zum Präsidenten ernannt. Studien des California Institute of Technology und des Massachusetts Institute of Technology belegen, dass zwischen 4 und 6 Mio. Stimmen verschwanden, davon etwa die Hälfte wegen unrechtmässiger Abweisung von ärmeren und älteren Wählern. Zehntausende von Stimmen für die Demokraten, vor allem von Schwarzen, wurden mittels fiktiver Gründe wie angeblicher Vorbestrafung für ungültig erklärt. Eine Gesamtnachzählung in allen vier Landkreisen Floridas, bei der sich ein Sieg von Al Gore immer deutlicher abzeichnet, wird vom Obersten Gericht am 9.12. um 14.45 Uhr in letzter Minute gestoppt. Die BundesrichterInnen, die für Bush stimmen, sind Sandra Day O'Connor, William Rehnquest, Clarence Thomas (seine Frau Virginia Lamp Thomas arbeitet bei der Heritage Foundation und unterstützt Bush bei seiner Regierungsbildung), und Antonin Scalia (sein Sohn Eugene ist Rechtsanwalt bei der Kanzlei Gibson, Dunn & Crutcher, die Bush vor eben diesem Obersten Gericht vertritt). Gore erhielt insgesamt 500'000 Stimmen mehr als Bush, aber die Amerikaner haben einen mystischen Glauben an den höchst undemokratischen Supreme Court.

Die Republikaner setzten im Wahlkampf verdeckte Werbung ein, indem in TV-Spots zu Gores Bild das nicht bewusst wahrnehmbare Wort ‚Rats' eingeblendet wurde. Die Demokraten gaben offiziell $296 Mio. für den Wahlkampf aus, bei den Republikanern vermutete man $450 Mio, wobei die effektiven Ausgaben mit weit über $4 Mia. 50% höher als 1996 lagen. Philip Morris, der Energieballon Enron, Microsoft oder die National Rifle Association zahlten alle über eine halbe Million Dollar, und auch Schweizer Firmen sponserten, wie die Credit Suisse First Boston mit $557'000 und Novartis mit $499'000. Texas hält alle Rekorde an Umweltverschmutzung in den USA, weil Bush die Umweltschutzbehörde mit Lobbyisten der Konzerne wie Ralph Marquez (Texas Chemical Council, Monsanto) oder Barry McBee (Anwalt bei Thompson & Knight, die grosse Ölfirmen vertritt) besetzte und die Gesetze auf das Prinzip der Selbstregulation beschränkte.

Monsanto ist in den 80er Jahren in einen der grössten Umweltskandal verstrickt, weil in Anniston (Alabama) Tausende Tonnen von PCB in den Boden gelangt waren, was Monsanto jahrzehntelang verheimlichte. Obwohl die toxischen Wirkungen von PCB schon 1937 bekannt sind, tut das Unternehmen nichts, um die Bevölkerung zu informieren und die Umwelt zu schützen. Die Behörden werden geschmiert und erpresst, um nichts unternehmen zu müssen. Da PCB in grossen Mengen freigesetzt wurde und ins Wasser und in die Luft gelangten, sind heute alle Lebewesen bis zu den Eisbären in der Antarktis kontaminiert. Die häufigste Krankheit, die durch PCB ausgelöst wird, ist Krebs. 2001 klagen 20'000 Patienten gegen Monsanto, die zu $700 Mio. Schadensersatzzahlungen verurteilt wird. Das Management geht straffrei aus. 1988 werden 170 Monsanto-Mitarbeiter in Virginia vergiftet, Müll wird illegal entsorgt, und Gewässer massiv verschmutzt. In Kolumbien widerholt sich die Geschichte der vergifteten Bauern in Vietnam aufgrund der versprühten Herbizide wie das hochgiftige Roundup, deren Zulassung gefälscht wurde, gegen die Koka-Felder. Unter Reagan und Bush werden die ohnehin schon minimalen staatlichen Auflagen mit dem Entbürokratisierungsprogramm weiter gelockert. Monsanto-Mitarbeiter arbeiten in den staatlichen Zulassungsbehörden, was die Tatenlosigkeit gegen den Multi erklärt. Michael Taylor, Verantwortlicher für Gentechfood in der Food and Drug Administration, arbeitete bis 1991 in einer Anwaltskanzlei, zu deren Kunden Monsanto und das International Food Biotechology Council gehört. Die FDA verfügt keine speziellen Auflagen zum Gentech-Food. Dan Glickman, Landwirtschaftsminister 1995-2000 unter Clinton, wird unter Druck gesetzt, auf vertiefende Analysen zu verzichten. Rumsfeld arbeitete für eine Tochter von Monsanto sowie für Searle, die Rumsfelds Karriere finanziert und das krebserregende Aspartam produziert. Nach seinem Antritt in Reagans Regierung erklärt er den unter dem Label NutraSweet produzierte Lebensmittelzusatzstoff für unbedenklich. 1996 in New York und 2007 in Frankreich wird Monsanto wegen betrügerischer Aussagen in der Werbung verurteilt, denn Roundup vernichtet alle nicht genmanipulierten Pflanzen und führt zu Krebs. In Mali arbeiten USAID und Monsanto zusammen, um die Verfassung so zu ändern, dass Gentechsorten angepflanzt werden können. Monsanto erpresst die Farmer, wenn der Verdacht besteht, dass sie Saatgut behalten oder anderes verwenden. In den indischen Baumwollplantagen ist die Ausbeutung besonders brutal und führt zu vielen Suiziden der Bauern. Ähnliche Probleme mit Manipulationen der wissenschaftlichen Untersuchungen und Entlassung von Kritikern gibt es etwa mit dem Rinder-Wachstums-Hormon Posilac.
Gentechnik ist kein neuer Forschungsbereich. Bereits 1960 akzeptierte die philippinische Regierung eine Initiative der Ford- und Rockefellerstiftungen, die als Front für die CIA agierten. Diese gründeten in der Nähe von Manila das International Rice Research Institute IRRI, eine der wichtigsten Einrichtungen zur Züchtung ertragreicherer Sorten. Trotz dem Erfolgen leidet ein Sechstel der philippinischen Bevölkerung heute Hunger, weil die Böden ausmergeln, die Pestizide nötig und teuer sind, die Monokulturen krankheitsanfällig werden und neue Abhängigkeiten von Firmen entstehen
Zu den Hauptprofiteuren der Bush-Regierung gehören die Biotechfirmen. Mit der ‚Tort Reform' von Karl Rove wird es Klägern wesentlich schwieriger gemacht, Konzerne vor Gericht zu belangen. Dafür finanzieren die grossen Verschmutzer Exxon, Shell, Conoco, Amoco oder Alcoa Bushs Kampagnen.

Bush spielt auf Populismus, indem er sich, trotz seiner Herkunft von der Ostküste, als Texaner und damit als Vertreter des antiintellektualistischen Middle America ausgibt. Für diese sind Argumente völlig unerheblich: was zählt sind militante Symbole und starke Bilder. Dem entspricht sein Bildungslevel: "Die Welt heute ist viel unsicherer als früher. In der Vergangenheit waren wir sicher. Wir waren nämlich sicher: Es ging um ‚Wir gegen die Russen'. Obwohl wir nun in einer unsicheren Welt leben, sind wir immer noch bestimmter Dinge sicher. Wir sind sicher, dass das Böse bleibt, obwohl das "Reich des Bösen" untergegangen ist. Wir sind sicher, dass es Leute gibt, die Amerika nicht ausstehen können. Wir sind sicher, dass es Verrückte gibt da draussen." Bush bedient sich wie schon Nixon der Sprache der Zu-Kurz-Gekommenen und setzt im Wahlkampf auf die Religion: 46% der Amerikaner bezeichnen sich als evangelikale Christen, 66% glauben, dass Gott den Menschen innerhalb der letzten 10'000 Jahren erschaffen hat, 48% betrachten die Evolutionstheorie als Ketzerei, 68% glauben, dem Teufel schon einmal persönlich begegnet zu sein, und über 50 Mio. Amerikaner lesen vorwiegend Romane, die die Wiederkehr von Jesus behandeln. Mit einer Kirche auf 900 Einwohner haben die USA die höchste Dichte weltweit. 60 bis 70 Mio. überzeugte Christen sind Bushs Machtbasis, denn 40% der Bush-Wähler sind Evangelikale. Mehr als 2000 christliche Radiosender propagieren die neokonservativen Botschaften, und über den Satellitensender Sky Angl sind 36 TV- und Radioprogramme zu empfangen. Pat Robertsons Sender CBN über 1000 Mitarbeiter, die täglich christliche Nachrichtenprogramme verfassen. Besonders breit gemacht haben sich die Fundamentalisten im Bildungsbereich: Vom Kindergarten bis zur christlichen Kaderschmiede der Bob-Jones-University mit ihren 5000 Studierenden reicht das Angebot.

Januar 2001 Bushs Regierung   top

"Wir haben keinen König ausser Jesus" meint der rechtsradikale John G. Ashcroft. Laut dem neuen Justizminister "rettet die Todesstrafe Leben", obwohl zwei Drittel der Todesurteile aufgrund massiver Verfahrensfehler zustande kommen. Schon Clinton erschwerte die Möglichkeiten der Todeskandidaten, ihre Unschuld zu beweisen. Ashcroft verlor im Jahr 2000 gegen den toten Mel Carnahan die Wahl um den Senatorposten. Der Demokrat starb einen Monat vor der Wahl bei einem Flugzeugabsturz, aber aufgrund eines Gesetzes konnte er weiterhin zur Wahl stehen, worauf seine Frau das Senatorenamt antrat. Deshalb wurde Ashcroft von Bush zum Justizminister ernannt. Der fundamentalistische Christ bekämpft die Abtreibung auch nach einer Vergewaltigung oder einem Inzest, die Nomination von Schwulen und Afroamerikaner in Regierungsämter und die auch nur kleinste Einschränkung für Schusswaffen. Ashcroft ist Mitglied der National Rifle Association und setzt durch, dass die Unterlagen über den Käufer einer Waffe innerhalb von 24 Stunden nach dessen Überprüfung vernichtet werden müssen. Nach 9/11 erlebt die Waffenindustrie einen Boom, und die NRA bietet Schiesskurse schon für Kinder ab 5 Jahren an. 2005 nimmt der Kongress ein Gesetz an, das Verantwortlichkeitsklagen gegen die Waffenschmieden und damit Entschädigungszahlungen für Opfer abblockt. Der Justizminister wird finanziert von AT&T, Rent-a-car und Monsanto, dem Pharma-Konzern Schering-Plough und Microsoft (das Gerichtsurteil, das Microsoft zerschlagen hätte, wird deshalb nie rechtsgültig). Die 2,1 Mio. Gefangenen, fast sieben Mal so viel wie in den anderen Industrienationen (allein in Kalifornien über 160'000) kosten die Steuerzahler rund $40 Mia. (am Ende von Bushs Amtszeit werden es $49 Mia. sein). Bei einem Bevölkerungsanteil von 12% stellen die Schwarzen mit 585'000 Inhaftierten die höchste Quote (435'000 sind Weisse und 235'000 Latinos). Bis 2008 steigt die Zahl der Häftlinge auf 2,32 Mio., und erreicht damit 1% der Bevölkerung. 11% der Schwarzen zwischen 20 und 34 Jahren sitzen im Gefängnis, während es bei den Weissen ‚nur' 3% sind. 2005 werden über 81'000 Gefangene in Isolationhaft gehalten, davon 20-25'000 in Langzeitisolation über mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte. Isolationshaft von mehr als 15 Tagen kann schwere psychische Schäden verursachen und muss als Folter angesehen werden. Mindestens ein Drittel der Isolationshäftlinge ist psychisch krank.

Vizepräsident und eigentlicher Machthaber ist Richard Cheney, der während seiner sechs Legislaturperioden im Kongress restlos alles ablehnte, was soziale Anliegen betraf. Bereits unter Nixon war ‚Big Dick' der Vize Rumsfelds als Berater des Weissen Hauses. Unter Ford war er Stabschef, unter Bush Senior führte er als Verteidigungsminister die Kriege gegen den Irak und Panama. Von 1995 bis 2000 war er Direktor der Ölausrüsterfirma Halliburton, die in dieser Zeit das Irak-Embargo unterlief und weiterhin mit Saddam Hussein handelte. Nicht nur mit dem Irak, sondern auch mit dem Iran, Saudi-Arabien, Asarbeidschan, Libyen und Indonesien ist der Konzern im Ölgeschäft. Halliburton hofft auf den Auftrag zum Bau der Pipeline in Nagorno-Karabach, die die Taliban laut den ursprünglichen Plänen hätten bewachen sollen. Nicht nur in Alaska, sondern auch im Golf von Mexiko will Cheney nach Öl bohren lassen. Halliburton erhält daher einen grossen Auftrag zur Erschliessung der Cantarell-Ölfelder. 1948 hatte George Bush Sen. bei Halliburton seine erste Stelle angetreten. Die texanische Ölfirma hat in Saudi-Arabien zahlreiche Tochterfirmen, weshalb die USA von der Korruption, den Menschenrechtsverletzungen und der Hamas-Finanzierung des saudischen Königshauses nichts wissen will. Die palästinensische Untergrundorganisation erhielt 1998 und 1999 auch Geld vom FBI, das mit Zustimmung der Generalstaatsanwältin Janet Reno und mithilfe des israelischen Geheimdienstes an die Hamas transferiert wurde, um ein Abkommen mit Arafats Fraktion zu verhindern. Im Sommer 2002, im Zusammenhang mit den Skandalen von Enron, Xerox, Tyco, Lucent, Global Crossing, Qwest, Adelphia Communication, Merck oder WorldCom wird auch Halliburton wegen ungetreuer Geschäftsführung angeklagt: die Bilanzen von 1999 bis 2001 sind um $445 Mio. zu hoch ausgewiesen worden, um den Aktienkurs in die Höhe zu treiben. Cheney verdiente als Halliburton-Direktor $2 Mio. im Jahr und besitzt Aktien und Optionen der Firma im Wert von $40 Mio., wovon er die Hälfte bei Amtsantritt verkauft. Seine Abgangsentschädigung bei Halliburton beträgt $8,5 Mio. Cheney wird am 10.7.01 wegen Bilanzfälschung vom US-Kontrollorgan Judicial Watch angeklagt, das $200 Mio. Schadensersatz fordert.
Da die Ölindustrie für Cheney die Basis der US-Dominanz ist, gründet er 2001 eine Nationale Gruppe für Energiesicherheit, bei deren geheimen Treffen die Kriege gegen den Irak und Iran und die Einsätze in afrikanischen Ölförderstaaten geplant werden.

Zur ultrakonservativen Administration gehören die Kriegsgurgeln Donald Rumsfeld als Verteidigungs- und Colin Powell als Aussenminister. Powell und Rumsfeld erhalten beide eine Abfindung von $1 Mio, als sie von ihren Chefposten bei Gulfstream Aerospace Corporation zurücktreten. Die Firma produziert Jets für Hollywoodbosse und saudische und kuwaitische Scheichs.
Rumsfeld war Nixons Berater, Verteidigungsminister und Stabschef von Gerald Ford und vehementer Aufrüster. Danach war er CEO des Pharmakonzerns G.D.Searle (gehört heute Pharmacia) und von General Instrument (heute Motorola) und sass in den Vorständen von Kelogg's, Sears, Allstate und der Medienfirma Tribune Company, zu der Zeitungen wie die Chicago Tribune und die Los Angeles Times oder Fernsehsender wie Channel 11 gehören. Der Kriegsminister baut das Pentagon nach Leanproduction-Vorstellungen um, wozu die Privatisierung von wesentlichen Teilen der Armee gehört. Das Militär setzt auf die Digitalisierung der Kriegsführung, wobei der wesentliche Punkt in der zeitlichen Verkürzung zwischen Identifizierung und Auslöschung eines Zieles besteht. Dauerte dies im zweiten Golfkrieg im Schnitt noch 4 Tage, konnte diese Spanne im Irakkrieg auf 45 Minuten gesenkt werden.
Der Golfkriegsgeneral Colin Powell sass im Vorstand von AOL und leitete die Fusion mit Time Warner ein, worauf Powells Aktien um $4 Mio. an Wert gewannen. Powells Sohn Michael wird zum Chef der Federal Communications Commission ernannt, die als Regulatorin des Telekommunikationsmarktes über eine enorme Macht verfügt. Der 37-jährige boxt die bedingungslose Megafusion von AOL und Time Warner durch. Nach heftigem Lobbying der Medienkonzerne und nur einem einzigen öffentlichen Hearing beschliesst die FCC am 2.6.03, die lokalen TV- und Radiomärkte für die Networks weitgehend zu öffnen, obwohl sie sage und schreibe zwei Mio. Protestbriefe und -mails dagegen bekam. Drei der fünf Mitglieder sind für die Deregulierung: Michael Powell, Kevin Martin, der eine hohe Position in Bushs Wahlkampagne einnahm, und Kathleen Abernathy, ehemalige Managerin einer Kommunikationstechnikfirma. Profitieren werden Firmen wie die neue AOL Time Warner, Rupert Murdochs News Corporation oder die Clear Channel, die nach der Liberalisierung von 1996 1225 Radio- und 40 Fernsehstationen aufgekauft hat und zusammen mit Viacom die Hälfte aller Radiosender kontrolliert. Die Kette verfolgt eine dezidiert konservative Agenda und spendete mehrere Hunderttausend Dollar für Bushs Wahlkampf. Nachdem unerwartet viele Bürger an den Anti-Irakkrieg-Demonstrationen in New York und San Francisco teilgenommen haben, organisiert Clear Channel Gegenkundgebungen im Süden und Westen des Landes, über die ausschliesslich eigene Reporter berichten. Dass die Kontrolle der grossen Stationen die Demokratie aushebelt, zeigt sich beispielsweise bei den Wahlen 2000, als die NBC alle angehängten Lokalstationen zwingt, ein Baseballspiel statt das Duell zwischen Bush und Gore zu senden. Die CIA kontrolliert nicht ohne Grund 2500 Medienunternehmen weltweit.

Neuer Chef der Air Force wird James Roche, bisher Vizepräsident der Northrop Grumman, die die B-2-Bomber zu einem Stückpreis von $380 Mio. produziert. An die Spitze der Marine wählt Bush Gordon England, bisher Vizepräsident der General Dynamics, die der Marine unter anderem Zerstörer und U-Boote liefert. Armeechef wird Thomas White, Vizepräsident von Enron Energy und ehemaliger Assistent von Colin Powell. Bush bewilligt parallel mit dem Abwehrraketensystem (NMD) ein Internet-Schutzschild-Projekt für $70 Mia, das Cyberattacken abwehren und die Gegenseite lahmlegen können soll. Handelsminister Donald Evans war Konzernchef der $1,2 Mia. schweren Öl- und Gasexplorationsfirma Tom Brown Inc., Boss der Midland Oil und sass im Vorstand der TMBR/Sharp drilling. Der Wahlkampfspenden-Rekordhalter (er hat $190 Mio. für Bush gesammelt) vergibt heute die Bohrrechte im Golf von Mexiko. Auch Finanzminister Paul O'Neill hat als ehemaliger Chef des Alukonzerns Alcoa, einem der grössten Ölverbraucher, enge Beziehungen zur Ölindustrie, denn seine Anwaltskanzlei Vinson & Elkins arbeitet nicht nur für Alcoa, sondern auch für Enron. Vinson & Elkins, drittgrösste Spenderin für Bushs Wahlakampf, fand ein Schlupfloch für Alcoa, so dass diese immer noch 60'000 Tonnen Schwefeldioxid pro Jahr ausstossen darf. Der Finanzminister verkauft seine Alcoa-Aktien, die ein Grossteil seines Vermögens von $62 Mio. ausmachen, nur widerwillig; trotzdem erhält er noch $926'000 jährlich vom Alukonzern. Zu Bush Prioritäten gehört die Steuerreduktion um $1600 Mia. innerhalb von zehn Jahren, wobei 43% der Steuerentlastung dem reichsten Prozent der Bevölkerung zukommen, was angeblich die Wirtschaft stimulieren soll. Obwohl 120 Superreiche sich in einem offenen Brief dagegen aussprechen, will Bush auch die Erbschaftssteuer, die aufgrund des Freibetrags von $675'000 sowieso nur 2% der Erben entrichten müssen, abschaffen. Entsprechend erhöhen sich die Defizite 2004 auf $521 Mia., wogegen der Haushalt vor Bushs Machterschleichung noch einen Überschuss von $236 Mia. einfuhr.

Stellvertretender Innenminister wird Steven Griles, der für die Bergbauvereinigung, die Aluminiumproduzenten, Occidental Petroleum und Elektrizitätsfirmen lobbyierte. Die Kohleindustrie steuerte $3,4 Mio. an die Wahl Bushs bei, weshalb der Umweltschutz gestoppt wird. Energieminister wird Spencer Abraham, der die Benzinsteuer abschaffen will, gegen Forschungsgelder für erneuerbare Energien ist und Ölbohrungen in Alaska und Naturschutzregionen befürwortet. Abraham erhielt $700'000 von der Automobilindustrie, hauptsächlich von DaimlerChrysler. Stabschef Andrew Card war der wichtigste Lobbyist von General Motors und CEO der American Automobile Manufacturers Association. Naheliegenderweise steigen die USA aus dem von Clinton unterzeichneten Kyoto-Protokoll zur Senkung der Schadstoff-Emissionen aus und wollen sogar die Abgasvorschriften auflockern. Verkehrsminister Norman Mineta ist das einzige Überbleibsel von der Clinton-Regierung. Er erhielt Wahlkampfspenden von Northwest Airlines, Boing, Greyhound und Union Pacific und arbeitete für den Rüstungskonzern Lockeed Martin. Umweltministerin Gale Norton hält das Gesetz zum Schutz der bedrohten Tierarten für verfassungswidrig und verfasste Rechtsgutachten gegen das Naturschutzgesetz. Sie arbeitete als Anwältin unter anderem für die von der Ölindustrie finanzierte Mountain States Legal Foundation und die Delta Oil. Sie war Vorsitzende der Coalition of Republican Environmental Advocates, die von Ford und BP Amoco gegründet wurde. Sie lobbyierte ausserdem für NL Industries, als diese wegen Gesundheitsschäden bei Kindern aufgrund bleihaltiger Farbe verklagt wurde. Im Juli 2001 widersetzen sich die USA kategorisch dem G8-Plan für sauberere Energie. Überhaupt blockieren die USA alle Initiativen, die nicht direkt ihren Hegemonieansprüchen nützen: Anfang Mai 2002 beschliesst Bush entgegen den WTO-Regeln die Erhöhung der Zölle für Stahl und der Agrarsubventionen. Landwirtschaftsministerin ist Ann Veneman, die schon die Interessen der industrialisierten Agro-Grossbetriebe bei Reagan, Bush sen. und den kalifornischen Gouverneur Pete Wilson vertrat. Finanziert wurde sie vom Biotechbetrieb Calgene, die als erste Genfood auf den Markt brachte und von Monsanto aufgekauft wurde. Monsanto, die an Bushs Wahlkampf $12'000 spendete, wird von Pharmacia aufgekauft. Veneman arbeitete auch für das International Policy Council on Agriculture, Food and Table, eine Lobby von Nestlé, Archer Daniels Midland und Konsorten. Gesundheitsminister wird ein Lobbyist der Tabakindustrie: Tommy Thompson gehörte zum Washington Legal Fund der Zigarettenmultis und erhielt als Gouverneur Wahlkampfspenden von $72'000 von Philip Morris. Er ist als ‚For-Life'-Anhänger ein entschiedener Abtreibungsgegner.

Neuer UNO-Botschafter wird John Dimitri Negroponte, der als Botschafter in Honduras von 1981 bis 1985 die Abschlachtung von Hunderten Honduranern durch das Militärregime billigte und deshalb als "Prokonsul von Honduras" bezeichnet wurde. Am 13.7.02 zwingen die USA mit der Drohung des Rückzugs aus allen friedenserhaltenden UN-Operationen den Sicherheitsrat, der Straffreiheit ihrer Soldaten am Internationalen Gerichtshof zuzustimmen. Weder die Konvention über das Diskriminierungsverbot der Frauen (1979), noch über die Rechte der Kinder (1989) noch das Verbot der Todesstrafe für Minderjährige wurden je ratifiziert. AIDS-Kinder werden in den armen Quartieren New Yorks den Eltern weggenommen, wenn sie sich weigern, Medikamentenversuche mitzumachen. Unter Rudi Giuliani erhielt das Jugendamt Administration for Children's Services Sondervollmachten, was dazu führt, dass 23'000 Kinder in Heimen und Pflegefamilien untergebracht werden. Nicht wenige Kinder sterben als Versuchskaninchen an den Medikamenten von Pfizer und GlaxonSmithKline.

Bush löst nicht nur den ABM-Vertrag auf, sondern unterminiert alle internationalen Verträge und Institutionen, bei denen die USA Verpflichtungen eingehen müssen. Verhalten sich die Vertragspartner und Repräsentanten nicht gemäss den US-Vorgaben, werden sie abserviert, wie etwa der Chef der Chemiewaffenkonvention José Mauricio Bustani. Der brasilianische Direktor der Haager Organisation für das Verbot chemischer Waffen begehrte gegen die Bedingungen für die Inspektion der US-Chemiewaffen auf, weshalb Bush droht, die Beiträge an die UN-Organisation auszusetzen. Bustani wird im Frühjahr 2002 auf Betreiben von John Bolton abgesetzt. Stellvertretender Aussenminister der Bush-Junta wird der CIA-Opiumgrosshändler Richard Armitage, der Taiwan 1999 mit US-Zerstörern mit dem Radarsystem Aegis ausrüsten wollte. Taiwan bekommt dieses hochmoderne System, das gleichzeitig über einhundert Flugzeuge und Raketen attackieren kann, nach der Notlandung eines US-Spionageflugzeugs in China vorläufig nicht, dafür aber andere Waffen für $5 Mia. George Bush sen. schickte Armitage als Spezialwirtschaftsberater nach Russland, worauf in der ehemaligen UdSSR der Drogenkonsum explodierte.

Hardliner Otto Reich, der an den Hebeln des Contra-Krieges gegen Nicaragua sass und im Weissen Haus eine illegale Propagandatruppe leitete, wird Staatssekretär für lateinamerikanische Angelegenheiten im Aussenministerium, wo er mit allen Mitteln versucht, den venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez zu stürzen. Die Entsendung amerikanischer Streitkräfte und CIA-Agenten in die Andenstaaten nimmt stark zu: in Ecuador, Kolumbien und Peru betreibt Washington Radaranlagen, in El Salvador und Aruba werden US-Kriegsflugzeuge stationiert. Das State Departement macht eine Kehrtwendung in der Drogenpolitik: Die US-Botschafterin in Kolumbien Anne Hamilton lässt die Bekämpfung des Opium-Anbaus einstellen und dagegen diejenige des Kokains forcieren. Die Eindämmung des Heroins, das fast ausschliesslich in die USA gelangt, zeigte gerade die ersten Erfolge, während das Kokain vorwiegend nach Europa exportiert wird. Zudem kündigt Bush kurz nach der Wahl die Lockerung der Geldwäscherei-Massnahmen an.

Der politische Berater des Präsidenten wird Karl Rove. Er begann seine Polit-Karriere 1970 als 20jähriger, wobei er die Wahlkampfveranstaltungen des Demokraten Alan Dixon in Chicago torpedierte, indem er Hippies und Obdachlose mobilisierte. "Freibier, freies Essen, Girls und eine tolle Zeit umsonst" stand auf den Flugblättern. Danach arbeitete Rove mit schmutzigen Tricks in Texas, wo er die demokratische Partei mit seinen Politguerilla-Methoden fast vernichtete. Beispielsweise setzte er 1986 eine Wanze in das Büro des republikanischen Gouverneurskandidaten Bill Clements und behauptete, die Demokraten seien es gewesen. Clements gewann. Um Bush auf den Gouverneurssitz zu hieven, streute ‚King Karl' das Gerücht, die demokratische Amtsinhaberin Ann Richards schiebe Lesben Staatsstellen zu. Während Bushs Amtszeit als Gouverneur war Rove Berater von Philip Morris und erhielt $3000 pro Monat von der Tabakindustrie für seine Berichte über die Entwicklung des Wahlkampfs. Ausserdem arbeitete er für Intel, von der er Aktien besass.

Condoleeza Rice wird Bushs Sicherheitsberaterin. Sie sass acht Jahre im Verwaltungsrat der Chevron, die sogar einen 130'000-Tonnen-Tanker nach ihr benannte. Condy war bereits im Stab für Nationale Sicherheit von Papa Bush und im Vorstand von Charles Schwab und Transamerica und beriet J.P. Morgan. Die ‚Demokraten' bestätigen Bushs Kabinett des Grauens.

Am 17.2.01 lässt das Söhnchen Bush (die Fäden zieht sein Vater) wieder Bagdad bombardieren. Laut Finanzminister Paul O'Neill, der wegen seiner Opposition gegen die Steuerreform geschasst wird, sucht Bush vom ersten Tag im Weissen Haus an eine Legitimation für den geplanten Irakkrieg, um die Erdölquellen zu übernehmen. Wie schon der Vater fokussiert Bush die Argumentation ganz auf die Person Husseins und blendet jede Systemfrage aus. Im Januar 2002 weist er die CIA an, Saddam Hussein zu stürzen und zu ermorden, nachdem eine Studie der DIA die Eroberung Iraks mit einem Aufgebot von lediglich 200'000 Mann Bodentruppen für möglich hält.
Von den 100 Sitzungen der Sicherheitschefs in den 7 Monaten vor den Anschlägen vom 11.9. beschäftigen sich nur zwei mit der Terrorismusgefahr, weshalb der Anti-Terror-Berater Richard Clarke von Reagan, Bush, Clinton und (bis Juni 2001) George W. Bush von der Irak-"Obsession" des Bush-Teams spricht. Während Bush sich aus dem Nahen Osten, dem Balkan oder Nordirland heraushält, bemüht sich seine Regierung um eine Lösung des Konflikts zwischen Aserbaidschan und Armenien, um den Einfluss Moskaus und Teherans am Kaspischen Meer zu begrenzen und US-Ölfirmen die Ausbeutung der Vorkommen (geschätzte 40 Mia. Barrel Öl und 8 Bia. Barrel Gas) zu garantieren. Der frühere Aussenminister und Bush-Vertraute James Baker, dessen Anwaltskanzlei Baker Botts die Interessen mehrerer Ölkonzerne wie Exxon-Mobil oder Pennzoil in Baku vertritt, leitet die Verhandlungen. Im Unterschied zu Kasachstan und Aserbaidschan weigert sich das zu diesem Zeitpunkt noch von den Oligarchen beherrschte Russland, die Eigentumsrechte und das Management seiner Energieressourcen in ausländische Hände zu übertragen. Die wachsenden Spannungen der USA mit Saudi-Arabien, der geplante Krieg mit dem Irak und die Misserfolge beim Putsch in Venezuela veranlassen die westlichen Länder und Ölfirmen, sich die Vorräte zu sichern. Die USA brauchen täglich 9,6 Mio. Barrel Öl.

Quellen: Sam Smith: 9-12, Schelbert, Colhoun, Leggewie: 8f, Thomä, Hersh (2001a), Ruppert, Bourrier (2002a), Külbel, Hagmann, Cheterian, Nair, Lapham (2003, 2004), Karel (2004), Sarkis, Frank (2004), Klinenberg (2004), Warde (2004), Vulliamy, Hopsicker (2004), Bröckers/ Hauss, Chossudovsky, Moore, Pepper: 174, Abele, Ladwig.


11. September 2001 Das Terrorattentat   top

Am 11.9. kommt es zum spektakulärsten Terror-Attentat der Weltgeschichte. Um 8.46 Uhr fliegt die Boing 767 der American Airlines Nr.11 mit angeblich 74 Passagieren und 11 Crewpersonen an Bord frontal in den Nordturm des World Trade Center. 18 Minuten später rast die Boing 767 der United Airlines Nr.175 mit angeblich 51 Passagieren und 9 Crewmitgliedern in den Südturm. Bereits beim Verlassen des Hotels wurde Bush angeblich von seinem Stabschef Andrew Card über die Flugzeugentführungen und den Einschlag eines Flugzeugs in die Twin Towers unterrichtet, worauf Bush den ‚nationalen Notstandsplan' ausgerufen haben soll. Verblüffenderweise beginnt er trotzdem den Besuch an der Emma Booker-Grundschule in Sarasota, Florida, und hört sich sogar während 25 Minuten seelenruhig Ziegengeschichten an, nachdem er über den zweiten Einschlag informiert wurde. Er zeigt keinerlei Erstaunen, als Card zu ihm sagt: "America is under attack!", sondern nagt schuldbewusst auf der Unterlippe herum. Regierungssprecher Ari Fleischer steht hinten im Klassenzimmer und hält eine Tafel hoch, auf der DON'T SAY ANYTHING YET steht. Während Cheney in den Bunker des Weissen Hauses gebracht wird, setzt sich Bush der Gefahr einer Attacke durch ein angreifendes Flugzeug aus, falls es sich tatsächlich um einen Überraschungsangriff handeln würde. Dass er diese Schule besucht, ist seit dem 6.9. öffentlich bekannt. Der Präsident bleibt auf seinem Stuhl sitzen, um die Kinder nicht aufzuregen, wie Berater Karl Rove später präzisiert. Um 9.30 Uhr hält Bush eine kurze Ansprache in Sarasota, wo er von einer "apparent terrorist attack on our country" spricht. Um 9.40 Uhr steigt er an Bord der Air Force One, telefoniert mit Cheney im Bunker und erteilt dann angeblich den Abschussbefehl für die entführten Maschinen. Um 10 Uhr fliegt er ohne Begleitschutz durch Militärjets von Florida weg, aber nicht zu einer Krisenbesprechung nach Washington, sondern auf die Barksdale Air Force Base in Louisiana. Der einzige, der professionell reagiert (weil er innerhalb der Regierung in Ungnade gefallen war und deshalb nicht vorher informiert wurde), ist Aussenminister Colin Powell, der in Lima ist und sofort zurückfliegt.

Um 9.39 Uhr, eine knappe Stunde nach dem ersten Anschlag, fliegt angeblich die Boing 757 der American Airlines Nr. 77 mit 53 Passagieren und 6 Angestellten in das eben erst gegen Terroranschläge verstärkte Fassadenstück des Pentagons. Die Renovationsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen, weshalb unter den 126 Toten im Pentagon fast ausschliesslich Bauarbeiter und Handwerker sind. Der offizielle Kapitän der Maschine, Charles Burlingame, ein ehemaliger Navy-Pilot und Pentagon-Mitarbeiter, nahm an einer frühen Version der Übungen MASCAL teil, bei deren Szenario am 24.10.2000 eine Boing 757 ins Pentagon stürzt.
Rumsfeld und Wolfowitz haben ihre Büros genau auf der gegenüberliegenden Seite der Einschlagstelle. Nachdem Rumsfeld über die Entführungen der ersten beiden Maschinen informiert wurde, zog er sich um 8.40 Uhr ins Büro zurück, um zu telefonieren. Um 9.00 Uhr traf er sich mit seinem Stellvertreter Wolfowitz und einer Senatorendelegation im privaten Esszimmer und prophezeite ein weiteres Terrorereignis. Die Maschine drehte angeblich über Ohio vom Kurs ab und flog zunächst in Richtung des Weissen Hauses, machte kurz davor eine Wende und flog nach einer filmreifen Kurve von 270 Grad mit über 500 km/h Geschwindigkeit in acht Meter Höhe in den Südwestflügel des Pentagons. Obwohl Washington von einem dichten Netz von Militärflughäfen umgeben und das Gebiet ums Pentagon die sensibelste "No Fly"-Zone der Vereinigten Staaten ist, wurde der Flug von der US-Flugabwehr nicht gestört. Das Pentagon ist das bestgesichertste Gebäude der Welt, das über eigene Flugabwehrraketen und Frühwarnsysteme verfügt. 13 Minuten nach dem Einschlag wird Rumsfeld gefilmt, wie er neben einer Tragbare herrennt und sich dekorativ um den Verletzten kümmert. Erst danach bezieht er seinen Posten im National Military Command Center. Das veröffentlichte Bildmaterial zeigt kein Flugzeug, und weder die Flugschreiber-Daten noch der Funkverkehr werden veröffentlicht. Die Trümmerstücke passen nicht zu einer Boing 757, und insbesondere die beiden je sechs Tonnen schweren Turbinen aus Titan und Stahl fehlen weitgehend. Die Indizien sprechen dafür, dass es sich um den Einschlag einer Cruise Missile und nicht um ein Flugzeug handelte. In einem Interview mit Lyric Wallwork Winik vom Parade Magazine vom 12.10.01 verplappert sich Rumsfeld und bestätigt, dass es sich um eine Rakete handelte: "Here we're talking about plastic knives and using an American Airlines flight filed with our citizens, and the missile to damage this building and similar (inaudible) that damaged the World Trade Center." Zudem gibt es im Pentagon eine starke zweite Explosion. Das FBI konfisziert die Bänder der Überwachungskameras um das Pentagon und verpflichtet die Angestellten der betroffenen Firmen zum Stillschweigen.

Zwischen 10.03 und 10.10 Uhr stürzt angeblich die Boing 757 des United Airlines-Flug Nr.93 mit 34 Passagieren und 7 Crewleuten bei Shanksville, Pennsylvania, ab. Weil zwei Personen wieder ausstiegen und ihr Gepäck wieder rausgesucht werden musste, hatte das Flugzeug 40 Minuten Verspätung und startete erst um 8.42 Uhr, was der Grund für das Misslingen dieses Angriffs sein dürfte. Laut der ersten Nachricht wird die Maschine abgeschossen oder explodiert in der Luft. Zudem berichten Augenzeugen, sie sei zuvor in Rückenlage geflogen. Nachher wurde von einem heroischen Kampf von Passagieren mit den Entführern berichtet, worauf das Flugzeug abgestürzt sei, was offensichtlich falsch ist, da keine Flugzeug- oder Leichenteile bei der Absturzstelle, einem 6 Meter tiefen und drei Meter breiten Loch, gefunden werden. Aber für die Anheizung des Patriotismus ist die zweite Story dankbar: heldenhafte Amerikaner gegen fiese Araber. Tatsächlich landet die UA 93 aber um 10.45 Uhr mit 200 Passagieren auf dem Hopkins Airport in Cleveland, der um ungefähr 10 Uhr wegen einem entführten Flugzeug evakuiert wurde. Die Summe der angeblichen Passagiere dieser vier entführten Maschinen entspricht beinahe dieser Zahl. Aufgrund der Sperrung des Luftraums, der alle Maschinen an den Boden beordert, fällt die Landung in Cleveland nicht weiter auf. 7000 Passagiere müssen alleine in Gander (Neufundland) 5 Tage lang auf die Erlaubnis zum Weiterflug warten.
Alle vier Maschinen wichen früh und stark vom Kurs ab, weshalb die militärische Luftraumkontrolle schneller als angegeben hätte benachrichtigt werden müssen.

AA 11: Boing 767, Start in Boston Logan um 7.59 (geplant 7.45) nach Los Angeles. Transponder aus: 8.14. Kurswechsel 8.20/8.28. NORAD informiert: 8.28, Start des Abfangjägers: 8.39 in Otis. Angeblicher Crash: 8.45 in WTC Nordturm.

UA 175: Boing 767, Start in Boston Logan um 7.58 nach Los Angeles. Transponder aus: 8.42. Kurswechsel 8.40/8.46. NORAD informiert: 8.43, Start des Abfangjägers: 8.39 in Otis. Angeblicher Crash: 9.03 in WTC Südturm.

AA 77: Boing 757, Start in Washington Dulles um 8.20 (geplant 8.10) nach Los Angeles. Transponder aus: 8.55. Kurswechsel 8.56. NORAD informiert: 9.24, Start des Abfangjägers: 9.30 in Langley. Angeblicher Crash: 9.39 ins Pentagon.

UA 93: Boing 757, Start in New York Newark um 8.41 (geplant 8.01) nach San Francisco. Transponder aus: 9.20. Kurswechsel 9.36. NORAD informiert: -. Start des Abfangjägers: -. Angeblicher Crash: 10.06 über Shanksville.

Das North American Aerospace Defense Command NORAD behauptet, erst um 8.38 Uhr informiert worden zu sein. Lahme 15 Minuten später, als bereits ABC das Programm geändert hat und live vom WTC sendet, starten zwei F-15 Jets von der von Manhattan 130 km entfernten Otis Airbase und hätten in sieben Minuten dort sein und zumindest die zweite Maschine abfangen können, was aber nicht geschah. Niemand sieht die angeblich um 9.05 auftauchenden Kampfjets, erst ab 10 Uhr sind sie präsent, dann aber während Tagen. Im Falle der dritten Maschine stiegen in Langley, Virginia, das 185 km vom Pentagon entfernt ist, zwei F-16 Jets auf, die ihr Ziel bei Höchstgeschwindigkeit hätten erreichen können. Allerdings wäre die zur Verteidigung des Pentagons vorgesehene Andrews Airbase, wo die Columbia Air National Guard stationiert ist, nur 18 km entfernt gewesen. General Ralph Eberhart behauptet später, es seien dort zwar Abfangjäger gestartet, aber nur unbewaffnete, weil sie im Training waren. Auf der Andrews AFB, dem Heimatflughafen der Präsidentenmaschine Air Force One und der Luftüberwachungsstation des Washingtoner Regierungsviertels, sind jedoch immer Jets im QRA (Quick Reaction Alarm)-Zustand stationiert. Alle vier Maschinen hätten nach der Kursänderung und dem Abschalten des Transponders problemlos von Kampfflugzeugen erreicht werden können. Die Darstellung des Generalstabschefs Richard B. Myers, wonach er erst nach dem Einschlag des dritten Flugzeugs informiert worden sei, ist unwahrscheinlich, weil er über ein Adjundant immer in Verbindung mit der Kommandozentrale steht.

Um 9.06 Uhr sperrt Ben Sliney, der seinen ersten Arbeitstag als National Operations Manager bei der FAA hat, den Luftkorridor zwischen Cleveland, Washington und New York, 20 Minuten später für den gesamten Luftraum der USA. Sechs der Fluglotsen, die mit beiden entführten Maschinen zu tun hatten, die in das World Trade Center stürzen, protokollieren ihre Eindrücke kurz nach den Anschlägen auf Tonbändern, doch die Kasetten werden von einem für Qualitätssicherung zuständigen Manager der Flugaufsichtsbehörde FAA zerstört, indem er die Kassette zerdrückt, das Band in Stücke schneidet und in verschiedene Mülleimer im Gebäude wirft.

Flugzeuge auf diesen Strecken fliegen normalerweise nie mit weniger als 50% Auslastung, was keine der Maschinen hatte:

AA 11: 351 Plätze, 74 Passagiere, ca. 21% Auslastung,
UA 175: 351 Plätze, 51 Passagiere, ca. 14% Auslastung,
AA 77: 289 Plätze, 53 Passagiere, ca. 18% Auslastung,
UA 93: 289 Plätze, 34 Passagiere, ca. 11% Auslastung.

Die Passagierlisten kommen nicht von den Fluglinien, sondern werden von FBI und Medien zusammengebastelt und sind deshalb unglaubwürdig. Nachdem Curtis Larson gegenüber einem Reporter behauptete, sein Sohn und seine Schwiegertochter seien auf dem Flug AA 11 gewesen, werden die beiden auf die Passagierliste gesetzt. Nach einer Woche muss die American Airlines den Tod von Jude und Natalie Larson dementieren, die auch sonst noch einige biographische Details korrigieren müssen, die ihnen angedichtet wurden. Die Blackboxes der beiden Flugzeuge im WTC werden nach Angaben der 9/11-Commission nicht gefunden, aber laut Nicholas DeMasi fand das FBI drei der vier Blackboxes auf Ground Zero. Die Angehörigen der Opfer von UA 93 dürfen 31 Minuten (ohne die letzten drei Minuten vor dem Crash) des Voice Recorders anhören, dürfen aber keine Notizen machen und müssen unterschreiben, dass sie nicht darüber sprechen werden. Laut den Listen der FAA sind nur die Maschinen der American Airlines zerstört; die anderen beiden der United Airlines sind immer noch auf der Nutzungsliste. Zudem waren die Flüge AA 11 und AA 77 am 11.9. gar nicht auf der Planungsliste, und die Maschinen werden erst am 28.9. gestrichen.

Im Fernsehen werden zwischen die Liveübertragungen vom WTC, wo man Leute in den Tod springen sieht, Bilder von lachenden Kindern und Frauen aus Palästina eingeschaltet. Ein Team des israelischen Verteidigungsministeriums verteilte Süssigkeiten und nahm jubelnde Palästinenser just in time auf. CNN, das bereits den zweiten Einschlag live senden konnte, verschweigt, dass es Büros im WTC hatte. Fast alle Zeugen, die am Fernsehen live vom Einschlag der "Flugzeuge" berichten, sind Journalisten in leitender Stellung. Normalbürger als Augenzeugen sind Mangelware, aber einige behaupten, einen Marschflugkörper gesehen zu haben. Aufgrund der Studien der Bilder muss geschlossen werden, dass es sich zumindest bei einem Flugzeug um einen Marschflugkörper gehandelt haben muss.

Fast gleichzeitig mit den Einschlägen der 'Flugzeuge' gehen in den Untergeschossen der beiden Türme des WTC mehrere Bomben hoch, die Menschen töten und unter anderem dazu führen, dass in der Lobby des Nordturms die Marmorplatten von den Wänden brechen und die Scheiben in Brüche gehen. Eine Minute nach dem Einschlag der UA 175 in den Südturm gibt es eine riesige Explosion und eine gewaltige Wolke schiesst aus dem WTC-Gebäude Nr.6 150 Meter in die Höhe und verbindet sich mit den herabstürzenden Teilen des Flugzeugeinschlags. In diesem Gebäude sind die amerikanische Zollverwaltung und die staatliche Import-Export-Bank und damit auch die Akten über die zweifelhaften Waffengeschäfte der amerikanischen Regierungen z.B. mit Saddam Hussein untergebracht. Die 800 Beschäftigten in Gebäude 6 wurden vor der Explosion hinausgeführt.
Bürgermeister Rudi Giuliani sagt in ein Mikrofon, dass die Türme zusammenbrechen werden, obwohl das niemand erwartet. Sonst wäre unverständlich, wieso der erste Stosstrupp der Feuerwehr unter der Leitung von Orio Palmer und Ronald Bucca bis in den 78. Stock vordringt und von dort Verstärkung anfordert. Trotzdem stürzt der nur tangential getroffene Südturm nach 56 Minuten um 9.56 Uhr zusammen, nachdem die Spitze von 30 Stockwerken (über 100 Meter hoch) 22 Grad zur Seite kippte. 32 Minuten später fällt der Nordturm in sich zusammen. Mehrere Überlebende, die sich aus den Türmen retten können, berichteten unabhängig voneinander in Fernseh-Interviews von Explosionen, die in den Filmaufnahmen zu sehen sind. Die Seismologen zeichnen Ausschläge von 2,2 und 2,1 auf der Richterskala auf. Wolkenkratzer sind so gebaut, dass sie bei einem Hurrikan, Flugzeugeinsturz oder Brand halten: am 28.7.1945 flog beispielsweise ein B-25 Bomber in das State Empire Building, das bis heute hält, und auch wenn die Gebäude während 24 Stunden brennen, fallen sie nicht zusammen. Noch nie ist ein Stahlgebäude wegen Feuer kollabiert. 1975 brannte es im Nordturm auf 6 Etagen 3 Stunden lang, ohne dass die Gefahr eines Einsturzes bestanden hätte. Einige Wochen vor dem Attentat wurden im 34. und im 98. Stockwerk gebaut. Laut dem im WTC arbeitenden Finanzanalysten Ben Fountain wurden die beiden Türme und Gebäude 7 vor dem 11.9. für Bohrungen aus Sicherheitsgründen evakuiert. Der Computerfachmann Scott Forbes berichtete, dass am Wochenende vor den Anschlägen der Strom im WTC abgestellt wurde, sodass die Sicherheitsanlagen nicht funktionierten. Während dem ganzen Wochenende verlegten Leute, die sonst nicht dort arbeiteten, angeblich neue Internetkabel in den Türmen. Aufgrund der Überstunden am Wochenende hat Forbes am 11.9. frei. Daria Coard berichtete, dass die Sprengstoffkontrollen mit Hunden am Donnerstag, dem 6.9. plötzlich abgebrochen wurden, obwohl die Wachen zuvor während zwei Wochen wegen Warnungen 12-Stunden-Schichten absolviert hatten. Für die Sicherheit im WTC sorgt die Firma Securacom, die auch die United Airlines und den Dulles International Airport betreut. Direktor von Securacom von 1993-2000 war der Bruder des Präsidenten, Marvin Bush, und CEO von 1999-2002 ist sein Cousin Wirt D. Walker III. Die Firma gehört der KuwAm, einer kuwaitisch-amerikanischen Investmentfirma, in dessen Verwaltungsrat Marvin ebenfalls sitzt. Im Jahr 2000 installierte die Securacom für $ 8,3 Mio. ein neues Sicherheitssystem im WTC, wobei die Kabel für die Sprengung gelegt wurden. Nach 9/11 verlässt Marvin Bush KuwAm, und Securacom wird in Stratesec umbenannt. Marvin Bush war auch Direktor der HCC Insurance (zuvor Houston Casuality Company), die das WTC teilweise versichert.

9 Sekunden vor dem Zusammenbruch der Türme sind laute Explosionen zu hören. Nur Sprengungen können erklären, dass ein 300 Tonnen schweres Stahlteil über 100 Meter weit in das benachbarte World Finance Center geschleudert wird. Auch die im April 2006 auf dem Dach der Deutschen Bank gefundenen 700 menschlichen Knochenteile können nur aufgrund von starken Druckwellen dorthin gelangt sein. Die Türme brechen mit der Geschwindigkeit des freien Falls (110 Stockwerke in 8 und 10 Sekunden) zusammen, was nur möglich ist, wenn gezielte Sprengungen im ganzen Gebäude durchgeführt werden (unter normalen Bedingungen müsste ein Zusammenbruch 96 Sekunden dauern). Wahrscheinlich wurde Super-Thermit-Sprengstoff benutzt, den das amerikanische Militär in Brandbomben einsetzt, die den Stahl innerhalb von Sekunden zum Schmelzen bringen. Für den Einsatz von Superthermit oder Thermat spricht auch der weisse Rauch, der bei den Explosionen zu sehen war.

Nach dem Einsturz des Nordturms beginnen die anderen Gebäude des WTC-Komplexes zu brennen. Gebäude Nr. 7 brennt am wenigsten. Da sich das Feueralarmsystem auf Testmodus befindet, können die Feuer nicht geortet werden. Barry Jennings, Mitglied des Krisenreaktionsteams, verpasst den Evalkuationsnotruf und ist länger als alle anderen in der Einsatzzentrale. Jennings berichtet von mehreren wuchtigen Explosionen, bevor er um 12 Uhr das Gebäude verlassen kann. Um 15 Uhr sind nur noch im 7. und 12. Stock Feuer sichtbar. CNN und BCC melden den Einsturz bereits um 16 Uhr, was auf eine Meldung von Reuters zurückzuführen ist. Im Gegensatz zu den Gebäuden 4, 5 und 6, die während Stunden brennen, aber standhalten, stürzt das 174 Meter hohe Gebäude Nr.7 um 17.25 Uhr ein. Die Bilder zu Beginn des Einsturzes lassen auf eine klassische Sprengung schliessen, und auch hier gibt es Personen, die vorgängig wissen, dass das Haus gesprengt wird. In nur 6,5 Sekunden implodiert das imposante Hochhaus nach einem lauten Knall. Im unteren Teil von 7 World Trade Center befanden sich 2 Elektrizitätsanlagen mit 10 riesigen Hochspannungstransformatoren und Notstromaggregaten mit Tanks von insgesamt 159'000 Liter Diesel. In dem 47stöckigen Gebäude waren nicht nur Büros von American Express, der Stadt New York und dem Investmentunternehmen Salomon Smith Barney, sondern auch der CIA, des Verteidigungsministeriums und der Börsenaufsicht SEC. Das Gebäude wurde deshalb dauerd schwer bewacht. Millionen von Akten über laufende Kriminaluntersuchungen gegen die Mafia, Banken und Konzerne wie Enron und Worldcom, über Drogenhändler, Geldwäscher und Terroristen wurden in diesem Gebäude gelagert und nun zerstört. So muss beispielsweise die Anklage gegen California Electricity wegen einem $70-Mia-Betrug aufgegeben werden. Die CIA hatte hier ihr Zentrum für den Kampf gegen den Terrorismus und die Spionageabteilung gegen die UNO-Vertretungen. Zwischen der 23. und 25. Etage wurde auf Betreiben von Jerome Hauer Ende der 90er Jahre ein Notstands-Ausweichquartier für den Bürgermeister von New York eingerichtet, das mit einer eigenen Luft- und Energieversorgung gegen atomare, biologische und chemische Waffen gesichert war. Hauer ist Direktor der Sicherheitsfirma Kroll Associates und für die Sicherheit im WTC verantwortlich und wird für die Kontrolle der Massenimpfung gegen Anthrax zuständig sein. Im Oktober 2000 übernahm die Blackstone Group die Hypothek dieses Gebäudes. Blackstone wurden von Peter Peterson, dem Vorsitzenden des mächtigen Council On Foreign Relations, und Roger C. Altman gegründet. Altman übernahm 1999 mit David Pecker die American Media Inc. und ist als Banker in den BCCI- und den Whitewater-Skandal involviert. Bob Stevens, Bildredaktor der 'Sun', die AMI gehört, ist das erste Anthraxopfer.

Um 13.04 Uhr wird aus der Air Force Base in Louisiana das Statement gesendet, das Bush um 12.36 Uhr hat aufzeichnen lassen: "Die Freiheit selbst wurde heute Morgen angegriffen - und wir werden die Freiheit verteidigen." Dann fliegt Bush nach Nebraska, was eine weitere Verunsicherung in der Bevölkerung auslöst. Um 18.54 Uhr kehrt Bush ins Weisse Haus zurück, wobei er beim Anblick des Pentagons zu einem Helfer sagt: "Das mächtigste Gebäude der Welt liegt am Boden. Soeben wurden Sie Zeuge des Krieges im 21. Jahrhundert." Um 20.30 Uhr spricht Bush in einer Live-Ansprache vom "Krieg gegen Amerika" und verkündet, die Regierung werde zwischen Terroristen und ihren Helfern nicht unterscheiden. Die Taxierung als "Kriegsakt" impliziert eine staatliche Organisation als Gegner, wobei sich in Bezug auf die rhetorische und politische Eskalation eine verblüffende Parallele zum Golfkrieg zeigt. Laut Washington Post schreibt Bush ins Tagebuch: "Heute fand das Pearl Harbor des 21. Jahrhunderts statt - wir glauben, es war Osama Bin Laden." Rumsfeld sprach bereits bei seiner Reise im Sommer 2001 in Australien von der "wachsenden Verwundbarkeit der Vereinigten Staaten durch ein ‚Pearl Harbor' im Weltraum."

Osama Bin Laden   top

Für den Angriff erklärt CNN bereits um 16 Uhr Osama Bin Laden verantwortlich, mit dem Hinweis auf die Anschläge in Tansania und Kenia und auf die USS Cole. Allerdings verwies ein Journalist bereits 41 Sekunden nach dem zweiten Einschlag im WTC auf Bin Laden. Zudem fiel der Name um 10.37 Uhr, als Bush im Weissen Haus anrief, und Andy Card scherzhaft meinte, sein Hund Barney sei Osama Bin Laden bereits auf den Fersen. Und um 12.05 soll CIA-Chef Tenet den Kriegsminister über ein zwei Stunden zuvor aufgenommenes Telefongespräch informiert haben, wonach die Anhänger Bin Ladens das Attentat feierten.

In den 80er Jahren baute Bin Laden mithilfe der CIA, der NSA und reichen Saudis die "Freiheitskämpfer" in Afghanistan gegen die kommunistische Regierung von Nadschibullah und dessen sowjetische Unterstützung auf. Bin Ladens Deckname bei der CIA war ‚Tim Osman.' Laut dem Koordinator der CIA in Afghanistan von 1986-89, Milt Bearden, wusste Bin Laden aber nicht, dass die CIA ihn unterstützte, weil die ganze Hilfe über den pakistanischen ISI lief. Die USA finanzierten die islamischen Terrorgruppen mit dem Ziel, einen Gürtel muslimisch-fundamentalistischer Staaten im Süden der Sowjetunion zu schaffen, um diese dann von dort aus zu destabilisieren. Deshalb wurde der Schah von Persien relativ schnell fallengelassen. Der pakistanische Geheimdienst ISI, der die muslimischen Guerillas koordinierte, hatte sich beim saudischen Geheimdienstchef Prinz Turki al-Faisal beschwert, dass sich aus seinem Land nur Taxifahrer, einfache Studenten und Beduinen für den Jihad melden würden, aber kein Mitglied der Königsfamilie bereit sei mitzukämpfen. Mit Bin Laden war dann 1982 zwar kein echter "royal", aber doch ein Spross aus einem der mächtigsten Clans des Landes gefunden, um das saudische Kontingent im Heiligen Krieg anzuführen. In Bin Ladens Familie und auch im Königshaus soll der Entschluss enthusiastisch begrüsst worden sein. Zur Sicherung seiner Herrschaft zahlte das korrupte saudische Königshaus Hunderte von Millionen Dollar an fundamentalistische Gruppen.
Osama Bin Ladens Aufgabe war es, Freiheitskämpfer gegen die sowjetischen Besatzer anzuwerben und auszubilden, wobei er etwa 10'000 Mudjaheddin mobilisierte. Zusammen mit der CIA und mithilfe der väterlichen Baufirma baute er an der afghanisch-pakistanischen Grenze den Khost-Tunnel-Komplex, der als Waffendepot und Lager der Kämpfer diente. Bei Tora Bora richtete er 1986 auch sein erstes Trainingslager ein. In 30 Rekrutierungsbüros wurden muslimische Kämpfer angeworben, die zum Teil auch in der Wüste von Arizona und in US-Militärschulen ausgebildet wurden. Michael Springmann berichtete, dass er in den 80er Jahren in der US-Botschaft Saudi-Arabiens auf Befehl der CIA Visa an die von Bin Laden rekrutierten Terroristen ausgeben musste. Mit Bin Ladens Hilfe hatten Tausende arabische Militante in den Provinzen Kunar, Nuritan und Badakhshan militärische Stützpunkte errichtet. Insgesamt entstand in den 80er Jahren eine Armee von 100'000-200'000 Kämpfern, die in das von der Sowjetunion besetzte Afghanistan geschleust wurden. Aber ihr Extremismus machte die Araber bei der Mehrheit der Afghanen unbeliebt und trieb einen Keil zwischen ihnen, den Paschtunen sowie den Schiiten. Die Bin Laden-Araber kämpften zusammen mit den Gruppen von Abdul Rasul Sayyaf und Gulbuddin Hekmatyar und bekriegten die Allianz von Ahmed Schah Massud.

Hekmatyar war der Favorit der CIA und des pakistanischen Geheimdiensts ISI und kassierte bis 1991 60% der jährlich bis zu $700 Mio. umfassenden US-Hilfe für den afghanischen Widerstand. Finanziert wurden die Mudjaheddin nicht nur vom saudischen Königshaus und der CIA, sondern zum grössten Teil durch den Heroinhandel, an dem Hekmatyar beteiligt war. Innerhalb von zwei Jahren wurden Afghanistan und Pakistan zu einem der Haupt-Heroin-Produzenten der Welt. Der Drogenlord koordinierte auch die Guerilla-Aktionen in Tadschikistan und Usbekistan, die CIA, MI-6 und ISI 1985 beschlossen hatten. Das Fernziel war der Einsatz von Guerillakämpfern in den russischen Städten, um die Sowjetunion zu destabilisieren.

Im August 1988 gründeten der Palästinenser Abdullah Azzam und Osama Bin Laden in Peshawar die 'al-Qaida': eine Kartei mit Mudjaheddin-Kämpfern, die ihre Einheiten und Einsatzorte festhielt. Es handelt sich nicht um ein internationales Terrornetzwerk, denn es gibt keine hierarchische Struktur, keine Schläferzellen und keine globale Strategie, sondern nur die Idee, die militärische und politische Einmischung fremder Mächte (Israel, Russland) in muslimischen Ländern (Palästina, Afghanistan, Pakistan, Irak, Saudi-Arabien, Bosnien, Kosovo) mit Guerillamethoden zu bekämpfen. Nach dem Afghanistan-Krieg rekrutiert die CIA ehemalige Mudjaheddin, um sie über die MPRI in Bosnien und im Kosovo gegen Milosevic einzusetzen. Die Karteikarte wird erst 2001 zu einem politischen Begriff, weil die USA einen Namen brauchen, um die Anti-Mafia-Gesetze anwenden zu können.
Nach der Invasion Kuwaits durch den Irak machte Bin Laden seinen Einfluss bei der saudischen Königsfamilie geltend, um die Zivilverteidigung des Königreichs zu organisieren und um eine Truppe aus den Veteranen des afghanischen Krieges zum Kampf gegen den Irak aufzustellen. Das macht nur Sinn, wenn er mit der CIA im Bunde war und versuchte, die Spannungen zwischen Irak und Saudi-Arabien zu steigern, oder sogar Irak zu einem Präventionsschlag gegen Saudi-Arabien zu provozieren, um so den USA den Vorwand zu liefern, den Irak anzugreifen.

Nach dem Sieg über die Sowjetunion wurden die Mudjaheddin von den USA fallen gelassen, worauf das Land in einem hässlichen Bürgerkrieg vollends ruiniert wurde. Diese amerikanische Arroganz ihren ehemaligen Kämpfern gegenüber und die faktische Besetzung Saudi-Arabiens durch die USA zu Beginn des Golfkriegs bewirkten offenbar, dass sich Bin Laden zu Beginn der 90er Jahre gegen die USA wandte. Er warf den amerikanischen Politikern vor, die korrupten Monarchen und Diktatoren der arabischen Welt zu finanzieren, um damit den Ölreichtum der arabischen Völker plündern zu können. Nach dem Ende des Golfkrieges von 1991 blieben 30'000 US-Soldaten, einschliesslich der unverschleierten Soldatinnen, in Saudi-Arabien, ein unmissverständliches Signal amerikanischer Erdölpolitik und strategischer Interessen. Die US-Infrastruktur mit Dutzenden von Flughäfen und atombombensicheren Bunkern wurde während der achtziger Jahre vom US-Militär zum Preis von mehr als $200 Mia. gebaut ($156 Mia. auf Kosten von Saudi Arabien). Die Saudis haben für über $95 Mia. Waffen eingekauft, und über $65 Mia. in militärische Infrastruktur und neun Häfen investiert. Profitiert davon hat die grösste saudische Baufirma, die Saudi Binladin Group.

Osama Bin Laden kritisiert jedoch in erster Linie die arabischen Regierungen, die sich von den USA manipulieren lassen: "Was wir den Regimes in Saudi-Arabien und auf der arabischen Halbinsel vor allem vorwerfen, ist ihre Unterwerfung unter die USA [...] Die gegenwärtigen Ölpreise [sind das Ergebnis] des Drucks der amerikanischen Administration auf Saudi-Arabien, um den Markt zu sättigen und die Preise zum Fallen zu bringen. Innerhalb von zehn Jahren haben die USA den Muslimen mehrere Milliarden Dollar gestohlen [...]. In unseren Augen sind die USA für all die Opfer in Palästina, Libanon und Irak direkt verantwortlich. Die US-Regierung hat jegliches menschliches Gefühl abgelegt. Niemand hat sich über den Irak beklagt, als er chemische Waffen gegen den Iran einsetzte. Die Attentate [auf amerikanische Einrichtungen in Saudi-Arabien] sind Reaktionen auf diese Provokation, um die amerikanischen Soldaten zu vertreiben, die sich voller Hochmut in ihrer Uniform in unserem Land bewegen, während unsere Akademiker im Gefängnis sitzen." Die USA unterstützen beispielsweise Ägypten mit $700 Mio. Wirtschafts- und $1,3 Mia. Militärhilfe jährlich, der Preis für Sadats Friedenspakt mit Israel. Trotz Ölvorkommen beträgt das Pro-Kopf-Einkommen in Ägypten nur $1500, verglichen etwa mit $8900 in Südkorea oder $24'700 in Singapur. Der Vordere Orient ist seit den 1960er Jahren von allen anderen Entwicklungsregionen der Erde ausser der Subsahara-Zone überflügelt worden. Im Jahr 2004 können 65 Millionen Araber nicht lesen und schreiben. Zehn Millionen arabischer Kinder besuchen keine Schule. Nur 1,2% besitzen einen PC, und 0,6% der Bevölkerung nutzen das Internet.

Die Mudjaheddin-Veteranen kämpften nach dem Sturz der kommunistischen Regierung Afghanistans in Bosnien, Tschetschenien, Kaschmir und Algerien, jeweils unterstützt von der CIA. So wurden die tschetschenischen Rebellenführer Shamil Basayev und Al Khattab in den Camps in Afghanistan und Pakistan ausgebildet. Der Krieg wurde laut Yossef Bodansky, Direktor der U.S. Congress Task Force on Terrorism and Unconventional Warfare 1996 in Mogadischu, Somalien, bei einem Treffen der HizbAllah International geplant, wo auch Osama Bin Laden und hohe iranische und pakistanische Offiziere dabei waren. Am meisten profitieren die angloamerikanischen Ölkonzerne vom Krieg der Tschetschenen gegen die Russen, weil sie die Kontrolle über die Pipelines und Vorräte am Kaspischen Meer verstärken können. Basayev trifft sich mit dem pakistanischen Verteidigungsminister General Aftab Shahban Mirani, Innenminister General Naserullah Babar und dem ISI-Abteilungsleiter für Islamische Angelegenheiten General Javed Ashraf. Basayev wurde in Afghanistan ausgebildet und hat enge Beziehungen zur Kosovo Liberation Army und zum Mudjaheddinveteran Al Khattab. Seine Organisation soll in Atommaterialhandel, Prostitution, Geldfälschung, Entführungen und Sabotage verwickelt sein. Nach seiner Entlassung als Chef des Geheimdienstes ISI reiste Lt. Gen. Nasir, der Vertraute von General Pervez Muscharraf, nach Somalia, Tschetschenien, Dagestan, die zentralasiatischen Republiken, China und den Süden der Philippinen und half beim Aufbau islamistischer Terrororganisationen. In Sri Lanka unterstützte er die LTTE, die im Gegenzug die Verschiffung des afghanischen Heroins nach Westeuropa, Kanada und den USA organisierten.

Osama Bin Laden ging 1992 in den Sudan, um den Bau einer 1000 km langen Fernstrasse zu leiten. Am 29.12.92 erfolgten zwei Bombenattentate in Hotels von Aden, in denen amerikanische Militärs residierten, die in Somalia operierten. Diese Terrorakte wurden der al-Qaida zugeschrieben, ohne dass irgendwelche Beweise vorliegen.
Auch mit dem Attentat auf das World Trade Center am 26.2.93 hatte Bin Laden kaum etwas zu tun. Die Planung führte Ramzi Youssef durch, der offensichtlich als agent provocateur arbeitete. Die gefürchtete Agrarbombe, eine Mischung aus Düngemittel und Dieselöl, wurde unter Anleitung eines ehemaligen ägyptischen Geheimdienstoffiziers gebaut, wobei sich der Bombenbauer schon früh dem FBI als Informant zur Verfügung stellte. Das FBI sicherte zu, die gefährliche Sprengladung mindestens 24 Stunden vor dem Anschlag durch etwas Harmloses zu ersetzen, was nicht geschah. 6 Menschen starben und 1000 wurden verletzt. Offensichtlich wurden die Laborergebnisse für den Prozess zulasten der Angeklagten gefälscht. Der blinde ägyptische Prediger Scheich Omar Abdul-Rahman, der dann als Drahtzieher verurteilt wurde und in einem amerikanischen Gefängnis sitzt, bekam von einem CIA-Agenten ein Touristenvisum. Ihm wurde eine Falle gestellt, um einen islamisch-fundamentalistischen Gegner aufzubauen, der die Invasion im Nahen Osten legitimieren sollte. Zuständig für den Fall war Staatsanwalt Michael Cherkasky, Direktor der Kroll Associates, die für Sicherheit der Twin Towers zuständig ist und für die Richard Clarke, Jerry Hauer, John Miller, Chris Isham und John O'Neill arbeiteten. Cherkasky arbeitete mit Staatsanwalt Robert Morgenthau und betreute auch die Fälle der Skandalbank BCCI und des New Yorker Mafiabosses John Gotti, der an der Geldwäsche beim Drogenhandel in Mena beteiligt war.

Das erste Mal tauchte Bin Ladens Namen in der Presse in Zusammenhang mit dem Attentat vom 13.11.95 auf, als eine Autobombe im Hauptquartier der saudischen Nationalgarde in Ryad explodierte und fünf amerikanische Soldaten tötete. Im gleichen Gebäude befanden sich Räumlichkeiten der US-Firma Vinnell Corp, die saudische Soldaten ausbildete, was in den westlichen Medien aber nicht berichtet wurde. Vinnell gehörte bis 1997 zur Carlyle Group, der Investment-Holding von Frank Carlucci, James Baker, George Bush, Bin Mahfouz und den Bin Ladens. Selbst als der ehemalige Aussenminister Baker im Fernsehen über den Anschlag debattierte, veröffentlichte niemand dessen Verbindungen dazu. Kurz darauf erhielt die Bin Laden Group den Auftrag zum Bau von Rollbahnen und Baracken für die amerikanischen Truppen in Saudi-Arabien. Zwischen 1994 und 1997 arbeitete die Bin Laden Group eng mit der Firma HC Price aus Dallas zusammen, die Pipelines verlegt. Ein Joint Venture der beiden Firmen war die Brother Shaw Inc., die von der Halliburton-Tochter Dressler Industries übernommen wurde.

Am 25.6.96 kamen bei der Explosion eines Lastwagens vor der amerikanischen Basis Khobar Tower in Darhan 19 US-Piloten ums Leben und 500 wurden verletzt. Der Komplex wurde von der Saudi Binladin Group gebaut und ist die vermutlich am schwersten bewachte Einsatzzentrale des US-Militärs. Zwei Wochen später führte Robert Fisk vom Independent ein Interview mit Bin Laden und rapportierte dessen Aussage vom "the beginning of war between Muslims and the United States." Fisk hatte ihn bereits am 6.12.1993 als erster westlicher Journalist befragt und ihn damals noch als scheuen und ruhigen Mann ohne Groll gegen die USA beschrieben. Zwar richtete die CIA eine Spezialgruppe zur Überwachung von Osama bin Laden ein, aber der Interpol-Haftbefehl im März 1998 gegen Bin Laden wurde auf Initiative von Libyen ausgestellt, das ihn für die Ermordung eines deutschen Agentenehepaars des Verfassungsschutzes verantwortlich machte. Vom Sudan aus hätte, wie der damalige sudanische Verteidigungsminister General Erwa der Washington Post mitteilte, Bin Laden 1996 in die USA ausgeliefert werden können. Doch Washington lehnte das Auslieferungsangebot des Sudans ab, nachdem eine interne Debatte geführt wurde, ob die Vereinigten Staaten Bin Laden anklagen und vor Gericht stellen oder als Frontkämpfer in einem Untergrundkrieg behandeln wollen. Bei einer Auslieferung, so die spätere offizielle Version, befürchteten die USA angeblich Aufstände gegen das Königshaus in Saudi-Arabien und empfahlen dem Sudan deshalb, ihn zur freiwilligen Ausreise aufzufordern. Als man den Amerikanern mitteilte, dass er nach Afghanistan gehen wolle, wo die Taliban am 27.9.96 in Kabul eimarschiert waren, teilten die US-Offiziellen General Erwa mit: "Lasst ihn gehen!" Offenbar ging Bin Laden aber zuerst nach London, unter dem Schutz des MI-6, der einer seiner engsten Mitarbeiter, Anas al-Liby, angeworben hatte, um Muammar al-Gaddafi zu ermorden. Schon 1986 hatte das US-Militär versucht, Gaddafi bei einem Bombenangriff zu ermorden, wobei seine Adoptivtochter ums Leben kam. Der im März 2000 erfolgte internationale Haftbefehl gegen Bin Laden wurde nicht von den USA, sondern von Libyen beantragt. Bin Laden wurde danach von der Nordallianz in Afghanistan untergebracht, und zwar von Hadschi Abdul Kadir, der bis zu seiner Ermordung am 6.6.02 Minister in der Karsai-Regierung sein wird. 1997 machten die Taliban bin Laden zum Leiter der Ausbildungslager für die ‚Araber' und konvertierten Ausländer. Abgesehen von den Pakistani und Usbeken kamen alle freiwilligen Kämpfer (4000-5000) zur Ausbildung in ein 'al-Qaida'-Lager. Die Taliban verwendeten die von der CIA produzierten Schulbücher, die die Mudjaheddin verherrlichen.

Offenbar war Bin Laden im Februar 2001 zum Sündenbock avanciert, denn CIA-Chef George Tenet warnte: "Bin Ladens Terrornetz stellt eine nicht zu unterschätzende, unmittelbare und gravierende Bedrohung der inneren Sicherheit unseres Landes dar." Die USA haben schon oft reaktionäre oder revolutionäre Gruppen finanziert, die sich dann gegen die Forderungen der USA gewehrt oder sich aufgelehnt haben. Dazu gehören auch islamische Fundamentalisten, die gegen linke Regierungen kämpften: die muslimischen Brüder gegen Nasser in Ägypten, die Sarekat-i-islam gegen Sukarno in Indonesien oder die Jamaati-islam gegen Benazir Bhutto (1993-96) in Pakistan. Die Regierung der Vereinigten Staaten unterstützte bereits den pakistanischen Diktator Zia-ul-Haq, der Tausende von Religionsschulen eröffnete, die den Keim für die Entwicklung der Taliban legten. Der pakistanische Geheimdienst ISI plante mit dem Aufbau der Taliban, Afghanistan in den Konkurrenzkampf Pakistans mit Indien einzubinden und benutzte das Geld der USA und aus dem Drogenhandel, um seine Machtbasis innerhalb der Armee und der Bürokratie zu sichern, weshalb er von den Regierungen von Benazir Bhutto und Nawaz Sharif (1997-99) freie Hand hatte. Im Februar 1999 startete Sharif eine Friedensinitiative mit Indien, worauf der ISI unter Umgehung des Regierungschefs im Mai eine Offensive im Kashmir lostrat. Nachdem ISI-Chef Ziauddin Butt in Washington war, wurde Sharif im Oktober von General Mohammed Aziz, der eng mit den radikalen islamischen Gruppen um Osama verbunden ist, und von General Pervez Muscharraf gestürzt.

Zwei in Autos versteckte Bomben gegen die US-Botschaften in Nairobi (Kenia) und Daressalam (Tansania) am 7.8.98 forderten 224 Tote, darunter 12 Amerikaner. Bin Laden kann mit diesem Attentat nichts zu tun gehabt haben. Zwei Wochen später feuerten die USA 70 Cruise Missiles auf afghanische Ausbildungslager der al-Qaida, wobei der Militärchef Mohammed Atef ums Leben kam und durch Abu Zubaidah ersetzt wurde. Zudem bombardierten die Amerikaner die pharmazeutische Fabrik Al Shifa im Sudan, wobei sich herausstellte, dass dort entgegen den Behauptungen keine chemischen Waffen hergestellt wurden. Der am 28.3.02 verhaftete Abu Zubaidah behauptet, dass Pakistans Luftwaffenchef Mushaf Ali Mir und der saudische Geheimdienstchef Prinz Turki al-Faisal über das bevorstehende 9-11-Attentat in den USA auf dem Laufenden waren. Prinz Turki wird danach Botschafter in London, alle anderen von Zubaidah Beschuldigten sterben ab Juli 2002 in kurzer Zeit: an einem Herzinfarkt, bei einem Autounfall, aus Wassermangel in der Wüste und bei einem Flugzeugsabsturz. Zubaidah wurde mit der Methode des simulierten Ertrinkens gefoltert und behauptet später, er habe viele Geständnisse erfunden, um der Folter zu entgehen.

Die CIA und der malaysische Geheimdienst hörten angeblich ein Treffen der al-Qaida in Kuala Lumpur vom 5.-8.1.00 ab, an dem die Aktion gegen die USS Cole im Hafen von Aden vorbereitet wurde, die am 12.10.00 den Tod von 17 US-Militärs forderte. Anwesend waren nach dieser Darstellung Khallad alias Walid Ba'Attash, Khalid al-Mihdhar und Nawaf al-Hamsin. Sie wurden aber erst am 23.8.01 auf die Liste der verdächtigen Immigranten gesetzt, nachdem sie sich seit 20 Monaten in den USA befunden hatten. Die beiden lebten in einem Haus des Exiliraners Sam Koutchesfahani sowie bei dem emeritierten Professor und bezahlten Informanten des FBI Abdussattar Shaikh. Koutchesfahani bestach Professoren, um falsche Studentenvisa an meist arabischstämmige Einwanderer zu verkaufen. In seinem Haus brachten sich 1997 39 Mitglieder der "Heaven's Gate"-Sekte von Marshall Applewhite um. Dieser hatte wiederum mit dem Esoterikautor und "Beziehungsguru" John Gray ("Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus") zu tun, einem der Redner und Sponsoren der 9/11-Konferenz in Toronto Ende Mai 2004. Gray leitete die wegen Betrug angeklagte Genesis Intermedia Inc., die dem arabischen Milliardär, Waffenschieber und CIA-Frontmann Adnan Khashoggi gehört. Das FBI weigert sich, dass Professor Shaikh, dem Gray seinen umstrittenen Doktortitel verdankt, vor Gericht aussagen muss.

Das Visum des angeblichen 9-11-Terrorpiloten Mihdhar wurde im Juni 2001 anstandslos erneuert, und er bekam am 1.8.01 einen Fahrausweis als Ansässiger von Falls Church, drei Meilen vom CIA-Hauptsitz entfernt. Zudem versorgte er in den nächsten Tagen fünf weitere 9-11-Attentäter mit neuen Papieren, da man von Notaren in Falls Church Beglaubigungspapiere mit Blankounterschriften kaufen konnte. Wieso sich Selbstmordattentäter einige Wochen vor ihrer Tat vor den Augen der CIA neue Papiere beschaffen, ist nicht einzusehen. Einer von ihnen, Hani Hanjour, geriet kurz danach mit seinem neuen Fahrausweis in eine Radarfalle, ohne Probleme zu bekommen. Mihdhar versuchte am 24.8.01, sein Ticket für den 11.9. über das Internet zu buchen, was trotz seinen neuen Papieren wegen der fehlenden Postdresse fehlschlug. Er holte es zwei Tage später am Washington International Airport ab, ohne Schwierigkeiten zu bekommen. Aber die Spur war damit gelegt. In Falls Church befindet sich auch die islamische ‚wohltätige' Organisation WAMY, die von zwei Brüdern Bin Ladens bis zu ihrer Ausreise am 13.9.01 betrieben wurde. Die Finanzierung der Mudjaheddin erfolgt über Wohltätigkeits- Stiftungen und islamische Netzwerke wie die Hawala-Organisation, ein Parabankensystem, das mittels Tradingfirmen, Geldwechselstuben und Reisebüros funktioniert. Solche Netzwerke, die auf Vertrauen basieren und dank den Kommissionen rentieren, ermöglichen den anonymen Geldtransfer. Laut Dick Morris wurden alle finanziellen Transaktionen muslimischer Gruppen in den USA seit 1993 genauestens registriert, um ihre Konten nötigenfalls einfrieren zu können. 1994 sollen die Saudis und 1996 die Sudanesen Bin Ladens Vermögen konfisziert haben.

Bereits 1986 gründete die CIA nach einer Serie von Bombenanschlägen, Flugzeugentführungen und Geiselnahmen das Counter Terrorism Center, und spätestens seit dem Bombenattentat in der Garage des World Trade Centers 1993 haben NSA, CIA und FBI alle arabischen Immigranten in den USA observiert. Schon 1993 ging das Pentagon davon aus, dass Passagierflugzeuge auch als terroristische Waffen eingesetzt werden könnten. 1994 flog ein Kamikazepilot eine Chessna in den Baum vor dem Schlafzimmer des Präsidenten im Weissen Haus. Im selben Jahr entführten islamische Terroristen eine Maschine der Air France, angeblich mit dem Plan, in den Eiffelturm zu fliegen. Im Zusammenhang mit dem Bombenattentat im WTC von 1993 wurden angebliche Pläne von militanten Islamisten bekannt, gleichzeitig mehrere US-Flugzeuge über dem Pazifik zu sprengen (Bojinka-Plan) oder eine Maschine in das CIA-Quartier in Langley zu steuern. Im Augst 1997 zeigte das Cover einer Terrorismus-Studie die WTO-Türme im Fadenkreuz von Angreifern. 1999 führte die NORAD eine Übung durch, deren Szenario von gekaperten Flugzeugen ausging, die in die WTO-Türme und das Pentagon geflogen werden. Im September 1999 warnte ein ‚Bericht der Fachleute der Kongressbibliothek', "Selbstmordbomber, die zu al-Qaidas Märtyrerbataillon gehören, könnten ein Flugzeug voller Sprengstoff (C-4 oder Semtex) auf das Pentagon, das Hauptquartier der CIA oder das Weisse Haus stürzen". Der Report war unter anderem mit einem Bild der Twin Towers illustriert. Da die Grundmauern des Pentagon zu wenig stabil waren, beschloss man 1999 deren Verstärkung, und man begann genau mit dem Flügel, der am 11.9. getroffen wird. Den Auftrag erhielt die Baufirma AMEC, die auch auf Ground Zero mit Aufräumarbeiten beschäftigt wird. Die Firma, die auch Radiofrequenzscanning und Frequenzplanungen anbietet, unterhält beste Beziehungen zur Familie Bush. Im Jahr 2000 gab es Berichte über Pläne für einen Angriff auf den Flughafen von Los Angeles. Beim G-7 Treffen in Genua vom 20. bis 22.7.01 wurde deshalb ein Ring von Flugabwehrraketen um die Tagungsorte aufgebaut.

Im Juni 2000 entstand das Konzept für die im Pentagon mit dem NORAD durchexerzierte Anti-Terrorübung AMALGAM VIRGO. Das Titelblatt des Papers zeigt niemand anderen als Osama Bin Laden - umrahmt von Bildern mit Flugzeugen. Das Ergebnis der Übung fasste der Leiter der Studie Stephen Woodall folgendermassen zusammen: "Wir sind nackt. Wir haben keine Möglichkeit, mit solchen Problemen umzugehen." Im Oktober 2000 simulierte das Pentagon mit der MASCAL-Übung einen Anschlag mit einem Flugzeug, und im Mai 2001 ging es in einer Übung darum, das Verteidigungsministerium vor einer gelenkten Ersatzrakete in Form einer entführten Boing 757 zu schützen. Aber nicht nur Condy Rice, sondern auch Don Rumsfeld behaupten vor der 9/11-Untersuchungskommission, nie von einer konkreten Gefahr durch in Gebäude gelenkte Flugzeuge gehört zu haben.

Afghanistan   top

Kurz nach Bushs Amtsantritt nahmen die USA die von Clinton 1998 gekappten Beziehungen zu den Taliban wieder auf. Nach der Rekordernte von 4600 Tonnen Opium hatte Taliban-Chef Mullah Mohammed Omar im Frühjahr 2000 den Anbau von Mohn und dessen Verarbeitung verboten, um die Macht der Stammesfürsten und lokalen Kommandanten zu brechen und die internationale Anerkennung der Taliban-Regierung zu erhöhen. Dazu liessen sie sich von Laila Helms, Tochter eines afghanischen Ex-Ministers und Nichte des ehemaligen CIA-Direktors Richard Helms, in Washington vertreten. Sie erreichte, dass Talibanführer Mullah Omar nach Washington gehen konnte, um auf höchster Ebene über das Embargo der UN zu verhandeln, das die afghanische Wirtschaft stark belastete. Sofort nach Bushs Machterschleichung hatte seine Junta die Anstrengungen für den Bau einer Pipeline forciert. Die Verhandlungen führt Christina Rocca, die bereits von 1982 bis 1987 bei der CIA für Afghanistan zuständig war. Unter der Schirmherrschaft der UNO und des persönlichen Referenten von Kofi Anan, Francesc Vendrell, fanden seit Anfang des Jahres einige diskrete "6+2" Verhandlungsrunden statt, bei denen die sechs Nachbarländer mit den USA und Russland die Situation Afghanistans diskutierten. Als der Taliban-Botschafter im Mai 2001 in Islamabad mit den Amerikanern über Entschädigungszahlungen für die Opiumbauern verhandelte und ziemlich exakt die $12 Mia, die das Heroingeschäft pro Jahr abwirft, "für das afghanische Volk" forderte, wurden ihm zuerst $1,5 Mio. angeboten und dann $43 Mio. zugesagt und überwiesen. Soviel ‚verdienten' die Taliban an der 20%-Opiumsteuer im Jahr zuvor. Der Opiumexport sackte von 3200 Tonnen im Jahr 2000 auf 185 Tonnen im Jahre 2001 zusammen, wobei diese Restmenge aus den von der Nordallianz kontrollierten Gebiete stammte, wo die Mohnfelder weiter blühten. In Afghanistan kommt es nach dem Attentat in New York zu Panikverkäufen der Händler, weshalb sich der Kilopreis des Heroins auf $200 halbiert (nach dem Verbot des Opiumanbaus stieg der Kilopreis von $30 zwischendurch bis auf $700).

Der Iran, durch den 1000-2000 Tonnen des afghanischen Opiums und Heroins transportiert wurde, gehört zu den Ländern mit den meisten Süchtigen: 1,2 der 73 Mio. Einwohner sind offiziell abhängig, und weitere 800'000 sind Gelegenheitskonsumenten, wobei die realen Zahlen viel höher sein dürften. 80'000 der 170'000 Gefangenen sitzen wegen Drogendelikten in den Gefängnissen. Dabei konnte der Iran trotz seiner langen Opiumtradition den Anbau im Land nach der Revolution 1979 innerhalb von eineinhalb Jahren stoppen. Aber 20% der Bevölkerung sind arbeitslos, und 53% leben unter dem Existenzminimum.
Das von den USA 1992 erlassene Waffenembargo bewirkte, dass die Drogenhändler nach kurzer Zeit besser bewaffnet waren als die Regierungstruppen, die innerhalb von 20 Jahren 3140 iranische Soldaten im Krieg gegen den Drogenhandel verlieren. Bush erklärt im Januar 2002 den Iran zusammen mit dem Irak, Nordkorea und Kuba zur "Achse des Bösen", obwohl es zwischen diesen Ländern keine gemeinsame Politik gibt. Seit über 20 Jahren versuchen die Israelis die Amerikaner zu überzeugen, dass der Iran und der Irak wegen ihrer ABC-Waffen eine Bedrohung darstellen. Da die Militärmachthaber Burmas über die US-Firma DCI Associate $450'000 an Bush zahlten, werden sie nicht zu den Schurkenstaaten gezählt. Der Ausdruck "axis of the evil", eine Weiterführung von Reagans "Reich des Bösen", stammt von Bushs Redenschreiber David Frum, der in einem Interview mit Evan Solomon (CBC, 18.1.2004) den amerikanischen Imperialismus mit der Rekapitulationsthese aus dem 19. Jahrhundert zu rechtfertigen versucht. Der amerikanische Imperialismus "is the adolescence of the human race. This is the moment when human beings are making the transisition from a world governed by violence to a world governed by law. Just as the North Atlantic is governed by law, we hope that some day the whole world will look like that. But the instrument whereby humanity is going to make that transition from savage childhood of the human race to law-abiding adulthood is through the instrument of American power."

Laut dem ehemaligen pakistanischen Aussenminister Niaz Naik hat der US-Verhandlungsleiter Tom Simons Afghanistan bereits Mitte Juli an einem vom UNO-Sonderbeauftragten Francesc Vendrell in Berlin einberufenen Diplomatentreffen mit Luftangriffen und Krieg gedroht, falls sie nicht spuren. Die indische Regierung erfuhr von amerikanischen Spitzenbeamten, dass der militärische Angriff Mitte Oktober anlaufen werde. Wochen vor dem 11.9. kursierten im arabischen Raum Gerüchte um einen bevorstehenden US-Angriff gegen Afghanistan. Am 2.8. traf sich die Leiterin der Asien-Abteilung des State Departements zum letzten Mal mit dem Botschafter der Taliban, um angeblich die Auslieferung Bin Ladens zu erreichen. Bin Laden befand sich vom 4. bis 14.7.01 im American Hospital von Dubai zur Behandlung seiner Nierenkrankheit, wo er am 12.7. vom lokalen CIA-Resident Larry Mitchell in Begleitung des saudischen Geheimdienstchefs Prinz Turki al-Faisal Al Saud besucht wurde. Prinz Turki arrangierte das Treffen, wobei erfolglos um eine Rückkehr Bin Ladens nach Saudi Arabien verhandelt worden sein soll, falls dieser im Gegenzug seine Aktionen gegen "amerikanische Interessen" einstelle. Laut CBS wird der Dialyse-Patient Osama Bin Laden am 10.9.01 in das pakistanische Militärspital in Rawalpindi eingeliefert. Deshalb glauben viele, dass Osama Bin Laden gar nicht mehr am Leben ist. Andererseits behaupten ehemalige Kampfgefährten, dass das Nierenleiden eine Erfindung sei. Weder die Behandlung in Dubai noch in Rawalpindi hätten stattgefunden. Und der Tod Bin Ladens würde sich nicht länger als zwei Wochen geheim halten lassen.

Warnungen   top

Die Regierung Bushs behindert die Arbeit der Antiterrorgruppe des FBI, die eine mögliche Beteiligung Bin Ladens im Zusammenhang mit dem Attentat auf die USS Cole in Aden vom 12.10.2000 untersuchte. Seit 1998 stand das Haus des Bin Laden-Sympathisanten Ahmed al-Hada, wo die Anschläge von Nairobi bis Aden geplant worden sein sollen, unter Bewachung. Sein Schwager ist Khalid al-Mihdhar, der zwischen 1998 und 2000 in San Diego Flugunterricht nimmt. Sohn Mohammed al-Hada fliegt am 13.2.02 in die Luft, als er mit Sprengstoff hantiert. Dem Team von John O'Neill, welches die al-Hada-Aktivitäten untersuchte, wurde die Wiedereinreise in den Jemen verboten. O'Neill war bereits an den Recherchen zu den Anschlägen auf das WTC 1993, auf die US-Kaserne in Saudi-Arabien 1996 und die Botschaften in Nairobi und Kenia 1998 beteiligt. Wenige Monate vor dem Stop der laufenden Untersuchung wurde O'Neills Aktentasche mit Geheimmaterial an einer FBI-Tagung in Tampa gestohlen. Obwohl die Tasche nach 30 Minuten wieder auftauchte, wurde ein Disziplinarverfahren eröffnet. Ein solcher Vorfall dringt normalerweise nie an die Öffentlichkeit, aber dieser wurde in der New York Times und der Washington Post gemeldet. Die zuständige Botschafterin in Jemen, Barbara Bodine, eine Schülerin Kissingers und zuvor im Aussenministerium zuständig für die Koordination des Kampfes gegen den Terror, verliess ihren Posten zwei Wochen vor den Anschlägen des 11.9. Gleichzeitig kehrte der jemenitische Botschafter aus Washington zurück, und der mit Osama Bin Laden befreundete saudische Geheimdienstchef wurde seines Amtes enthoben. Nach der Invasion im Irak amtet Bodine kurze Zeit als de-facto-Bürgermeisterin von Bagdad, bevor sie einen neuen Posten im Aussenministerium erhält. Am 1.9. begann O'Neill dank seinem Freund Jerry Hauer, dem WTC-Gebäudemanager, mit dem dreifachen Lohn als Sicherheitschef im WTC zu arbeiten. Angeblich soll er bei der Einstandsfeier in der Nacht vor dem 11.9. zu Freunden gemunkelt haben, dass etwas Grosses passieren werde. Nach dem Einschlag des Flugzeugs im Südturm begibt sich O'Neill in eine der drei Etagen, in denen das FBI die Akten über weltweite Wirtschaftskriminalität untergebracht hat und trifft auf Verwüstungen, die mit dem Attentat nichts zu tun haben können. Es gelingt ihm, sich und einen Mitarbeiter aus dem Gebäude zu retten. Seine Leiche wird erst eine Woche später nahezu unversehrt in den Trümmern gefunden, laut offiziellen Angaben erschlagen von herabstürzenden Teilen.

Am 10.7.01 schickte FBI-Agent Kenneth Williams ein Memorandum an die Zentrale, in dem die Möglichkeit erwogen wurde, dass sich Terroristen im Bundesstaat Arizona zu Piloten ausbilden liessen. Er hatte herausgefunden, dass sich eine ganze Reihe verdächtiger Islamisten in Flugschulen eingeschrieben und sich nach den Sicherheitsbestimmungen an den grossen Flughäfen erkundigt hatten und forderte eine genaue Überprüfung. Im Gegensatz zu einer ähnlichen Situation 1995 unterliess die FBI-Führung diesmal jegliche Untersuchung. Sie verweigerte der Agentin Coleen Rowley mehrmals, den Laptop des am 16.8.01 verhafteten Zacarias Moussaoui zu untersuchen, obwohl ihn die französische Polizei in den 90er Jahren bereits beobachtet hatte, weil er unter anderem Mudjaheddins für Tschetschenien rekrutiert haben soll. Rowley warnte in einem Bericht, Moussaoui "könnte planen, ein Flugzeug in das World Trade Center zu rammen". Weil ihre Vorgesetzten Spike Bowman und Dave Frasca ihre Untersuchung sabotierten, umging sie die Vorschriften und meldete die Befunde direkt dem Antiterrorzentrum der CIA, wofür sie gerügt wurde. Auch nach dem 11.9. darf sie den Laptop nicht untersuchen, denn "we might screw up something else going on elsewhere in the country." Frasca ist der Chef der FBI-Sondereinheit für Beobachtung und Bekämpfung islamischer Fundamentalisten und damit direkt dem neuen FBI-Chef Robert Mueller, Nachfolger von Louis Freeh, unterstellt. Bowman wird einige Wochen später wegen "aussergewöhnlichen Leistungen" befördert und erhält 20 bis 35% mehr Lohn. Einige Monate später wird der Computer Moussaouis doch angeschaut, wobei sich auf der Festplatte angeblich Infos über Sprühflugzeuge zur Schädlingsbekämpfung und über Grossraumflugzeuge befinden.

Im August 2001 lehnt Justizminister Ashcroft einen Antrag des FBI für die Anstellung von 248 zusätzlichen Agenten für die Terrorabwehr sowie 54 Übersetzer und 200 Analysten für die Auswertung von elektronischer Überwachung ab und will diese sogar reduzieren. Laut DIA-Agent Anthony Shaffer werden Mohamed Atta und sein Crew durch das Special Operations Command (SOCOM) des Pentagon (Operation Able Danger) seit 2000 überwacht und aktiv vor dem FBI geschützt. Die 9/11-Kommission empfiehlt bezeichnenderweise in ihrem Bericht, dem SOCOM Kompetenzen der CIA zu übergeben, um künftige Terroranschläge besser verhindern zu können
Im FBI-Regionalbüro von Newark hatte angeblich im April 2000 ein Mann berichtet, er sei in einen Plan von Osama Bin Laden verwickelt, eine Boing 747 zu entführen. Er habe in einem Trainingscamp in Pakistan Entführungstechniken gelernt und in den USA fünf oder sechs weitere Entführer getroffen. Da das FBI nicht mal den Namen des Mannes aufgeschrieben haben soll, muss es sich bei dieser Nachricht der St. Petersburg Times vom 23.9.02 um eine gelegte Spur handeln.

Auch die CIA musste gleich nach Bushs Machtantritt die Terroristenfahndung herunterfahren, wie zwei Agenten erzählten: "Uns wurde gesagt: Wenn wir euch dabei erwischen, die Saudis und die Bin Ladens auszuspionieren oder eure Nase in ihre Angelegenheiten zu stecken, verliert ihr euren Kopf!"
Warnungen über ein bevorstehendes Attentat kamen angeblich vom deutschen, israelischen, russischen und französischen Geheimdienst, vom ägyptischen Präsidenten und von einem inhaftierten Iraner.
Der BND informierte die CIA und den Mossad im Juni 2001, "dass Terroristen aus dem Nahen Osten sich darauf vorbereiten, ein Passagierflugzeug zu entführen und es als Waffe zu benutzen, um wichtige Symbole der amerikanischen und israelischen Kultur anzugreifen".

Der Mossad warnte CIA und FBI angeblich Anfang September über die Gefahr von 200 al-Qaida-Leuten in den USA, die "einen sehr schweren Anschlag" auf ein "sehr grosses Zielobjekt" vorbereiteten. Offenbar standen einige der 'Flugzeugentführer' auch unter ständiger Bewachung des Mossad. Eine Handvoll Spione hatte die al-Qaida-Organisation angeblich unterwandert, während erstaunliche 120 weitere, die sich als Kunststudenten ausgaben, eine grosse Undercover-Operation in ganz Amerika durchführten, indem sie versuchten, regionale DEA-Büros auszuspähen. Obwohl die in Teams von 8-10 organisierten Angehörigen einer israelischen Spezialeinheit angaben, an der Universität oder an der Bezalel Academy of Arts von Jerusalem zu studieren, war niemand dort eingeschrieben. Das DEA-Büro in Orlando, Florida, bezeichnete die Kunststudenten als Ecstasy-Händler. Einer dieser Spione war Peer Segalovitz, der auf Sprengungen spezialisiert ist. Ein anderer ‚Kunststudent' war Hanan Serfaty, der in der Nähe von Atta (3389 Sheridan Street) und vier weiteren ‚Entführern' (u.a. Khalid al-Mihdhar und Nawaf al-Hazmi, die am 24.8.01 auf die Terroristenliste der CIA gesetzt wurden) in Hollywood, Florida, wohnte (4220 Sheridan Street). ‚Kunststudent' Michael Calmanovic wohnte in Dallas in der Nähe von Ahmed Khalefa, den auch das FBI überwachte. Lior Baram arbeitete nach eigenen Aussagen zwei Jahre im israelischen Militärgeheimdienst. Tomer Ben Dor, der im Besitz von Listen über "DEA Groups" war, arbeitete für die NICE Systems, die elektronische Überwachungssysteme produziert. Die amerikanische Tochterfirma befindet sich in Rutherford, New Jersey, wo am 11.9. fünf Mossad-Agenten verhaftet werden. Die Kaution über $10'000 für den Kunststudenten Michal Gal bezahlte Ophir Baer, der für die israelische Telefonfirma Amdocs arbeitet, die ebenfalls eine Deckfirma für Spionage ist.
Zwei Mossad-Zellen, bestehend aus sechs in Ägypten und Jemen geborenen Juden, wurden in einer geheimen Basis in der israelischen Negev-Wüste ausgebildet, um Osama Bin Ladens Netzwerk zu unterwandern. Ein Team flog nach Amsterdam und stand unter der Leitung der Europa-Abteilung des Mossad, die am Flughafen Schiphol im "El Al"-Gebäude stationiert ist. Es trat später in Kontakt mit Mohamed Atta in Hamburg. Die zweite Gruppe reiste nach Süd-Florida und infiltrierte die arabischen Flugschüler. Im August 2001 flog das europäische Mossad-Team mit einigen der 'Hamburger Terroristen' nach Boston. Die als Attentäter aufgebauten Studenten wurden also von israelischen agents provocateurs beeinflusst.
Mossad-Chef Efraim Halevy sandte zur Spurenkonstruktion eine zweite Warnung an die CIA um den 7. September. Die israelische Firma Odigo, die mit zwei weiteren Unternehmen in den Lewinsky-Skandal von Bill Clinton verwickelt war, erhält angeblich zwei Stunden vor dem Attentat eine Warnung per e-Mail von einem Kunden (woher diese Information und das Gerücht von den 4000 vorgewarnten Juden kommen, bleibt unklar). Die Firma für Datenübertragung hatte ein Büro in der Nähe des WTC und warnte ihre Mitarbeiter daraufhin. Die israelische Schifffahrtlinie ZIM zog einige Wochen vor dem Anschlag aus dem WTC aus, obwohl der Mietvertrag noch bis Ende 2001 lief. Der einzige Israeli, der ums Leben kommt, ist ein WTC-Besucher. Die ersten Verhafteten nach dem Anschlag sind fünf Mossad-Agenten (darunter Sivan und Paul Kurzberg und Oded Ellner), die unter dem Deckmantel "Urban Moving Systems" die Moslems von New Jersey überwachen. Der israelische Besitzer der Urban Moving Systems, Dominik Suter, setzt sich prompt nach Israel ab. Diese Firma ist Teil eines Spionageringes, der angeblich mit Ecstasy dealt. Die fünf Agenten filmten den Zusammenbruch des WTC von New Jersey aus und freuten sich laut Augenzeugen, die deshalb die Polizei riefen. Nach zwei Monaten werden sie aufgrund einer Intervention von Vizeaussenminister Richard Armitage nach Israel abgeschoben und die Firma geschlossen. Im Mai 2002 werden in den USA zwei Mossad-Agenten mit einem Lastwagen mit Sprengstoff verhaftet. Nach dem Bekanntwerden der Verhaftungen der Agenten und deren Auslieferung an Israel klassifiziert die US-Regierung die Informationen und Untersuchungen als geheim ein.

Der russische Geheimdienst warnte im August, dass "Anschläge auf Flughäfen und Regierungsgebäude unmittelbar bevorstünden". Mubarak unterrichtete die US-Behörden, dass "ein mit Sprengstoff gefülltes Flugzeug" eingesetzt werden könnte. Noch am 10.9. fing die NSA zwei Botschaften ab, die auf die bevorstehenden Attentate hingewiesen haben sollen. Insgesamt führte das FBI im Sommer 2001 70 Untersuchungen durch, die einen Bezug zum 9-11-Attentat haben. Die Nachrichtendienste erhielten laut Aussenminister Colin Powell so viele Hinweise auf die bevorstehenden Attacken, dass die CIA "nicht über zu wenige, sondern zu viele Informationen verfügte. Und zu viel Information ist gleichbedeutend mit null Information." Laut Rumsfeld gab es viele Warnungen, laut Sicherheitsberaterin Condoleeza Rice und Pressesekretär Ari Fleischer aber überhaupt keine.

Im Herbst 2003 weigert sich das Weisse Haus, der parlamentarischen Untersuchungskommission die CIA-Tagesrapporte und andere wichtige Dokumente vor dem 11.9. auszuhändigen. Als sie schliesslich freigegeben werden müssen, enthalten sie ein vermutlich nachträglich angefertigtes Memorandum vom 6.8.01, das Bush persönlich deutlich gewarnt haben soll: "Berichte von ausländischen Regierungen und Medien deuten darauf hin, dass Bin Laden seit 1997 Terroranschläge verüben will. [...] Bin Laden deutete bei seinen Fernseh-Interviews von 1997 und 1998 an, seine Gefolgsleute würden dem Beispiel des World-Trade-Center-Attentäters (1993) Ramzi Youssef folgen und den Kampf nach Amerika tragen. [...] Obwohl Bin Laden (bei anderen Plänen) nicht erfolgreich war, beweisen die Angriffe gegen die US-Botschaften in Kenya und Tansania von 1998, dass er Operationen Jahre vorher plant und sich nicht durch Rückschläge davon abhalten lässt. [...] Al-Qaida-Mitglieder - einschliesslich gewisser amerikanischer Bürger - haben ihren Wohnsitz in den USA oder sind jahrelang ein- und ausgereist, und die Gruppe unterhält offenbar ein Netzwerk, das bei Anschlägen helfen könnte. [...] Eine geheime Quelle sagte 1998, dass eine Bin-Laden-Zelle in New York amerikanische Jugendliche muslimischen Glaubens für Anschläge rekrutierte. [...] Die Information des FBI weist auf ein Muster verdächtiger Aktivitäten im Land, das sich mit den Vorbereitungen zu Flugzeugkaperungen oder anderen Arten eines Angriffs deckt." Als die Existenz dieser Warnung bekannt wird, meint Bush dazu: "Ich bin zufrieden, dass ich niemals irgendwelche Geheimdiensterkenntnisse sah, die darauf hindeuteten, dass es einen Anschlag auf Amerika geben würde - zu einer Zeit, an einem Ort, ein Anschlag". Eigentlich müsste er unzufrieden sein, dass er nicht genauere Infos von der CIA bekam. Aber Bin Laden erklärt im Interview vom 7.10.2001 mit Taysir Allouni von Al-Jazeera, dass er nichts mit 9/11 zu tun habe. "Die US-Regierung hat mich fortwährend verantwortlich gemacht, hinter allen Angriffen zu stecken. Ich möchte der Welt versichern, dass ich die kürzlichen Attacken nicht geplant habe, die offenbar von Leuten mit persönlichen Motiven geplant wurden. Ich lebe im islamischen Emirat von Afghanistan und halte mich an die Regeln der dortigen Herrscher, die es mir nicht erlauben, solche Operationen durchzuführen." Im September 2005 wird der Starreporter, der am 26.2.01 als Taliban verkleidet auch die Sprengung der 1500 Jahre alten Buddha-Statuen im Tal von Bamyan filmte, in einem Schauprozess in Spanien wegen Unterstützung der al-Qaida zu 7 Jahren Haft verurteilt. Der Staatsanwalt argumentierte, dass Allouni ausgesehen habe, als ob er "seinen Chef interviewt" hätte! Das am 7.12.2001 präsentierte Bekenner-Video, das in einem Haus in Jalalabad gefunden worden sein soll, ist offensichtlich gefälscht. Der Linkshänder Osama schreibt und isst im Video mit der rechten Hand, die Nase und die Augenbrauen passen nicht zum Original, und der Bart ist gefärbt, was einem Moslem verboten ist. Bin Laden ist seit 9-11 ein Kunstprodukt der Geheimdienste zur Legitimation der Kriege.

Planung   top

Am 1.6.01 wurde die Standardprozedur für die Abwehr entführter Flugzeuge (Aircraft piracy (hijacking) and destruction of derelict airborne objects) geändert und von einer expliziten Bewilligung des Verteidigungsministers abhängig gemacht (Chairman of the joint chiefs of staff instruction, J-3 CJCSI 3610.01A). Ohne Rumsfelds ausdrückliche Genehmigung können deshalb keine Jäger aufsteigen, um entführte Maschinen abzuschiessen. Am 12.9.01 wird das Protokoll wieder geändert, und die Piloten selbst entscheiden wieder selbst, was in der Situation zu tun ist.
Das Pentagon und der Geheimdienst National Reconnaissance Organization, der das satellitengestützte Aufklärungssystem der USA betreibt, planten für den 11.9.01 eine Katastrophenübung, deren Szenarien von entführten Linienmaschinen und Flugzeugeinschlägen in den jeweiligen Hauptsitzen ausgingen. Der Hauptsitz von NRO befindet sich nur 4 Meilen entfernt vom Dulles Airport in Washington, wo das dritte Flugzeug (AA 77) startete. Das NRO bläst die monatelang geplante und auf 9.00 angesetzte Übung einige Minuten vor dem Attentat auf das Pentagon ab und schickt die Leute nach Hause, so dass keine Satellitenaufnahmen verfügbar sind.
Das Joint Chiefs of Staff unter Richard B. Myers und das NORAD führen vom 10.-15.9.01 ein gemeinsames Echtflug-Entführungs-Manöver (live-fly hijacking Field Training Exercise), durch, bei dem Militärflugzeuge beteiligt sind, die als entführte Linienflüge posieren. General Larry Arnold berichtet, dass das NORAD zur Zeit der Anschläge mitten in der Operation war: "Ich war oben in unserem Gebäude, ging dann sofort nach unten und fragte meine Leute auf dem Weg: ‚Ist das Teil des Manövers?' Denn offen und ehrlich gesagt: Wir veranstalten tatsächlich Hijacking-Szenarios, wenn wir diese Manöver durchführen von Zeit zu Zeit. Dieses hier war real." Das erklärt das Ausbleiben von Abfangjägern und jeglicher Luftabwehr des Pentagons, denn die Luftabwehrgeschütze des US-Verteidigungsministeriums hatten offensichtlich Anweisung, wegen dieser Übung nicht einzugreifen. Kommt dazu, dass einige der an der Ostküste stationierten Jets an der Übung NOTHERN VIGILANT in Nordkanada und Alaska teilnahmen und die Abwehr eines über den Nordpol kommenden russischen Luftangriffs simulierten.

Am 8.5.01 hat Bush Vizepräsident Cheney die Leitung des Office of National Preparedness übertragen, nachdem der Plan für die Übung VIGILANT GUARDIAN, der einen Flugzeugcrash ins Pentagon vorsah, durch den Generalstabschef abgelehnt wurde. Der oberste Militärchef wurde kurz darauf durch Myers ersetzt. Das ONP, und nicht mehr das NSC von Condy Rice, war nun zuständig für die Identifikation und Abwehr von Terroranschlägen innerhalb der USA, vor allem in Bezug auf Massenvernichtungswaffen. Richard Clarke, Verantwortlicher für Counter-Terrorism, wurde so kaltgestellt. Bezeichnenderweise gibt es keine einzige offizielle Sitzung oder Aktion des ONP. Der 11.9. ist der zweite Tag der VIGILANT GUARDIAN-Übung. Philip D. Zelikow, der die Auslagerung der Counter-Terrorismus-Abteilung aus dem NSC veranlasste, wird Executive Director der Kean Commission, die die Ereignisse am 11.9. 'untersuchen' wird. Die am Plott beteiligten Militärs (der Brigadegeneral der US-Armee und Leiter der Nationalen Militärkommandozentrale NMCC W. Montague Winfield, der Chef der Marine Charles Leidig, der Brigadegeneral der Air Force David F. Wherley und der Vizepräsident des Vereinigten Generalstabs Richard B. Myers) werden kurz darauf befördert.
Um 9.32 Uhr, fünf Minuten vor dem Einschlag, gibt es beim Heliport des Pentagons eine Explosion, worauf Augenzeugen Schiesspulver riechen. Eine Gruppe von Spitzenfunktionären des Pentagons verschob ihre für den Morgen des 11.9. gebuchte Flugreise. Auch der Bürgermeister von San Francisco, Willie Brown, bekam eine Warnung, am 11.9. nicht zu fliegen.

Joe Allbaugh, Chef der Federal Emergency Management Administration, liess seine National Urban Search and Rescue-Truppe unter Leitung von Tom Kennedy am Abend des 10.9. in New York einrücken. Die FEMA wurde von Nixon ohne Parlamentsbeschluss durch die Executive Order 12148 gegründet, um die Überlebensfähigkeit der USA im Falle eines Atomangriffs zu garantieren. Mit der Executive Order 12656 wurde das National Security Council zur massgebenden Befehlsinstanz erhoben. Während der folgenden Präsidenten wurden die Kompetenzen der FEMA erhöht. Dank Oliver North und General Richard Secord wurde die FEMA zur formal mächtigsten Institution der USA: sie kann Gesetze aufheben, ganze Bevölkerungsteile evakuieren, Leute ohne Haftbefehl in Konzentrationslagern internieren oder zu Zwangsarbeit einsetzen, Eigentum, Nahrungs-, Energie- und Transportmittel im In- und Ausland beschlagnahmen, die Finanzsektoren und die Löhne kontrollieren und die Verfassung suspendieren. FEMA kontrolliert die State Defense Forces, eine mit Neonazis durchsetzte Armee, die die National Guard ersetzen soll, wenn diese im Ausland im Einsatz ist. An der Westküste arbeitet die FEMA eng mit der 6. Armee zusammen. General Frank Salzedo, Chef der FEMA Civil Security Division sagte 1983, er sehe die Rolle der FEMA als "new frontier in the protection of individual and governmental leaders from assassination, and of civil and military installations from sabotage and/or attack, as well as prevention of dissident groups from gaining access to U.S. opinion, or a global audience in times of crisis."
Im April 1984 unterzeichnete Reagan mit der Presidential Director Number 54 eine "readiness exercise" (REX 84), bei der nach einem Plan von Oliver North 400'000 Immigranten aus Zentralamerika in 600 Lagern interniert werden sollten. Für den Fall von Krawallen gibt es Pläne für die Verlegung von 21 Mio. Schwarzen. Während dem Golfkrieg 1990 war die FEMA bereit, im Falle eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs des Westens die Kontrolle zu übernehmen (Operation GARDEN PLOT). Nach den Schwarzenkrawallen in Los Angeles nach dem brutalen Mord an Rodney King 1992 machte sich die FEMA zum Eingreifen bereit, sollten andere Städte betroffen werden. Die Operation TROJAN HORSE hatte zum Ziel, mögliche Opponenten gegen Kriegseinsätze oder Regierungsbeschlüsse zu identifizieren. Erst beim Hurricane Andrew fiel dem Kongress auf, dass die FEMA 13 Mal mehr Geld für geheime Operationen ausgibt als für Hilfsmassnahmen. Beispielsweise wurden für $1,3 Mia. Geheimbunker für den Fall von nichtnatürlichen Katastrophen wie Aufständen gebaut. In einem solchen Fall kann die gesamte Macht der FEMA übertragen werden (Operation CABLE SPLICER). FEMA-Chef Joe Allbaugh war in der Regierung von Oklahoma, als das Terrorattentat von 1995 das Federal Building zerstörte. Zudem arbeitete er als Stabschef von Gouverneur George W. Bush in Texas und als Wahlkampfmanager in Bushs Präsidentschaftskampagne.

Das Attentat bringt der Bush-Junta eine Reihe von politischen Vorteilen:
-Das Hochschnellen der Popularitätsrate des Präsidenten(sohnes) auf 90%
-die freie Hand für militärische und geheimdienstliche Operationen durch die vom Kongress bewilligten enormen Ausnahmeregelungen und Finanzmittel
-das Thema der gefälschten Präsidentenwahl ist vom Tisch
-Legitimation der Kriege gegen Afghanistan und den Irak

Zwei Tage vor den Attentaten liegt der Plan zum weltweiten ‚Anti-Terror-Feldzug' auf Bushs Tisch und wird nach den Anschlägen genauso umgesetzt. Rumsfeld gibt am 11.9. um 14.40 Uhr die Anweisung raus: "Beste Infos schnell. Entscheiden, ob sie gut genug sind, Saddam Hussein zu treffen. Nicht nur OBL. Werdet massiv. Fegt alles aus. Ob es damit zu tun hat oder nicht." Auch Bush interessiert sich am nächsten Tag nicht für al-Qaida, sondern nur für mögliche Spuren in den Irak.
Die Kriege gegen Afghanistan und den Irak ermöglichen, geopolitisch wichtige Stützpunkte in Richtung China und Russland zu besetzen, die Kontrolle über den Heroinhandel und die Ölquellen des kaspischen Beckens (geschätzte 200 Mia. Barrel Reserven) und im Irak zu sichern. Dies entspricht den Vorgaben des ‚Projekts für ein neues amerikanisches Jahrhundert', an denen William Kristol, Cheney, Rumsfeld, Wolfowitz, Perle, Armitage und Jeb Bush massgeblich mitgearbeitet haben (auch Elliot Abrams, Gary Bauer, William J. Bennett, Eliot A. Cohen, Midge Decter, Paula Dobriansky, Steve Forbes, Aaron Friedberg, Francis Fukuyama, Frank Gaffney, Fred C. Ikle, Donald Kagan, Zalmay Khalizad, I. Lewis Libby, Norman Podhoretz, Dan Quayle, Peter W. Rodman, Stephen P. Rosen, Henry S. Rowan, Vin Weber und George Weigel. Das Project for the New American Century strebt die militärische, wirtschaftliche, technologische und industrielle Dominanz der USA auf der Welt und im Weltraum an. Da die Absicherung des 'American Empire' sehr teuer ist, muss das amerikanische Volk auf die nach dem Sieg über die Sowjetunion mögliche Friedensdividende verzichten. Die Gruppe meinte in ihrem Report ‚Rebuilding America's Defenses. Strategy, Forces and Resources For a New Century' vom September 2000, dass es "a catastrophic and catalyzing event - like a new Pearl Harbor" brauchen würde, um das amerikanische Volk zu mobilisieren. Das Paper forderte die Absetzung Saddam Husseins, die permanente amerikanische Militärpräsenz in der Region und die bedingungslose Akzeptanz der territorialen Ansprüche der israelischen Likud-Fraktion. Deshalb sollen Syrien und der Iran destabilisiert werden.
Schon David Rockefeller stellte am United Nations Business Council in 1994 fest: "We are on the verge of global transformation. All we need is the right major crisis and the nations will accept the New World Order." Das entspricht der Aussage von Zbigniew Brzezinski, der als Sicherheitsberater Carters zu den Architekten des islamischen Terrors gehört, wonach "…it may find it more difficult to fashion a consensus [in America] on foreign policy issues, except in the circumstances of a truly massive and widely perceived direct external threat." Einige Monate vor dem 11.9. beschrieben J. Michael Waller, Mitglied des Center For Security Policy, und Paul M. Rodriguez im Artikel "Preparing For The Next Pearl Harbor Attack" im Insight Magazine einen Plan für eine Homeland Security Agency, eine Empfehlung der Hart-Rudman Kommission.

Am 8.10.02 veröffentlicht die London Telegraph, dass die IRA in den Besitz von geheimen Aufzeichnungen mehrerer Telefongespräche von Bush und dem englischen Premier Tony Blair gekommen sei. In diesen verrate Bush seine Absicht, den Irak zu erobern, und sein Vorauswissen der Anschläge vom 11. September. Irland-Korrespondenten Thomas Harding schreibt: "Die geheimen Dokumente, die in den Besitz der IRA-Spione gekommen sind, beinhalten Transkripte von Telefongesprächen zwischen Tony Blair und Präsident Bush. Dies wurde gestern von Sicherheitsquellen bestätigt. [...] Die Mitteilung, dass IRA-Mitglieder Zugang zu geheimen Informationen bekommen haben, wird in den USA wahrscheinlich Stürme von Entrüstung auslösen. David Trimble, der nordirische Premierminister und Vorsitzende der 'Ulster Unionists' kommentierte, diese republikanische Spionage sei '10 Mal schlimmer als Watergate'." Bush sagte laut den Skripts zu Blair, er habe Schwierigkeiten, den Irak-Krieg zu beginnen, weil die geheimen Nachforschungen alle ergeben hätten, dass vom Irak keine militärische Bedrohung ausgehe. In diesem Zusammenhang diskutierten Bush und Blair auch die Öl-Frage. Bush betonte, dass die saudischen Ölvorräte viel geringer seien als die irakischen. Der Irak sei jetzt für das Bush-Imperium sehr wichtig geworden, da die Bush-Firma Pennzoil einen $11-Mia.-Gerichtsfall gegen die Firma Texaco gewonnen habe. Dadurch könne nun Pennzoil das vormalige Texaco-Territorium im Irak übernehmen. Zudem befürchtete Bush, Saddam Hussein könnte als Zeuge gegen seinen Vater aussagen im Zusammenhang mit dem Giftgaseinsatz im Golfkrieg. Bestandteile des US-Giftgases stammten von der Firma American La Farge, zu dessen Haupteigentümern Vater Bush gehörte. Direktorin dieser Firma war damals Hillary Rodham Clinton. Zudem sprachen Bush und Blair auch über die Gefahr, dass sie vom Mossad erpresst werden könnten, da ihnen ein Vorwissen über die Anschläge nachgewiesen werden könnte. Tatsächlich trat Blair nur wenige Stunden nach dem WTC-Crash als erster westlicher Politiker vor die Kameras und machte Kriegspropaganda: "Der Terrorismus ist das neue Übel der Welt." Die westlichen Demokratien müssten nun zusammenstehen und "das Böse dieser Welt komplett auslöschen."

In der Rassismus-Konferenz von Südafrika im Sommer 2001 wurden die USA und Israel des Rassismus beschuldigt. Im Durban-Abschlussprotokoll wurde festgehalten: "Sklavenhandel ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit." Dies war Rückendeckung für die Forderungen, dass die USA vielen Ländern der Dritten Welt Reparationszahlungen für die Jahrhunderte lange Sklaverei leisten müssen. Die USA und Israel verliessen die Konferenz aus "Protest" gegen diese angeblich antisemitischen Tendenzen. Der ‚islamische' Anschlag bringt die USA in die Opferrolle, und niemand spricht mehr von den Entschädigungsforderungen.

Verblüffenderweise wird der angebliche Attentatsversuch auf Präsident George W. Bush am Morgen des 11.9. nicht bekannt, denn die sensationelle Meldung erscheint nur in der Lokalpresse: Nachdem die Bewacher des Präsidenten noch in der Nacht eine Attentatsdrohung erhalten haben, versuchte eine Gruppe von vier "Männern nahöstlicher Herkunft" im Morgengrauen, sich Zutritt zum Hotel Colony Beach & Tennis Resort zu verschaffen. Sie erschienen in einem Kleinbus am Einfahrtstor und erklärten, sie hätten mit dem Präsidenten einen Pressetermin am Pool nach dessen Jogging-Tour. Diese Finte erinnert stark an die Ermordung von Ahmed Schah Massud zwei Tage zuvor, die Osama Bin Laden zugeschrieben wird. Da der Termin nicht bestätigt werden konnte, wurden sie von Beamten des Secret Service weg gewiesen. Der Secret Service verhaftet am Nachmittag vier Sudanesen in Sarasota und befragt sie während 10 Stunden. Zwei der Zeugen verlassen nach dem Vorfall die Stadt. Die Terrorpiloten Atta und al-Shehhi sollen am 7.9. im benachbarten Holiday Inn auf Longboat Key gewesen sein, als die Nachricht verbreitet wurde, Bush übernachte in Sarasota, um am 11.9. eine Schule zu besuchen.

Am Morgen des 11.9. reicht der Sohn des chilenischen Oberbefehlshabers René Schneider, der in einem von Henry Kissinger geleiteten CIA-Attentat am 22.10.70 umgebracht wurde, Klage gegen Kissinger wegen Kriegsverbrechen ein, aber die Meldung wird überschattet durch die Ereignisse dieses Tages.

Um 9 Uhr beginnt im Ritz-Carlton in New York die Aktionärsversammlung von Carlyle, an der der Bruder von Osama, Shafig Bin Laden, dabei ist. 1998 traf sich George Bush sen. bei seinem Besuch in Saudi-Arabien im Auftrag der Carlyle mit Vertretern der Bin Laden-Familie. George Bush, Fred Malek (Nixons Listenschreiber über jüdische Mitarbeiter und Bushs Kampagnenleiter), der saudische Botschafter Prinz Bandar, George Soros und die Bin Laden-Familie gehören zu den Investoren von Carlyle, die bedeutende Aktienpakete der amerikanischen Rüstungs- und Energieindustrie kontrolliert, welche nach dem Attentat florieren. Im Verwaltungsrat sitzen u.a. John Sununu, seinerzeit Berater von George Bush, der ehemalige Aussenminister James Baker und Richard Dinerman. Bush sen. kassiert für seine PR-Auftritte bis zu $100'000 von Carlyle, die 1988 gegründet wurde und heute mit $16 Mia. Kapitalvolumen einer der grössten Vermögensverwalter ist. Carlyle hält Beteiligungen an über 160 Firmen mit 70'000 Mitarbeitern und vereint 450 Banken und Rentenfonds. CEO ist der ehemalige Finanzchef der Weltbank, Afsaneh Beschloss. Chef von Carlyle Europe ist John Major, konservativer Premier in England anfangs der 90er Jahre. Unter Verwaltungspräsident Frank Carlucci, Studienfreund von Donald Rumsfeld, stellvertretender CIA-Direktor von 1978-81 und Verteidigungsminister unter Reagan, stieg die Rendite auf 34%. Zwei Drittel der Investitionen bilden Rüstungs- und Telekomfirmen wie etwa die United Defense Industries in Virginia, die Carlyle 1997 kaufte. Im September 2001 unterzeichnet die Firma einen Vertrag mit dem Pentagon über $12 Mia. zur Entwicklung des Crusader-Programms, obwohl das Artilleriesystem drei Jahre zuvor als unbrauchbar abgelehnt worden war. Die UDI produziert auch die Bradley-Panzer, die an der Grenze zum Irak stehen, und Raketen, mit denen die Kriegsschiffe im Persischen Golf ausgerüstet sind. Die Saudis greifen auf Carlyle zurück, um das Telefonsystem zu privatisieren. Carlucci und James Baker flogen mehrmals zum Hauptquartier der Bin Ladens in Djeddah. Die Bin Laden Group setzt mit 40'000 Mitarbeitern $5 Mia. um, und geschäftet mit General Electric, Motorola, Tellabs, Picture Corps oder Iridium. Carlucci investierte zusammen mit Bin Laden in die kanadische Nortel Networks Company. Seine Frau Marsha war bei einer Wirtschaftsprüfungsfirma beauftragt, die Finanzierungen der CIA über Carlyle zu vertuschen. Carlyle ist eine eigentliche Mafia, ein geheim operierendes finanzielles Netzwerk der amerikanischen und saudischen Machtzentren.

George Bush benutzte, wenn er die Bin Ladens in Djeddah wie letztmals im Januar 2000 besuchte, die Privatmaschine der Bin Laden-Familie. Den grössten Militärauftrag, den die US-Army mit $200 Mia. je im Ausland vergab, erteilte Bush sen. im Zuge des Golfkriegs für die Errichtung und Ausstattung der US-Militärbasen in Saudi-Arabien. Die Bin Laden-Gruppe, die auch den Flughafen von Houston besitzt, führte einen Teil dieses Grossauftrags aus. Bush sen. selbst ist Verwaltungsrat der Carlyle-Tochtergesellschaft Caterair, die eng mit der Skandalbank BCCI verhängt war. Die Bank of Credit and Commerce International war mit den amerikanischen und pakistanischen Geheimdiensten eng verflochten und zählte den palästinensischen Terroristen Abu Nidal, die afghanischen Rebellen und Osama Bin Ladens Vater zu ihren Kunden. Multimilliardär Chalid Salim Bin Mahfouz, dem 20% der BCCI gehörte, leitet die grösste saudische Bank, die National Commercial Bank of Saudi Arabia, und ist Präsident der Saudi-Sudan Bank in Khartum. Er pflegt enge Beziehungen zum saudischen Hof und ist Geschäftspartner der Familie Bin Laden in Banken-, Kommunikations-, und Ölgeschäften und beim US-Pharmakonzern Hybridon. Nachdem George Bush 1976 CIA-Direktor wurde, kamen Mahfouz und Salem Bin Laden nach Houston und investierten in amerikanische Firmen wie der Arbusto ($50'000) von George W. Bush. Gleichzeitig begann Osama Bin Laden für die CIA zu arbeiten. Die Familien von Mahfouz und Bin Laden sind Geschäftspartner des saudischen Financiers und BCCI-Frontmannes Gaith Pharaon, der Mitte der 80er Jahre in den geplatzten Verkaufsversuch von Atomwaffen nach Libyen verwickelt war. Mahfouz und Pharaon waren beide über ihren Partner Abdullah Taha Bakhsh mit der Öl-Firma Harken verhängt, die als Front für Schmiergelder an Bush diente und heute vor allem in Kolumbien tätig ist. Bushs Militärfreund James R. Bath arbeitete als Finanzmanager für Salem Bin Laden, der 1977 $50'000 in George W. Bushs Ölfirma Arbusto investierte, um sie vor dem Ruin zu retten. Der älteste Bruder von Osama Bin Laden war aber auch Waffenhändler und starb 1988 in Texas bei einem Flugzeugabsturz. Zwei Jahre zuvor war bereits ein Attentatsversuch gescheitert. Ebenfalls 1988 starb auch der Iran-Contra-Zeuge und israelische Antiterror-Koordinator Amiram Nir in einem Flugzeugabsturz über Mexiko. Er hätte ebenfalls gegen Bushs Rolle im Skandal aussagen können.

Seit dem zweiten Weltkrieg kauften die Saudis amerikanische Waffen für rund $100 Mia. und zahlten grosse Summen an die amerikanischen Wahlen. Bei den Einkäufen erhielten die Saudis in der Regel eine Provision von 5%, die unter den 8000 Prinzen verteilt wurde. Zudem verpflichteten die Amerikaner die Saudis, einen Teil der Petrodollars auch in Form von Anleihen wieder in den USA zu investieren. Und sie zahlen zwischen $80 - 100 Mio. pro Jahr für den Unterhalt der in Saudi-Arabien stationierten US-Soldaten. Im August 2001 kam es zwischen dem saudischen Kronprinz Adbullah und Bush zu einer Krise wegen der vorbehaltlosen Unterstützung von Scharons Politik. Der saudische Botschafter und Bush-Freund Prinz Bandar erhielt am 25.8. den Befehl aus Ryad, die diplomatischen Kontakte abzubrechen, worauf die Bush-Regierung Zugeständnisse wegen den Palästinensern macht.
Prinz Bandar bin Sultan bin Abdul Aziz ist die Schnittstelle der saudisch-amerikanischen Kooperation, die sich von der Unterstützung der Mudjahedin in Afghanistan und der Contras in Nicaragua bis zu den saudischen Drogenkurieren um Atta in den USA erstreckt. Bandar ist bekannt für sein Luxusleben: er liebt Cognac und dicke Zigarren, gibt rauschende Parties, besitzt einen eigenen Airbus und eine Villa mit 6000 Quadratmetern Wohnfläche. Am 13.9. rauchen Bandar und Bush Zigarren auf dem Balkon des Weissen Hauses, nachdem Bandar die Ausreise der saudischen Elite aus den USA mit Privatjets organisiert hat, obwohl alle Flüge in den USA seit 48 Stunden verboten sind. 24 Mitglieder der Bin Laden-Familie (darunter Osamas Schwester) und weitere 118 vorwiegend aus Saudi-Arabien stammende Passagiere können unbehelligt ausreisen (darunter al-Qaida Militärchef Abu Zubaidah und Abdullah Bin Laden, dessen World Assembly of Muslim Youth seit 1996 auf der Liste der Terrorverdächtigen steht, aber vom FBI nicht untersucht werden durfte). Ende Oktober 2001 werden die Geschäftsbeziehungen der Bin Laden-Familie und Carlyle angeblich aufgelöst. Bush und Adbullah bereinigen vordergründig die Differenzen am 25.4.02. Aber bereits am 26.8.02 sabotiert Richard Perle eine Verständigung mit einer der Presse zugespielten Äusserung von Laurent Muraweic aus dem Rand-Institute, wonach Saudi-Arabien der Hort des Terrorismus sei. Im Mai 2007 gerät Bandar, der nun den saudischen Sicherheitsrat und damit die ‚Terrorabwehr' leitet, in die Presse, weil bekannt wird, dass ihm der britische Rüstungskonzern BAE mit Billigung des britischen Verteidigungsministeriums über die Bank Riggs rund £1 Mia. Schmiergelder gezahlt hatte.

Robert Mueller, der von George W. Bush eine Woche vor dem 11.9.01 zum FBI-Direktor ernannt wurde, hatte zum Team gehört, das die fragwürdige Untersuchung des Justizdepartements über die BCCI durchführte. Zusammen mit Staatsanwalt Robert Morgenthau und Michael Cherkasky war Mueller an der Abwälzung der Schuld des damaligen Vizepräsidenten Bush auf Clark Clifford und Robert Altman beteiligt.
Über geheime Konten bei der BCCI finanzierte die CIA in den 80er Jahren ihre verdeckten Operationen in Nicaragua, Angola, Iran und Afghanistan. Nach dem Zusammenbruch der BCCI, die in über 70 Ländern weltweit Geldwäsche für Drogen-, Waffen- und Terrordeals betrieb, akzeptierte Mahfouz eine Busse über $225 Mio. Über das BCCI-Netzwerk wurde der islamistische Djihad, die "Iran-Contra"-Kokain- und Waffendeals sowie die Ölgeschäfte Bushs abgewickelt. Davon profitiert haben Republikaner und Demokraten. So hatte etwa der Gründer der BCCI, Hassan Agha Abedi, enge Kontakte zu William Casey und befreundete sich mit Jimmy Carter.

Die Familie von Mahfouz sitzt in der Muwafaq-Stiftung, die laut dem Wall Street Journal zusammen mit dem saudischen Financier Yassin al-Qadi (Yassim Kadi) die al-Qaida finanziert. Die beiden FBI-Ermittler Robert Wright und John Vincent untersuchten die Finanzierung der Botschaftsanschläge in Afrika 1998 durch al-Qadi und wurden von ihrem Vorgesetzten gestoppt mit der Begründung, man solle keine schlafenden Hunde wecken. Al-Qadis US-Konten werden im Oktober 2001 eingefroren, ohne dass die Geschäfte seiner p-tech eingeschränkt werden, denn die Softwarefirma arbeitet für das FBI, die Air Force, die zivile Flugaufsicht FAA und die NASA. Als Indira Singh, die für J.P.Morgan Chase eine Software zur Spurensuche von Geldwäsche entwickelte und auf diese Connections stiess, erstattete sie ihrem Boss Meldung. Der leitete sie weiter an den General Auditor des Bankhauses, der ihr empfahl, "ihre Zeit bei J.P.Morgan zu geniessen und den Mund zu halten." Daraufhin informierte sie das Bostoner FBI, das dann nach einem halben Jahr verkündete, dass das Unternehmen p-tech keinerlei Zugang zu sicherheitsrelevanten Daten seiner Klienten habe. Sie verstand die Welt nicht mehr, bis einer der FBI-Leute ihr privat gestand: "Saudis haben einen Freipass für 9/11." Yassin al-Qadi liess die Twin Towers von Tirana bauen, ist wegen Geldwäsche angeklagt und offensichtlich in das albanische Terror- und Drogenbusiness (das ‚Balkan-Medellin') verstrickt, das jährlich $400 Mia. umsetzt. Al-Qadi rühmt sich herzlicher Beziehungen zu Vizepräsident Dick Cheney. Mahfouz und al-Qadi mit ihrer p-tech sind offenbar die Nachfolger des Drogen-Waffen-Geldwaschnetzes BCCI. Ende 2007 geben die Schweizer Behörden die Ermittlungen gegen al-Qadi wegen Terrorfinanzierung nach sechs Jahren erfolglos auf.

Am 23.7.01 hatte der 70-jährige Immobilienspekulant Larry Silverstein dank seinem australisch-israelischen Partner Frank Lowy die Twin Towers mit einem 99-Jahres-Pachtvertrag für $14 Mio. erworben. Dabei waren die Türme aufgrund des enormen Unterhaltsbedarfs defizitär, und die notwendige Renovation der Asbestverkleidungen hätte Milliarden gekostet. Nicht nur das Asbest, sondern auch Dioxine und Quecksilber wurden bei der Zerstörung freigesetzt und verursachen Krebs. Trotz der Vergiftung New Yorks erklärt die Gesundheitsbehörde am 14.9. auf Befehl der Regierung, Manhattan sei sicher. Lowy ist ein Freund von Lewis Eisenberg, des Vorsitzenden der Hafenbehörde von New York, jener staatlichen Institution, der das WTC vor dem Deal gehörte (ursprünglich war das WTO ein Projekt von David Rockefeller). Silverstein schloss Versicherungspolicen über $3,2 Mia. ab, wobei der Versicherungsschutz erstmals auch Terroranschläge abdeckte. Im September 2002 erinnert sich Silverstein, dass die Feuerwehr ihn informiert habe, dass es im WTC 7 brenne. Daraufhin habe er gesagt: "Vielleicht ist es am besten, wenn wir es sprengen ("to pull it"). Und so haben sie entschieden, es zu sprengen, und wir schauten zu, wie das Gebäude runterkam." Später behauptete er, er habe mit "to pull it" gemeint, dass man "die Feuerwehrleute evakuieren" müsse. Silverstein, der sich vertraglich das Recht gesichert hatte, im Falle einer Zerstörung des WTC das Gelände wieder bebauen zu dürfen, will so schnell wie möglich vier oder fünf neue Türme mit 50 bis 60 Etagen und einer Bürofläche von 200'000 m2 hinstellen. Silverstein verlangte $7 Mia. Entschädigung von den Versicherungen, da es sich um zwei Anschläge gehandelt habe, und erhält $8 Mia. Das Gebäude Nr. 7 gehört Silverstein schon seit 1987, was auf seine Geheimdienstbeziehungen hinweist. Es wird bis Anfang 2008 für $700 Mio. als erstes wieder aufgebaut, und wieder ist es gesichert wie ein Bunker. Im August 2010 genehmigt die Hafenbehörde $1,6 Mia. an öffentlichen Fördergeldern für Silverstein, um wieder zwei Türme (mit 64 und 71 Stockerken) zu bauen, wobei ihm weitere $600 Mio. in Aussicht gestellt werden, wenn sich weitere Investoren mir $300 Mio. beteiligen.

Die angeblichen Attentäter   top

Noch am 11.9. berichtet die Generalbundesanwaltschaft in Washington, dreimal 5 und einmal 4 muslimische Entführer seien identifiziert worden. Die Namen der 19 mutmasslichen Kamikazeflieger, von denen 15 aus Saudi-Arabien stammen sollen, befinden sich nicht auf den ersten veröffentlichten Passagierlisten, die CNN noch am Tag der Anschläge im Internet veröffentlicht, sondern werden erst nachträglich draufgesetzt. In nur 48 Stunden veröffentlichen die Medien die Liste der Attentäter mit Passbildern. Aber es stellt sich heraus, dass zehn der 19 Attentäter noch am Leben sind. Einige melden sich bei den Behörden und protestieren gegen ihre Namensverwendung. Die saudischen Behörden beschweren sich, dass die US-Behörden keine Unterlagen zur Überprüfung der Personalien liefern.

AA 11: Einschlag 8.45 WTC Nordturm

" Abdulaziz al-Omari, 1979, Saudi, studierte 1993-2000 in Denver und verlor 1995 seinen Pass, lebt in Riad und arbeitet bei der saudischen Telefongesellschaft, protestiert gegen die Verwendung seines Namens und Bildes: das Foto stimmt, im Gegensatz zum Geburtsdatum (24.12.72). Seine Name wurde zuerst als Abdulrahman al-Omari angegeben. Dieser lebt als Pilot der Saudi Air in Jidda;
" Mohamed Atta, 1968, Ägypter, telefoniert am 14.9. zu letzten Mal mit seinem Vater;
" Satam al-Suqami, 1976, VAE oder Saudi;
" Walid M. al-Shehri, 1978, Saudi, hatte Flugunterricht in Dayton Beach, ist zum Zeitpunkt des Attentats zur Weiterbildung in Marokko als Pilot der Saudi Air, lebt in Casablanca;
" Wail al-Shehri, 1973, Saudi, Pilot, vom saudischen Botschafter als lebend bestätigt;

UA 175: Einschlag 9.03 WTC Südturm

" Marwan al-Shehhi, 1978, VAE;
" Fayez Ahmed, 1977, Saudi;
" Ahmed al-Ghamdi, 1979,Saudi, arbeitet immer noch bei der Saudi Air;
" Hamza al-Ghamdi, 1980, Saudi;
" Mohald al-Sheheri, 1979, Saudi, protestiert gegen die Verwendung seines Namens;

AA 77:

" Hani Hanjour, 1972, Saudi;
" Khalid al-Mihdhar, 1975, Saudi, lebt laut arabischen Zeitungen in Mekka, stand seit Jahren auf der US-Terrorist Watch List;
" Majed Moqed, 1977, Saudi;
" Nawaf al-Hamsin, 1981, Saudi;
" Salem al-Hazmi, 1976, Saudi, in Janbo, protestiert gegen die Verwendung seines Namens, war noch nie in den USA;

UA 93:

" Ziad Jarrahi, 1975, Libanon;
" Said al-Ghamdi, 1979, Saudi, lebt als Pilot in Tunesien, protestiert gegen die Verwendung seines Namens;
" Ahmed al-Haznawi, 1980, Saudi, al-Jazeera sendet eine Aufnahme, das ihn vor einem Bild des brennenden WTC zeigt;
" Ahmed al-Nami, 1977, Saudi, Verwaltungsangestellter bei Saudi Air in Riad;

Die beste Erklärung für den Widerspruch der lebenden Selbstmordattentäter gibt Verteidigungsminister Donald Rumsfeld: "Kann sein, dass die der Welt immer noch vorspielen wollen, dass sie leben, und das, obwohl das nicht der Fall ist." Am Leben ist auch der Flugzeugentführer Adnan Bukhari, der aber bereits am 14.9.01 von der Liste der Attentäter gestrichen wird. Er hatte eine Pilotenschule in Vero Beach, Florida, und 1991 und 1998 die FAA-Akademie in Oklahoma besucht, wie der FAA-Angestellte James P. Hopkins herausfand. Als der ehemalige DIA-Agent dies entgegen den Anweisungen seines Chefs dem FBI meldet, wird er am selben Tag fristlos entlassen, obwohl Bukhari bereits vom FBI vernommen wird. Bukharis Bruder Ameer, der ebenfalls als Attentäter identifiziert worden war, ist am 20.9.00 bei einem Absturz mit einer Kleinmaschine in Florida ums Leben gekommen. Die anderen lebenden Toten bleiben jedoch auf der Liste.

Schnell wird bekannt, dass die ‚Entführer' an amerikanischen Flugschulen fliegen gelernt hätten. Allerdings sagen die Fluglehrer aus, dass die meisten Terrorpiloten technisch und sprachlich inkompetent fürs Fliegen waren. Experten gehen davon aus, dass nur hochtrainierte Jetpiloten die Manöver von UA 175 und AA 77 fliegen können. Die Presse verkündet, der mutmassliche 20. Attentäter Zacarias Moussaoui sei aufgrund von Hinweisen einer Flugschule verhaftet worden, weil er zwar fliegen, aber das Landen nicht lernen wollte. Der Verkehrsminister Norman Mineta muss diese Desinformation bei den Senatshearing zurücknehmen. Moussaoui wird zum Schlüssel der Beweisführung, dass die arabischen Terroristen zu al-Qaida gehören sollen. Obwohl Moussaoui im Prozess eine Kehrtwendung vollzieht und nun behauptet, er sei als Attentäter mithilfe eines fünften Flugzeuges bereitgestanden, wird er im Frühling 2006 nicht zum Tod, sondern nur zu lebenslänglich verurteilt. Der im März 2003 in Pakistan verhaftete angebliche Chefplaner Khalid Sheikh Mohammed soll ausgesagt haben, dass Moussaoui von der Flugzeugentführung nichts gewusst habe. Im September 2002 wurde nämlich Ramzi Bin al-Shibh verhaftet und als geplanter 20. Attentäter dargestellt, weil er viermal vergeblich ein Visum für die USA beantragte und bereits an einer Flugschule angemeldet war.

Fünf der verdächtigen 9/11-Hijacker hatten als Wohnorte auf ihren Visa-Anträgen US-Militäreinrichtungen angegeben, was das Pentagon nach anfänglichem Leugnen zugeben muss: Die drei al-Ghamdi und Achmed al-Nami haben auf der Pensacola Naval Air Station, Florida, an Programmen für ausländische Offiziere teilgenommen und wohnen dort, wie auch Ambarak S. al-Ghamdi. Dieser kommt am 8.5.02 bei einem Testflug in einem T-39 Sabreliner, der mit einem zweiten Flugzeug 40 Meilen südlich von Pensacola Beach kollidiert, ums Leben. In der Maschine, die keine Notrufsignale sendet, befinden sich zwei Raytheon-Mitarbeiter. Said al-Ghamdi ist zudem Absolvent des Defensive Language Institute am Luftwaffenstützpunkt Lackland in San Antonio. Abdulaziz al-Omari war an der Aerospace Medical School am Luftwaffenstützpunkt Brooks, ebenfalls in San Antonio. Mohamed Atta hat an der International Officer's School an der Maxwell Air Force Base in Montgomery, Alabama, studiert, wo er am Offiziersball teilnahm. Am Tag nach den Anschlägen verschwinden die vielen saudischen Studenten aus Montgomery.
Said al-Ghamdi und Marwan al-Shehhi mieteten eine Wohnung bei Gloria Irish, der Frau des Sun-Herausgebers Michael Irish. Das erste Opfer der Anthrax-Briefe ist Bob Stevens, der Foto-Redaktor bei Sun. St. Petersburg Times schreibt am 15.10.01: "Mike Irish, who, records show, is a licensed airplane pilot, several years ago was a member of the Civil Air Patrol based at a small-plane airport in Lantana, just north of Delray Beach, an official there told the Washington Post. One of the hijackers, Atta, reportedly rented a plane at that airport to practice flying for three days in August. Stevens, the Sun photo editor who died of anthrax Oct. 5, also lives in Lantana. But there is no indication whether Irish or Stevens ever crossed paths with Atta." Da die Civil Air Patrol mit der CIA verlinkt ist, ist dies wahrscheinlich.

Schon bald gilt der 33jährige Ägypter Mohamed Atta als Anführer der Selbstmordgruppe. Von einem damals 33jährigen Mohammed oder Mahmoud Atta wird angenommen, dass er 1986 einen Bombenanschlag auf einen Bus in Israel verübte, bei dem der Fahrer ums Leben kam. Auch wenn das Alter die Identität ausschliesst, muss er auf den Fahndungslisten von CIA und FBI stehen und hätte verhaftet werden müssen, als er am 26.4.01 bei einer Strassenkontrolle ohne Fahrausweis erwischt wurde. Atta studierte von 1992 bis 1999 an der TU Hamburg Harburg Städtebau, wobei er während mindestens vier Jahren Stipendien vom deutsch-amerikanischen Förderprogramm (über die Carl-Diusberg-Gesellschaft) bekam. Die CIA hatte Attas Kollegen Mamoun Darkazanli, Haydar Zammar, Mahmud Salim, Mounir al-Motassadeq und Ramzi Bin al-Shibh monatelang in Deutschland überwacht und verhört, ohne die deutschen Dienststellen zu informieren. Darkazanli wollte die CIA 1999 anwerben. Bin al-Shibh setzt sich nach dem 11.9. nach Pakistan ab, wo er festgenommen wird. Aber die USA lehnen eine Vernehmung von Bin al-Shibh ab und weigern sich wegen ‚nationaler Sicherheitsinteressen', den angeblichen Chefplaner im Prozess gegen Mounir al-Motassadeq in Hamburg aussagen zu lassen, weshalb dieser freigesprochen werden muss. Offenbar waren also zumindest einige dieser ‚al-Qaida-Terroristen' CIA-Agenten, die vermutlich vom Syrier Mohammed Haydar Zammar geleitet wurden. Aber der deutsche Generalbundesanwalt Kay Nehm spielt das al-Qaida-Game der Amerikaner mit. Im Januar 2007 wird al-Motassadeq wegen Beihilfe zum Mord in 246 Fällen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zur Höchststrafe von 15 Jahren Gefängnis verurteilt.
Atta kam laut FBI am 3.6.00 in die USA und meldete sich Anfang Juli zusammen mit Marwan al-Shehhi bei der Airman Flight School in Oklahoma, wo schon Bin Ladens persönlicher Pilot Ihab Ali in den frühen 90er Jahren und später Zaccarias Moussaoui drei Monate lang trainierte. Die beiden absolvierten dann aber bis Weihnachten eine Flugausbildung bei Huffman Aviation in Venice. Zuerst lebten sie eine Woche beim Mitarbeiter Charlie Voss, danach mieteten sie von Juli bis Dezember ein Häuschen im nahegelegenen Nokomis. Das FBI unterschlägt in seinem Bericht, dass Atta mit seinen Kollegen zwischendurch in Sarasota an der Jones Aviation trainierte und danach in North Port zwei Monate lang in einer Villa lebte, die $2100 pro Woche kostete. Dort nahm er erneut Flugunterricht bei Professional Aviation am Flughafen von Charlotte County. Besitzer ist David Byers, der Ende Februar plötzlich Konkurs ging, wobei die meist tunesischen Flugschüler ihre im Voraus bezahlten Kursgebühren, insgesamt $170'000, verloren.
Nach dem 11.9. beschlagnahmt das FBI die Unterlagen von Professional Aviation und verhaftet drei der Tunesier. In den 80er Jahren operierten in Charlotte County die Hondu Carib Airline des Drogenschmugglers Frank Moss und des CIA-Piloten Barry Seal, der auch den Flughafen in Venice für seine Drogentransporte benützte. Der Polizei von Charlotte County wurden von 1996-99 23 Helikopter geklaut, ohne dass die mutmasslichen Täter Jamie Hill und Dietrich Reinhardt hätten belangt werden können. Reinhardt hatte mit Seal beim Kokainschmuggel in Mena zu tun und seine CIA-Tarngesellschaft Caribe Air hat einen Wartungsvertrag mit Dekkers Huffmann Aviation. Reinhardts St.Lucia Airways, ebenfalls eine CIA-Front, lieferte 1985 und 1986 Hawk- und TOW-Raketen in den Iran und Waffen an die UNITA-Rebellen in Zaire. Bei der Firma Eastern Avionics von Jim Kantor in Charlotte County bestellte Atta ein Headset und gab deshalb seine e-Mail-Adresse an. Kantor berichtet von Attas fundamentalistischen e-mails, die er verschickte. Seine Mail-Adressen umfassen aber auch Leute, die für Rüstungsfirmen wie die Virtual Prototypes arbeiten.
Der angeblich streng religiöse Atta kam danach zum dritten Mal zu Huffmann Aviation zurück bis Anfang September 2001. Für zwei Monate lebte er in den "Sandpiper"-Appartements gegenüber dem Flugplatz von Venice zusammen mit seiner Freundin Amanda Keller, die als Dessous-Modell, Call-Girl und Gelegenheits-Stripperin in einem nahegelegenen Club jobbte. Atta war ein Partylöwe und Transvestiten-Bars so wenig abgeneigt wie Alkohol, schob den Stripperinnen $20-Noten unter den Tanga, hörte "Beasty Boys" und konsumierte regelmässig Marihuana und Kokain. Bei einer dreitätigen Zech- und Kokstour mit Amanda nach Key West, wo er sich sehr gut auskannte, handelte er mit Kokain. Sein Lieblingsauto war der Pontiac Grand Am, den er regelmässig mietete. Er legte grossen Wert auf perfekte Kleidung, trug viel Schmuck und immer ein dickes Bündel Bargeld auf sich. Mohamed bezahlte ihre Kleider und die Kaution, nachdem Amanda ihren Exfreund wegen Belästigung angezeigt hatte und daraufhin wegen ungedeckter Schecks selbst verhaftet worden war. Atta schlug seine Freundin, weshalb diese ihn nach dem dritten Mal rauswarf. Amandas Kätzchen wurde daraufhin zerstückelt, wobei es nicht sicher ist, ob er oder ein Doppelgänger dies getan hat.
Atta hatte mehrere europäische Freunde, die alle Piloten waren: Wolfgang Böhringer, der im Frühjahr 2002 in Naples eine Flugschule ohne Bewilligung eröffnet. Stephan Verhaaren sass in Deutschland acht Monate im Gefängnis und kam auf Bewährung frei. Er kauft sich in Böhringers Flugschule ein. Boehringer will 2006 auf Fanning Island, einer Insel im Südpazifik ohne Telefon und Flughafen, eine "Flugschule" eröffnen. Nachdem er sich bei den Einheimischen gebrüstet hat, mit Mohamed Atta bekannt gewesen zu sein, sieben Reisepässe und eine grosse Kiste voller Bargeld zu besitzen, informieren diese das FBI. Boehringer verlässt die Insel mit seiner Yacht fluchtartig und wird zwei Wochen später gestellt und wieder freigelassen, nachdem er bekundet haben soll, für die CIA zu arbeiten. Der Schweizer François Nicolai ist Cheffluglehrer bei Huffman, obwohl ihm die Papiere fehlen. Weitere Freunde sind Timothy Hupfeld und seine Schwester Sabrina, und vermutlich der Immobilienmakler Jürgen Kurgus. Atta spricht fliessend Deutsch, Hebräisch, Arabisch, Englisch und Französisch und hat bereits Pilotenscheine aus sechs Ländern. Da er von verschiedenen Personen ganz unterschiedlich eingeschätzt wird (als gläubiger Muslim und als Saufbruder, als Frauenhasser wie auch als Transvestiten- und Stripbarbesucher, als zurückhaltend ebenso wie als impertinent) und da er gleichzeitig an verschiedenen Orten gewesen sein soll (am selben Tag auf Longboat Key und in Fort Lauderdale, am 7.9.01 im Shukkums Restaurant in Hollywood, Florida, und in Baltimore, am 9.9. in Pompano Beach, Florida, und in Boston), ist anzunehmen, dass ein Doppelgänger eine fundamentalistische und gewalttätige Spur aufbaute. Dafür sprechen auch die Identifikationsschwierigkeiten von Vonnie und Tony LaConca, die Vermieter in North Port. Laut dem Vater lehnte Atta den Bombenanschlag Bin Ladens auf die ägyptische Botschaft in Pakistan ab. Dass er und al-Shehhi das Mietauto zurückbrachten und bezahlten, deutet nicht auf ein geplantes Selbstmordattentat hin.

Huffman Aviation, wo Atta trainierte und am 21.12.00 eine Lizenz für das Steuern mehrmotoriger Maschinen erhielt, war keine normale Flugschule. Atta und sein Gehilfe al-Shehhi zahlten mit je $28'000 viel mehr als an anderen Schulen. Die Flugschule gehörte nicht wie angegeben dem Holländer Rudi Dekkers, der sich bei seinen unzähligen Fernsehauftritten in vielen Details über seine Begegnung mit Atta & Co. ständig widerspricht - von Beschreibungen ihrer alltäglichen Kleidung über Auskünfte ihrer Herkunft bis hin zur Beurteilung ihrer Flugfähigkeiten. Diese Differenzen kommen daher, dass FBI-Agenten ihm sagen, was er der Presse erzählen soll. Dekkers betreibt in Naples eine zweite Flugfirma, die Charterfluggesellschaft Ambassador Airways, für die er ebenfalls keine Geschäftsberichte schreibt. Die Sekretärin Summer Jeffries wird später wegen Heroinhandels angeklagt. In den Tagen vor den Anschlägen verlassen vier Flugschüler fluchtartig Naples: die Familie von Mohammed al-Masti, dessen Sohn Flugunterricht bei Ambassador Airways nahm, Kamran Houssain, Ahmad Badri und Marwan Mohammed Shemisa. Shemisa, dessen Vater in Rom für die Vereinten Nationen arbeitet, geht nach Boston, von wo aus die Attentatsflugzeuge auf das WTC starten. Das FBI gibt Dekkers die beschlagnahmten Akten von Ambassador Airways, die pro Monat $40'000 Verluste schreibt, nicht zurück. Dekkers hat verschiedentlich Vorschriften der FAA verletzt, indem er beispielsweise Flugstundenzähler manipulieren liess, ohne dass diese einschreitet. Er ist in den Niederlanden wegen Drogen-, Schmuggel- und Betrugsgeschäften mehrfach vorbestraft und steht wegen sexueller Belästigung und Betrug unter Anklage. Manchmal war er so blank, das er das Flugbenzin nicht bezahlen kann, in seltenen Fällen konnte er jedoch $2 Mio. bar auf den Tisch legen. In den Wochen vor den Anschlägen verbesserte sich seine finanzielle Situation merklich. Dekkers arbeitet mit Arne Kruithof, ebenfalls Holländer und Besitzer des Florida Flight Training Center in Venice, und Pascal Schreier zusammen, der in Hamburg Flugschüler rekrutierte - wo Mohammed Atta und andere der Attentäter gelebt hatten. Bei Kruithof trainierten Zaccarias Moussaoui, Ramzi Bin al-Shibh und Ziad Jarrahi. Kruithof betrieb mit dem in München lebenden Schreier die Aviation Aspirations, die ein Mentorenprogramm anbot. Schreier betrieb ausserdem die Firma Florida Sunrise Aviation, bei der Rudi Dekkers angestellt war. Schreiers Ehefrau Sandra K. Hamouda übernahm die Flugschule Professional Aviation in Punta Gorda, die im Februar 2001 unter Byers Pleite ging. Osamas in Genf lebender Halbbruder Yeslam Bin Laden besitzt die Avcon Air Charter und schickte ebenfalls Piloten zu Huffman in die Ausbildung. Die Avcon Business Jets gehört der Saudi Investment Company, die als Gelddrehscheibe der Bin Laden-Familie funktioniert.

Eigentlicher Besitzer von Huffman Aviation, an der in zwei Jahren 800 ausländische Piloten ausgebildet worden sein sollen, ist der zwielichtige holländische Versicherungsmagnat und Mormonenbischof Wallace J. Hilliard. Dekkers und Hilliard geniessen bei der DEA und Polizei in Venice Immunität. Der 70jährige Hilliard, der an Narkolepsie leidet und ein Freund von Clinton ist, betreibt noch weitere Luftfahrtunternehmen in Florida wie die Plane 1 Leasing, die trotz permanenter Defizite in Millionenhöhe fröhlich wirtschaften können - darunter auch American Jet Charters LLC, deren Maschinen nach Aussage eines ehemaligen Angestellten "völlig unkontrolliert" in der Welt herumfliegen. Drei Wochen nach dem Beginnvon Attas und al-Shehhis Flugunterricht entdeckte die DEA am 25.7.00 43 Pfund Heroin an Bord eines Lear-Jets in Orlando, nachdem der Kolumbianer Nassar Darwich geschnappt und umgedreht wurde. Der Pilot Diego Levine-Texar, Chefpilot der Air Force One von Venezuela, wurde nicht verhaftet. Kopilot war Mike Brassington, DEA-Agent im Nebenberuf. An Bord befanden sich Edgar Valles-Diaz und Neyra Rivas, die das Heroin in Turnschuhen versteckt hatten. Laut dem Protokoll buchten die beiden 30 Flüge in 9 Monaten. Mitinhaber von American Jet Charters LLC sind Levine-Texar und Mark Shubin, ein Russe, der für den KGB und die CIA arbeitete und Pilot bei der israelischen Luftwaffe war. Der Lear-Jet, mit dem bereits Barry Seal und Gary Levitz Drogen schmuggelten und den Hilliard von World Inc. abkaufte, wurde von der DEA beschlagnahmt. World Inc. gehört den Brüdern Don und Bill Whittington, den grössten Drogenhändlern in Fort Lauderdale. Shubins Firma Sky Bus Inc., die drei der vier Flugzeuge von Plane 1 Leasing übernahm, befindet sich im selben Hangar wie die World Inc. Shubins gründete am 28.8.01 eine weitere Fluggesellschaft, die International Diplomatic Courier Service, und geschäftet mit Kenneth Good, der mit dem Mafiabanker Herman Beebe verbandelt ist und eine massgebliche Rolle beim Zusammenbruch der Silverado Savings and Loan Bank spielte. Seit 1983 schmierten Good und der Bauunternehmer William Walters Neil Bush über die JNB Exploration. 1985 trat Bush in den Vorstand der Silverado ein, der Good und Walters bereits über $100 Mio. schuldeten, und setzte durch, dass ein Konkurs der beiden akzeptiert würde. Nachdem sich Good und Walters als zahlungsunfähig erklärt hatten, war die Sparkasse pleite, was die amerikanischen Steuerzahler schliesslich über $1 Mia. kostete. Goods Fluggesellschaft Express One International stellt Shubins Sky Bus Inc. Flugzeuge und Personal zur Verfügung. Beide Firmen gehen Pleite, wobei herauskommt, dass Goods Firma eine Pächterin der kanadischen Finova Capital ist, die CIA-Deckfirmen wie Richard Secords Southern Air Transport finanzierte.
Hilliard geschäftet mit Truman Arnold, Finanzvorsitzender der Demokratischen Partei und eine der Hauptfiguren in Clintons Whitewater-Skandal. Arnold bezahlte die Schweigegelder an Webster Hubbell über die Lippo Group, an der Jackson Stephens beteiligt ist. Stephens war die zentrale Figur hinter dem Drogenschmuggel in Mena. Für $1 leiht Arnold Hilliard eine $2 Mio. teure Beechcraft King Air 200 für ein Jahr, die er dann übernimmt. Arnolds Anwalt in der Whitewater-Affäre war Richard Ben-Veniste, der gleichzeitig als Rechtsberater des Whitewater-Kongressausschusses fungierte und dann in der 9/11-Untersuchungs-Kommission sitzt. Nicht nur Barry Seal, den Ben-Veniste anwaltlich vertrat, auch George W. Bush besass in seiner Zeit als texanischer Gouverneur eine Beechcraft King Air 200.

Nachdem die Holländer Hilliard und Dekkers die Flugschule im Juni 1999 von Stanley Huffman zu einem völlig überrissenen Preis und ohne behördliche Absicherung innerhalb von zwei Tagen übernahmen, nahmen sofort Dutzende neuer Schüler das Training auf - nahezu alle arabischer Herkunft. Zudem befinden sich russische und israelische Agenten (die Kunststudenten, die in den Ecstasy-Handel verwicklet sind) in Venice. Besprechungen führen Hilliard und Dekkers immer in einem Flugzeug, um Abhörungen zu vermeiden. Im Februar 2001 gründeten die beiden mit der FLAIR (Florida Air) eine weitere defizitäre Firma. FLAIR fliegt mit der Lizenz von Richard Boehlke, dem die Harbor Air in Gig Harbor, Washington, gehört. Harbor Air ist eine Tochter der Alaska Air und stellt die Piloten und Flugzeuge für die FLAIR. In den 90er Jahren zog Boehlkes Firma Alterra neben dem Flugplatz von Venice eine Seniorenresidenz auf, in der Nähe des Hauptsitzes von Beverly Enterprises, dem Altersheim-Konzern von Jackson Stephens. Der Investmentbanker Stephens war einer der bedeutendsten Geldgeber von Reagan, Bush und Clinton und in verschiedene Skandale (BCCI, Vince Foster, Promis-Software, Wahlkampfgelder Clintons aus China und in den Waffen- und Kokainschmuggel in Mena, Arkansas) verwickelt. Heute beherbergt das Gebäude die Anwaltskanzlei Boone, Boone, Boone, Koda & Frook P.A., die eng mit Stephens verflochten ist. Dan Boone ist ein Freund von Jimmy Carter und Lawton Clines, dem ehemaligen Gouverneur von Florida. Boehlke war an der Plünderung der Pensionskassen der Laborer's Union in Portland, Oregon, beteiligt, wobei $340 Mio. verschwanden. Offenbar soll die Mafia, die die Gewerkschaften kontrolliert, selbst an der Plünderung mitgemacht haben, was aber keine Schlagzeilen machte.
Chef der Laborer's Union war Arthur Coia, ein Freund Clintons, dessen Gewerkschaft 1996 $2,6 Mio. an seinen Wahlkampf organisierte. Die Pensionsgelder der Union verwaltet die Capital Consultants LLC, die $26 Mio. an Boehlkes Crossings Development zahlte für den Bau eines Wohnhauses, dessen Kosten mit $12 Mio. veranschlagt waren. Capital Consultants LLC wurde von Charles J. "Butch" Swindells gegründet, der mehrere Hunderttausend Dollar für George W. Bushs Wahlkampf auftrieb. Der heutige Chef von Capital Consultants, Jeffrey Grayson, investierte $6 Mio. in die Title Loans of America, die Alvin Malnik gehört. Dem als Erbe Meyer Lanskys bezeichneten jüdischen Anwalt aus Miami gehört der Mafiatreffpunkt The Forge südlich von New Jersey. Er geschäftet mit dem Drogenhändler Don Aronow, einem Freund der Familie Bush, und ist verwandt mit dem saudischen Geheimdienstchef Prinz Turki al-Faisal. Malniks Sohn Mark konvertierte zum Islam und heiratete die Tochter von Scheich al-Fazzi, dessen andere Tochter mit Prinz Turki verheiratet ist. Der saudische Prinz arbeitet eng mit der US-Mafia zusammen. Eines von Hilliards Flugzeuge bekommt am 12. September 2001 - also zur Zeit des absoluten Flugverbots in den USA - nach der Intervention von George Bush sen. die Sondergenehmigung, einen Sohn des saudischen Verteidigungsministers und einen Sohn eines hohen saudischen Militärs von Tampa nach Lexington, Kentucky, zu fliegen, wo sich andere saudische Prinzen aufhalten. Von dort verlassen sie die USA in der privaten Boing 747 des saudischen Königs. Hilliards Lear Jet stand im Hangar der Rüstungsfirma Raytheon, die mit der Rüstungselektronikabteilung des Hughes-Konzerns fusionierte. In Tampa wird traditionellerweise intensiv mit saudischen Vertretern gehandelt. Dort befindet sich die USCENTCOM auf der MacDill Air Force Base, von wo der Afghanistan- und der Irakkrieg geplant werden.

Atta, al-Shehhi und Moussaoui waren öfters in Orlando und hatten offenbar nicht nur mit Drogen-, sondern auch auch mit Goldtransporten von Saudis zu tun. Eine von Hilliards Firmen heisst Oryx LLC, gleich wie das britische Bergbauunternehmen in Afrika, von dem die BBC behauptet, es stehe mit al-Qaida in Verbindung und handle mit Blutdiamanten. Hilliards Luftfahrtgesellschaft Executive Jet Support in Nassau, Bahamas, leitet Alfonso Bowe, ein dunkelhäutiger Südafrikaner, der in der jamaikanischen Armee ein hoher Offizier war und dessen Schwester mit dem Premierminister der Bahamas verheiratet ist. Einer der Direktoren von Hilliards Sunrise Aviation ist Peter Huizinga, der mit seinem Bruder Wayne die grösste Abfallbeseitigungsfirma des Landes, Waste Management, betreibt. Hilliard geschäftet mit dem Pakistani Pervez Khan, eine von weltweit zwei Personen, die vom State Departement die Erlaubnis haben, Linienflüge nach Havanna zu veranstalten. Die Lizenz der alten Florida Air bekam Pervez, der im September 2002 eine Bruchlandung mit 8 Ärzten an Bord hinlegt und danach verschwindet, von Hilliard. Der Huffman-Mechaniker Doug Helterbrand wird Sicherheitsdirektor der FLAIR, die von Floridas Innenministerin Katherine Harris unterstützt wird. Harris und Jeb Bush dürfen praktisch jederzeit und kostenlos mit Discover Air fliegen, einer weiteren Firma von Hilliard. Harris, deren Karriere von Lawton Clines angeschoben wurde, boxte im November 2000 Bushs Wahlbetrug als Sieg in Florida durch. Huffman wirbt mit Arbeitsplätzen bei FLAIR für ihre Absolventen, und einige der angeblichen Terroristen fliegen als Kopiloten im Cockpit dieser Düsenjets. Innerhalb von zwei Monaten macht FLAIR $800'000 Verlust. Auch Boehlkes Firmen Habor Air, Crossings Aviation und Crossings Development gehen wie die FLAIR in Konkurs.

Die Flugzeuge der Huffman Aviation werden von Britannia Airways gewartet, die in Lynchburg den Auftrag zum Betrieb einer grossen Wartungsstelle bekommen hat, obwohl sie keine FAA-Lizenz und eine seriöse lokale Konkurrenz hatte. Die Britannia des Engländers Paul Martin mit $750 Eigenkapital und ohne Personal ist eine weitere Tarnfirma, die von der DEA grünes Licht bekommt und hinter der sich die Carib Air der CIA verbirgt. Diese hatte mit 20 Flugzeugen Drogen- und Waffentransporte nach Ländern wie Kolumbien und Angola ausgeführt und gehört heute der Banc Caribe, die enge Verflechtungen zu Enron hat. Martins Frau studierte an der ‚Freiheitsuniversität' des Missionars Jerry Falwell, dem Hilliard in den 90er Jahren $1 Mio. leiht. Auch Jackson Stephens borgte Falwell Geld, das dieser offenbar nicht mehr zurückzahlen wollte, weshalb die Stephens Inc. die Freiheitsuniversität betreiben liess. Viele Fluglehrer in Venice und Sarasota führen im Nebenjob Flüge für christliche Fundamentalisten wie Pat Robertson aus. Hilliard sitzt im Vorstand der VisionAire in St.Louis, eine Flugzeugfirma für die christliche Mission. Der Vorstandsvorsitzende Jim Rice plant die Produktion eines Business-Jets zusammen mit der staatlichen Israel Aircraft Industries. Sämtliche von der lokalen Polizei sichergestellten Akten der Huffman Aviation wurden vom FBI ausgeflogen - in einer C-130 Transportmaschine der Luftwaffe mit Gouverneur Jeb Bush an Bord. Pikanterweise hat Jeb Bush vier Tage vor 9/11 die Flughäfen Floridas in die allgemeinen Notstandspläne miteinbezogen.

Mehrere Augenzeugen in den Flugschulen berichten, in der Zeit unmittelbar nach 9/11 von Beamten der Bundespolizei eingeschüchtert worden zu sein, niemandem etwas von ihrem berühmten Nachbarn zu erzählen. Als Dekkers mit dem ihm zugeschickten Studien-Visum, das Atta und al-Shehhi vom INS am 11.3.02 offiziell erhalten, triumphierend an die Öffentlichkeit tritt, glaubt er sich zu rehabilitieren. Aber weil er die unterdessen massiv aufgestockten Antiterror-Instanzen und damit auch Bush bloss stellt, wird gegen ihn ein Verfahren eröffnet, weil er ein $200'000 Kredit von Hilliard mit Immobilien absicherte, die ihm nicht gehören. Er bekommt ein bereits bewilligtes Darlehen über $800'000 von der US Small Business Administration nicht und muss die Leitung der Flugschule abgeben. Dekkers stürzt am 24.1.03 auf dem Weg zu Wally Hilliard mit seinem Helikopter in den Golf von Mexico. Da er ein ‚Missgeschick' bereits befürchtet hatte, überredete er Tony Douangdara, ihn mit seinem Helikopter zu begleiten. Tatsächlich kann ihn dieser retten, ohne dass die Polizei eingeschaltet wird. Am 26.6.02 überlebte bereits Arne Kruithof einen Flugzeugabsturz aus 30 Meter Höhe nach dem Start. Pilot Glen Goodman, John Mills und Kopilot Kruithof konnten sich aus dem Wrack retten, Sekunden bevor die Twin Beach D-18 explodierte. Die Absturzmaschine wurde entfernt und entsorgt, bevor Experten der FAA einen Blick drauf werfen konnten. Goodman ist Kruithofs Partner beim Florida Flight Training Center und gründete mit ihm im Juli 2000 die Florida Flight Maintenance. Am 21.11.01 zwingt ihn der Staat Florida, seine Firma N90079, Inc. einzustellen. Dabei geht es um eine alte DC-3, die für Drogentransporte diente und die er dem Florida Military Aviation Museum vermachte.

Das FBI will in den Trümmern des WTC den unversehrten Reisepass von Mohamed Atta gefunden haben, obwohl die Insassen und Gegenstände in den Flugzeugen komplett zerfetzt wurden. Auch der Pass von Satam al-Suqami soll einen Block vom WTC am Boden gelegen haben. Zu den konstruierten ‚Beweisen' gehört auch das von Salem al-Hazmi gemietete Auto am Flughafen in Boston-Logan, in dem ebenfalls ein Pass Attas, ein Koran, eine Fluganleitung in arabischer (!) Sprache und Abschiedsbriefe der angeblichen Piloten gefunden wurden. Wunderbarerweise blieb Attas Koffer in Boston hängen mit einer Fluguniform, Flughandbüchern und einem Testament. Der Text enthält Blasphemien wie "Im Namen Allahs, in meinem Namen und im Namen meiner Familie", was ein gläubiger Muslim nie schreiben würde. Bezeichnenderweise weigert sich das FBI, die Texte im arabischen Original zugänglich zu machen. Der von al-Hazmi in seinen Papieren in das Attentat einbezogene und in London verhaftete Lofti Raissi muss mangels Beweisen freigelassen werden. Von den Internationalen Airports in Boston, Washington und New York fehlen jegliche Videoaufnahmen. Atta und al-Omari wurden komischerweise als einzige und nur in Portland von Videokameras erfasst. Die doppelte Zeitangabe 05.45 und 05.53 Uhr führen dazu, dass die meisten Redaktionen die untere, spätere Zeit wegschneiden. Attas Vater hält die Videoaufnahmen seines Sohnes, mit dem er am 14.9. noch telefoniert hat, für eine Fälschung. Er geht unterdessen davon aus, dass sein Sohn entführt und ermordet wurde. Die angeblichen Treffen Attas, vor allem dasjenige mit einem irakischen Geheimdienstagenten in Prag im Frühling 2001, dienen der Kriegslegitimation.

Für die Sicherheit am Logan Airport ist die Burns Security zuständig, für die der Oklahoma-Bomber Timothy McVeigh und das angebliche al-Qaida-Mitglied Mohamed Abdi arbeiteten. Abdi wird mit Ahmed Ressam in Zusammenhang gebracht, der 1999 ein Grossattentat auf den ebenfalls von Burns bewachten Los Angeles International Airport geplant haben soll. Angeblich sollen die Behörden über Ressam auf Abu Zubaydah gestossen und so das al-Qaida-Netz in den USA aufgedeckt haben.
Anfang September 2001 tötete der rechtsextreme Burns-Mitarbeiter und World Church of the Creator-Anhänger Joseph Ferguson bei Sacramento mehrere seiner Kollegen und seinen Chef Nikolay Popovich, weshalb die Sicherheit am Flughafen nicht mehr gewährleistet ist. Sacramento ist ein zentraler Ort im Aufbau des arabischen Terrors: die 'al-Qaida-Leute' Raed Hijazi und Ali A. Mohamed (ein Sergeant in Fort Bragg) sollen dort ihre Bombenattentate geplant haben.

Der angebliche Attentäter Ziad Jarrahi lebte in Hamburg mit seiner türkischen Freundin zusammen. Sein Abschiedsbrief vom 10.9. an seine langjährige Partnerin in Bochum war falsch adressiert, sodass er auf wundersame Weise in die USA zurückkommt - direkt zu den Ermittlern. Am 30.1.01 wurde Jarrahi am Dubai International Airport auf Verlangen der CIA verhört, angeblich wegen eines dreiwöchigen Aufenthalts in einem Ausbildungslager der al-Qaida in Afghanistan. Bis am 15.1.01 befand er sich aber im Florida Flight Training Center von Arne Kruithof, und erst am 26.1.01 kam er in den Libanon zurück, weil sein Vater sich einer Herzoperation unterziehen musste. Das spricht für die Existenz eines Doppelgängers, der die Legende eines al-Qaida-Kämpfers aufbaute. Das könnte Ziad Jarrah (so wird der Name oft auch geschrieben) sein, der seit 1995 in Brooklyn, NYC, lebt.

Auch Hani Hanjour scheint einen Doppelgänger zu haben, der sich Hanjoor schreibt. Das Mitglied des Sawyer School of Aviation's Simulator Club konnte für $200 pro Monat unbegrenzt auf einem Kleinflugzeug-Simulator üben. Trotzdem soll er nach Hunderten von Flugstunden immer noch miserabel gewesen sein und auch die englische Sprache kaum verstanden haben. Das passt nicht zur phantastischen Flugleistung auf der AA77; er wurde denn auch erst nachträglich zu den 18 Entführern hinzugesetzt. Die Aussagen von Nachbarn, Kollegen, Verwandten und Lehrern über die angeblichen Attentäter passen mit den offiziellen Einschätzungen nicht überein.

Die Fernsteuerung der Flugzeuge    top

Keines der vier Flugzeuge sendet ein Entführungssignal, auch das vierte nicht, in dem ein Kampf stattgefunden haben soll. Augenzeugen berichten von zwei Kampfjets in der Nähe dieser Maschine. Die angeblichen Telefonate mit dem Handy aus dem Flugzeug, die laut American Airline technisch erst ab 2006 möglich sind, sind alle unglaubwürdig. Die Gespräche werden von Personen der Regierung oder der Fluggesellschaft kolportiert und enthalten unzählige Widersprüche. Das gilt insbesondere für die angeblichen Anrufe von Barbara Olson, über die ihr Ehemann Ted Olson berichtet. Olson ist Solicitor General, der Kronanwalt Bushs im Obersten Gericht. Dank ihm wurde Bush mit 5:4 Stimmen per Justizentscheid zum Präsident bestimmt, weshalb ihn Bush zum stellvertretenden Justizminister ernannte. Am 11.9. ist er in Sarasota, weil die Demokraten sich in Miami treffen, um über das weitere Vorgehen gegen den Wahlbetrug in Florida zu beraten. Von Olson kommt die entscheidende Story mit den Teppichmessern, die vom Telegraph ausgeschlachtet wird. Dieser gehört mit 200 weiteren Titeln zum US-Medienkonzern Hollinger, in dessen Aufsichtsrat Richard Perle und Henry Kissinger sitzen. Am 18.3.02 meint Olson vor Gericht: "Es ist leicht eine unbegrenzte Anzahl von Situationen vorstellbar, in denen die Regierung legitimerweise falsche Informationen ausgeben könnte." Offensichtlich handelt es sich bei den Handyanrufen um Desinformationen, die die Story der Flugzeugentführung glaubwürdig machen soll. Die Telefonlisten werden von der interamerikanischen Verrechnungsgesellschaft AMDOC, die in israelischem Besitz ist, nicht veröffentlicht. Die Software der Firma stammt aus Israel, und ihre Rechner stehen in Israel, was die Möglichkeit des Lauschens für den Mossad enorm erleichtert. Die israelische Comverse Infosys liefert denn auch sämtliche automatischen Telefonüberwachungsanlagen der USA und wird verdächtigt, Spionageverfahren sabotiert zu haben.

Naheliegender als die Verschwörungsthese der Bush-Regierung, wonach 20 jugendliche Hobbyflieger drei der vier Grossraumflugzeuge mit hoher Geschwindigkeit ins Ziel brachten, ist die These, dass zumindest zwei der vier Flugzeuge ferngesteuert waren. Bereits in den 50er Jahren entwickelte die britische Luftwaffe die Technik, um Kampfjets fernzusteuern. Die Defense Advanced Research Projects Agency entwickelte die Technik seit den 70er Jahren weiter, um beispielsweise entführte Passagiermaschinen ferngesteuert sicher landen zu können. Diese Technik, Flugzeuge von aussen zu kontrollieren, ist auf maximal vier Maschinen gleichzeitig beschränkt. Auf Druck der DARPA baute Boing ‚back doors' in die Bordcomputer von 600 Passagierflugzeugen ein, was die Aussensteuerung über die Transponderfrequenz ermöglicht (offenbar hat die Lufthansa dieses System aus ihren Boing-Flugzeugen wieder ausbauen lassen). Boing führte schon am 1.12.1984 auf der Edwards AFB in Kalifornien einen Crashtest mit einer ferngesteuerten Boing 720 durch, die zuvor über 16 Stunden geflogen war und 11 Starts und Landungen absolviert hatte ohne einen Mann an Bord. Dieselbe Technik wird bei den Drohnen, den unbemannten Aufklärungs- und Angriffsflugzeugen, seit über 20 Jahren militärisch genutzt. Spätestens seit dem Jungfernflug der Global Hawk am 28.2.98 ist klar, dass die Technik der ferngesteuerten Drohnen perfekt funktioniert. Deshalb die akrobatischen Leistungen: Die AA 11 sank innerhalb von sieben Minuten um 29'000 Fuss und stürzte punktgenau in den Nordturm. Die UA 175 korrigierte den Kurs Sekunden vor dem Einschlag in den Südturm, was ein Pilot nicht schafft.

Im Falle der beiden ersten Flugzeuge scheint die Steuerung der Flugzeuge aus dem 23. Stock des WTC-Gebäudes Nr.7 erfolgt zu sein, wobei aus dem Bürgermeisterbunker die Richtsignale für die Flugzeuge und die Kommandos für die Sprengungen erfolgten. Die beiden Maschinen überflogen den Stewart International Airport, nachdem die Piloten die Kontrolle bereits verloren haben müssen. Der verantwortliche Fluglotse hatte bereits die Egypt Air Nr.990 vom 31.10.99 geleitet, die von den Piloten nicht mehr kontrolliert werden konnte und mit Vollgas ins Meer stürzte. An Bord waren damals ägyptische Militärs, die gegen den Protest Israels an Apache-Hubschraubern ausgebildet worden waren. Über dem Stewart International Airport, wo die Luftwaffe eine Überwachungsstation unterhielt, könnten die Flugzeuge mittels gepulsten Mikrowellen auf neue Zielkoordinaten umprogrammiert worden sein. Nach der Evakuation des Personals zwischen 9 und 10 Uhr waren die Fernsteuerungs- und Sprengspezialisten allein in der Kommandozentrale im WTC 7 und warteten nach dem Zusammenbruch der Türme, bis der Staub sich gelegt hatte, um die Zentrale dann zu sprengen. CNN berichtete erst um 16.10 Uhr, dass das Gebäude 7 brenne.

Nicht nur Boing, sondern auch Raytheon und Litton forschen und produzieren Mikrowellenwaffen, die in die Transportmaschinen C-130 eingebaut werden. Raytheon produzierte 1946 den ersten Mikrowellenherd und ein revolutionäres Lenksystem für Raketen, später die Boden-Luft-Raketen Hawk, Tomahawk und Patriot, Flugzeug- und Satellitensteuerungssysteme wie das automatische Flug-Landesystem Global Hawk und Fernbedienungen. Der viertgrösste Rüstungskonzern der USA, Marktführer bei den im Irakkrieg eingesetzten ‚Directed Energy Weapons', baut die Transportmaschinen zu fliegenden Command & Control-Stationen um. Die Navy besitzt diese spezialisierten Hercules C-130, die nur auf der AFB beim Harrisburg International Airport stationiert sind. In der Nähe der AA 77 wird eine C-130, und bei der UA 93 werden eine C-130, eine F-16 und, eine Stunde nach der Flugverbotserteilung, eine Falcon Fairchild der Firma NetJet gesichtet. In den entführten Maschinen sassen fünf Mitarbeiter von Raytheon: Kenneth Waldie, Peter Gay und David Kovalcin in der AA 11, Herbert Homer in der UA 175 und Stanley Hall in der AA 77. In dieser Maschine war auch Charles S. Falkenberg, Forschungsdirektor bei ECOlogic, die Tools für Global Hawk entwickelt. Möglich ist, dass die Experten für eine Testsimulation Computerveränderungen vornahmen und dann zwecks Zeugenentledigung auf eine andere der entführten Maschinen gesetzt wurden. Die Flugleitzentrale Cleveland, in deren Gebiet sich die UA 93 befindet, wird wegen einem anonymen Drohanruf evakuiert, bis auf den angeblich heroischen Fluglotsen, der den Kontakt mit der entführten Maschine wieder herzustellen versucht. Somit fehlen Zeugenberichte dieser Fluglotsen, die von der Landung der UA 93 um 10.45 Uhr auf dem Hopkins Airport in Cleveland hätten berichten können.
NetJet gehört Warren Buffet, dem zweitreichsten Mann in den USA, der am Morgen des 11.9. eine Fundraising-Party an einem aussergewöhnlichen Ort veranstaltet: auf der Offutt Air Force Base in Nebraska. Präsident Bush trifft nach dem Mittagessen um 14.50 Uhr an diesem Meeting der US-Elite ein. Angeblich fliegt Bush auf die Offutt AFB, um mit Cheney um 16 Uhr per Videokonferenz zu sprechen. Man fragt sich allerdings, warum er ihn sehen muss, nachdem er mit seinem Vize mehrmals aus der Air Force One telefoniert hat. Um 16.36 Uhr fliegt Bush dann nach Hause.

Obschon im World Trade Center normalerweise mindestens 50'000 Personen anwesend sind, gibt es offiziell ‚bloss' 2893 Opfer, die 157 Passagiere plus Besatzung der beiden Flugzeuge und die rund 300 Feuerwehrleute miteingerechnet. Da nur 60% der Opfer identifiziert werden können, ist es wahrscheinlich, dass ‚nur' 1700 Menschen in New York starben. Das WTC-Gelände wird weiträumig abgeriegelt, Ground Zero getauft und ein absolutes Fotografieverbot ausgesprochen. 299 der 400 der Titelfotos, die vom 11.9. in der Presse erscheinen, stammen von Associated Press, was auf die Konzentration nicht nur der Presse, sondern auch der Presseagenturen schliessen lässt. Nicht einmal die Katastrophenbehörde FEMA ist auf dem Gelände zugelassen. Die Ermittlungen werden massiv behindert, weil viele Beweismittel weggeschafft werden. Wichtige Stahlreste verschwanden, bevor die ersten Ermittler am WTC eintrafen. Die Firmen Metal Management, Controlled Demolition und AMEC lagern die Trümmerteile nicht wie üblich in einem Hangar oder auf einem geschützten Gelände, sondern schmelzen die Stahlteile ein. Der Abbruch der beiden Türme und des Gebäudes 7 ist tatsächlich eine ‚controlled demolition', die Spezialität dieser Firma, die schon die Überreste in Oklahoma City beseitigte. Bereits am 14.9. wurde die Säuberung des 'Absturzortes' in Pennsylvania und die Erteilung des Auftrags zum Neubau des Pentagonflügels als Akt der systematischen Beweisvernichtung diskutiert. Allen 9-11-Opfern wird die US-Staatsbürgerschaft verliehen, womit die Leichenteile und Gepäckstücke nicht an andere Staaten ausgehändigt werden müssen. Das FBI behauptet, die Entführer könnten nicht identifiziert werden, wie wenn es keine DNA-Analysen gäbe. Dokumente werden verändert, wie etwa die Videoaufnahmen von Atta am Flughafen von Portland, auf dem keine Markierung und kein Datum mehr zu sehen sind.

An der Wallstreet spekulierten amerikanische Investoren vor den Attentaten im grossen Stil auf den Kurssturz der Aktien der Fluggesellschaften United Airlines und American Airlines, der Bank Morgan Stanley und der Investmentfirmen Merril Lynch und Goldman Sachs, die je 22 Stockwerke im WTC belegt haben. Am 7.9. wurden beispielsweise 27'294 Aktien von Boing angeboten, fünf Mal mehr als üblich. Am 10.9. standen 4516 Aktien der America Airlines zum Verkauf (normalerweise sind es im Schnitt 748), bei United Airlines waren es 4744 statt üblichen 396. Die Spekulationsgewinne betragen ungefähr $2,5 Mio. Viele Verkaufs-Optionen von United Airlines bot die Bank Alex Brown Investment Division an, die 1999 von der Deutschen Bank übernommen wurde, obwohl sie zu den Top 20 der verdächtigen Geldwäschebanken der USA gezählt wird. Direktor, und nach der Übernahme durch Bankers-Trust 1997 Vizedirektor, war A. B. "Buzzy" Krongard. Er war zuständig für private Kundenbeziehungen und hält Anteile von $70 Mio. an der Bank. Seit März 2001 ist er Verwaltungschef der CIA und damit die Nr. 3 des Geheimdienstes. Von Morgan Stanley wurden in den 3 Tagen vor dem 6.9. 2157 Aktien gehandelt statt üblicherweise 27, von Merril Lynch 12'215 in 4 Tagen statt den normalen 900. Das Bankhaus Morgan Stanley hatte Büros in über 50 Stockwerken des WTC, verlor aber nicht einen einzigen Mitarbeiter, was auch für Oppenheim Stocks gelten soll. Diese Milliarden-Spekulation an der Börse in Chicago brachte innerhalb weniger Tage Wettgewinne von $12-15 Mio. Morgan Stanley finanziert Bushs Wahlkampf 2004 mit $573'380, Merill Lynch mit $546'154 und Credit Suisse First Boston mit $313'840. Kurz vor den Flugzeugcrashs wurde eine aussergewöhnliche Serie von finanziellen Transaktionen von mehr als $100 Mio. im WTC abgewickelt, was das FBI nicht weiter untersucht. 1993 lagerte im WTC-Komplex noch Gold im Wert von über $1 Mia. gelagert, das v.a. Saudis und Kuwaitis gehörte. Man weiss nur, dass es 2001 noch viel mehr Gold dort hatte.
Zwei Banken, Faysal Islamic Bank of Bahrain und das Kuwait Finance House, die seinerzeit in die Geschäfte von Bushs Harken Energy verwickelt waren, stehen heute auf der Liste der verdächtigen Institute wegen Terrorfinanzierung - allerdings nur auf den Listen europäischer Fahnder. Von Bushs Einfrierprogramm blieben sie bis dato verschont. Die beiden in Verdacht geratenen Banken unterhalten ihre Korrespondenzkonten just bei der Deutschen Bank, die die Alex Brown Investment Division übernommen hat. In der Woche vor dem Attentat wurden zudem für $5 Mia. Staatsanleihen gekauft, was ein Krisenzeichen ist.

Untersuchungen   top

Am 16.9.01 besucht Bush das Hauptquartier der CIA und lobt den Geheimdienst: "Ich setze viel Vertrauen in die CIA, und Amerika sollte es auch." Obwohl der grösste Mordanschlag der Geschichte völlig unaufgeklärt bleibt und kein brauchbarer Beweis vorgelegt wurde, meint FBI-Chef Mueller: "Die Fahndung war enorm hilfreich, um herauszubekommen, nach was und wo wir suchen müssen, um Anschläge zu verhindern. Sie ermöglichte uns herauszufinden, wo wir als Nation Lücken in unserem Sicherheitssystem haben. Und sie gab uns den klaren und definitiven Beweis dafür, dass Al-Qaida hinter den Anschlägen steckte." Auch die britische Regierung kommt "zu folgenden eindeutigen Ergebnissen: Osama Bin Laden und al-Qaida, das von ihm geführte Terrornetz, haben die Gräueltaten des 11. Septembers 2001 geplant und ausgeführt. Osama Bin Laden und al-Qaida haben die Absicht und die Mittel, weitere Gräueltaten zu begehen." Aber Osama Bin Laden hat in einem Interview am 28.9.01 mit der pakistanischen Zeitung Ummat nicht nur bestritten, mit den Anschlägen irgendetwas zu tun zu haben, sondern er verurteilte den Terrorakt ausdrücklich: "Ich habe schon gesagt, dass ich nichts mit den Attacken des 11. Septembers zu tun habe. Als Moslem versuche ich mein Bestes um Lügen zu vermeiden. Ich hatte keine Kenntnis von diesen Attacken, noch halte ich die Ermordung unschuldiger Frauen, Kinder und anderer Menschen für einen verantwortbaren Akt."
Auf die Frage, wer die Täter denn gewesen sein könnten, antwortete er damals: "Sie können von überall her sein, von Russland bis Israel und von Indien bis Serbien. In den Vereinigten Staaten selbst gibt es Dutzende Gruppen, die zu so einer grossen Zerstörung fähig sind… Dann sind da die Geheimdienste in den USA, die jedes Jahr Milliarden vom Kongress und der Regierung fordern. Diese Geldbeschaffung war kein grosses Problem, solange es die frühere Sowjetunion gab, doch danach gerieten die Budgets dieser Agenturen in Gefahr. Sie brauchten einen Feind. So begannen sie mit Propaganda gegen Osama und die Taliban und dann geschah dieses Ereignis […]. Jetzt werden sie das Geld ausgeben, um ihre Ausbreitung und Bedeutung zu verstärken. Ich gebe ein Beispiel: Drogenschmuggler aus aller Welt sind mit den US-Geheimdiensten in Kontakt. Diese Dienste wollen nicht, dass der Drogenanbau und -handel gestoppt wird, weil das ihre Bedeutung reduziert. Die Leute im US Drogendepartment fördern deshalb den Drogenhandel, weil sie so ihren Einfluss steigern und Millionen Dollar an Budget gewinnen. General Noriega wurde so zu einem Drogenbaron gemacht, und dann, als es nötig war, zum Sündenbock. Auf dieselbe Art sind sie, ob Präsident Bush oder ein anderer, nicht in der Lage, Gerechtigkeit in Israel herzustellen und die Regierung für die Menschenrechtsverletzungen verantwortlich zu machen. Was ist das? Hat das nicht damit zu tun, dass es in den USA eine Regierung innerhalb der Regierung gibt? Diese geheime Regierung müsste gefragt werden, wer die Anschläge ausgeführt hat?"
Die Weigerung des Antiterrorkoordinators Frank Taylor, die "Beweise" für die Schuld von Osamas Organisation al-Qaida zu veröffentlichen, spricht gegen deren Existenz. Die Videos mit den Botschaften sind mit Sicherheit ebenso gefälscht wie die gekaufte Occasions-Festplatte des Wall Street Journal-Reporters mit den hübsch zusammengestellten Terrorplänen.

Die Planer des Anschlags vom 11.9., Cheney und Rumsfeld, waren nicht besonders originell, denn sie haben sich weitgehend von den Vorlagen aus Hollywood inspirieren lassen: Im Film ‚The Siege' (1998) von Edward Zwick wird eine Reihe von Anschlägen von arabischen Terroristen verübt. Ermittelt wird die Identität eines Selbstmord-Attentäters, der aus Frankfurt eingeflogen wurde. Ganz am Anfang des Films erscheint ein Schauspieler, der Osama Bin Laden darstellt. Nach den Anschlägen verhängt der reale Präsident Clinton am Bildschirm den Ausnahmezustand: alle männlichen Muslime werden in ein zum Internierungslager umfunktioniertes Fussballstadion gesperrt und gefoltert, wobei der Terrorist ums Leben kommt. Schon 1976 bedrohten arabische Terroristen im Film ‚Black Sunday' von John Frankenheimer die Besucher eines Footballstadions. In ‚Project: Peacemaker' verstecken Terroristen kleine Atombomben in New York. Big Apple ist das Ziel unzähliger Katastrophenfilme wie ‚Armageddon' oder ‚Deep Impact'. ‚Path to Paradise' verarbeitet das Attentat auf das WTC von 1993. James Cameron und Arnold Schwarzenegger lassen in ‚True lies' von Fritz Göttler 2001 einen Bomber gegen einen Wolkenkratzer aufsteigen. In ‚Matrix' (1999) zeigen die Brüder Wachowski New York als Ground Zero. Und auch die Heroisierung der New Yorker Feuerwehrleute wurde schon lange vorweg genommen, etwa in ‚The Towering Inferno' von 1974. Im Film ‚Outbreak' (1995) von Wolfgang Petersen geht es um eine Katastrophe aufgrund tödlicher biologischer Angriffe. Wolfgang Petersen produziert auch die Serie ‚The Agency', von der CBS nach dem 11.9. zwei Episoden aus dem Programm nimmt: die erste handelt von einem Bombenanschlag, den Osama Bin Laden plante, und die zweite beschäftigt sich mit einem Fall von Milzbrand. Sony stoppt seine Werbung für ‚Spider Man', in der sich ein Helikopter mit Terroristen in einem riesigen Spinnennetz verfängt, das zwischen den Türmen des WTC gespannt ist.
Am 15.10.01 meldet die Chicago Tribune: "…over the last two weeks, a group drawn from Hollywood's talent pool has begun imaging what possible terrorist attacks could befall the nation next, not for the sake of entertainment, but for the sake of national security." Da sich Mitglieder der US-Regierung nach den Attentaten mit Drehbuchautoren und Regisseuren treffen, um sich bei der Terrorbekämpfung beraten zu lassen, ist es durchaus denkbar, dass Hollywood schon für den 11. September das Skript lieferte. Bezeichnenderweise reproduzieren die Fahndungslisten alte Wild-West-Slogans: "Wanted Dead or Alive." Das amerikanische Militär beauftragt die Produzenten von Computerspielen, realistische Szenarien der Terrorismusbekämpfung für Trainingszwecke zu simulieren.
Hollywood unterstellt den Bösewichten im Film fast immer, was für Washington zutrifft: die Welt zu erobern. "Die USA wollen die Weltherrschaft", meint Eric Hobsbawn. "Die Anschläge haben dazu geführt, dass sich in Washington eine Politik herauskristallisierte, die bereits seit dem Ende des Kalten Krieges entwickelt wurde: eine Politik, die zum Ziel hat, sich als dominante Macht dieser Welt zu etablieren." Ursache und Wirkung werden in dieser Einschätzung vertauscht: Die Anschläge sind ein Legitimationsmittel, um das Ziel der Weltherrschaft, das bereits seit dem 1. Weltkrieg besteht, durchzusetzen. Die Projektion der eigenen Absichten in die Feinde erfolgt über eine Verschwörungstheorie: früher eine Verschwörung der Kommunisten gegen die freie Welt, heute ein undurchschaubares Netzwerk der Islamisten zur Destabilisierung des Westens.

Die neue Verschwörungstheorie heisst "Kampf der Kulturen" und stammt von Samuel Huntington. Der Harvard-Professor und CIA-Berater veröffentlichte sein nun plötzlich berühmtes Buch bereits 1993. Der Ersatz des alten politischen Feindes Sowjetunion durch die neue islamische Gefahr versucht er mithilfe einer kulturellen Deutung des ‚Lebensraum'-Konzeptes des Nationalsozialisten Karl Haushofer plausibel zu machen. Das erlaubt die Rückkehr zur alten Geopolitik von Freund und Feind mit amerikanischem Vorzeichen. Wie schon in den 90er Jahren des 19. Jh. wird ein geheimnisvolles, aber einheitliches globales Netz hinter den Bombenattentaten vermutet: damals die ‚Schwarze Internationale', heute al-Qaida, damals war Italien der Hort aller Terroristen, heute Saudi-Arabien, damals war die Ermordung Carnots am 24.6.1894 das Schlüsseldatum, heute der 11.9.01. Obwohl die Bush-Junta eine eigene Verschwörungstheorie präsentiert, beschwört Bush am 10.11.01 die UNO in religiöser Manier: "Lasst uns niemals frevelhafte Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit den Anschlägen des 11. Septembers tolerieren, boshafte Lügen, die bezwecken, die Schuld von den Terroristen selbst abzulenken, weg von den wahren Schuldigen."

Die Verschwörungstheorie untermauern soll auch die nur zähneknirschend und auf öffentlichen Druck von Opfern einberufene Untersuchungskommission des Kongresses. Die Arbeit der Parlamentarier wird nach allen Regeln der Kunst kastriert. Cheney und Bush persönlich rufen den Oppositionsführer der Demokraten Tom Daschle im Januar 2002 an, um seine Unterstützung für die Begrenzung der parlamentarischen Untersuchung zu gewinnen, weil so kein Personal verschwendet würde, das man für den Krieg gegen Terrorismus brauche. Mithilfe des Patriotismus und anderer Erpressungsmittel wird den Kritikerrn die Daumenschraube angezogen. Die beiden Demokraten, die deftige Kritik angebracht haben, sind nun nicht mehr im Kongress: Cynthia McKinney, die wissen wollte, was Bush vorher wusste, verliert ihr Mandat. Der radikalste Bushkritiker im Senat Paul Wellstone stürzt mit dem Flugzeug ab. Der demokratische Senator Max McCleland, der die Verschleppungs- und Vertuschungstaktiken des Weissen Hauses in der Vergangenheit lautstark beklagt hat, wird auf einen besser bezahlten Posten als Chef der staatlichen Import-Export-Bank wegbefördert und durch Bob Kerrey ersetzt. Dieser Freund von CIA-Chef Tenet befehligte im Vietnam-Krieg ein Massaker an der Zivilbevölkerung im Rahmen der CIA-Operation PHOENIX, was erst 30 Jahre später aufgedeckt wurde.

Bush ernennt den Kriegsverbrecher Henry Kissinger zum Chef der Untersuchungskommission, die die Versäumnisse der Geheimdienste aufdecken sollte. Da er seine Geschäftsbeziehungen wegen möglichen Interessenkonflikten aufdecken müsste, lehnt Kissinger jedoch die Ernennung ab. Herausgekommen wäre dabei, dass die Kissinger Associates Inc. einen Beratungsvertrag mit United Oil of California (Unocal) hat, die zusammen mit Enron und Delta Oil im Pipelinegeschäft in Afghanistan mitmischelt und den Sturz der Taliban forderte. Senator Thomas Kean wird daraufhin zum Leiter der "National Commission on Terrorist Attacks Upon the United States" ernannt. Der ehemalige Gouverneur von New Jersey ist Direktor und Grossaktionär der Amreda Hess Corporation, die auf den Cayman-Inseln ein Joint Venture mit Delta Oil betreibt. Die Besitzer der Delta Oil sind die saudischen Clans al-Amoudi und Bin Mahfouz, deren Konten von der Einfrierung der saudischen Gelder in den USA nach dem 11.9. verschont blieben. Chalid Bin Mahfouz, Banker des saudischen Königshauses mit Zweitwohnsitz in Houston ist der Gründer der CIA-Geldwäscherei BCCI und Geschäftspartner der Bin Ladens. Laut eigenen Angaben im Mai 2003 hat Kean seine Joint Venture-Beteiligung verkauft und ist damit genügend ‚unabhängig' für die Leitung der Kommission. Der Virginia-Professor Philip D. Zelikow ist die zentrale Figur bei der Vertuschungsarbeit der Kommission, da er alle Berichte kontrolliert und selektioniert. Er reorganisierte für Bush das National Security Council und arbeitet eng mit Condoleezza Rice zusammen.

Am 4.6.02 beginnt der Kongressausschuss mit handverlesenen Mitgliedern die Rolle der Geheimdienste zu untersuchen. Die CIA liefert der Kommission 350'000 Seiten Dokumente, das FBI 15'000-20'000, die NRO und die DIA je etwa 13'000 Seiten: "Papier hin und her schieben kann die CIA prima", meint ein FBI-Agent. Aber dem Ausschuss liegen nicht einmal die Unterlagen der Luftüberwachungsbehörden FAA und NORAD vor, die vom ersten Tag an verlangt werden. Die Untersuchungskommission ist mit einem lächerlichen Budget von $3 Mio. ausgestattet (verglichen mit den $40 Mio, die für die Monica-Lewinsky-Affäre zur Verfügung gestellt wurden), sodass nicht viel herauskommen kann. Den Ermittlern wird untersagt, mit Dritten über die Ereignisse zu sprechen. 2,5 Mio. Seiten Dokumente, 1200 Interviews, 1000 Stunden Audio-Protokolle, 19 Hearings mit 160 Zeugen tragen 80 Vollzeitmitarbeiter zusammen und füllen 580 Seiten, wofür letztlich $15 Mio. ausgegeben werden. Bush will nur zusammen mit Cheney in einer nicht-öffentlichen Sitzung ohne Ton- oder Videoaufzeichnung vor dem Ausschuss aussagen, was viele so interpretieren, dass Cheney allein die Zusammenhänge versteht und die Entscheide fällt. Cheney erfindet eine neue Geheimhaltungsstufe, um seine Aktivitäten zu verschleiern, lässt die Besucherlisten vernichten, und sogar die Anzahl seiner Mitarbeiter ist geheim. Er sperrt sich erfolgreich gegen die Inspektoren des Nationalarchivs, die die Exekutive zu kontrollieren hat.

Aus dem Schlussbericht des Kongresses werden die 28 Seiten, die das Verhältnis der Bush-Regierung mit den Saudis behandeln, herausgestrichen. Die CIA wollte eigentlich 40 Seiten herausstreichen lassen, so dass die Fehler nicht dem Geheimdienst angelastet werden können. Die Folge ist, dass George Tenet den Hut nehmen muss. Die Erklärung des Attentats durch die Kommission reduziert sich auf "ein Versagen der Politik, des Managements, der Fähigkeiten und vor allem ein Versagen der Vorstellungskraft."
Die Geschichte wird zurecht geklittert: "The international environment for Bin Ladin's efforts was ideal. Saudi Arabia and the United States supplied billions of dollars worth of secret assistance to rebel groups in Afghanistan fighting the Soviet occupation. This assistance was funneled through Pakistan: the Pakistani military intelligence service (Inter-Services Intelligence Directorate, or ISID), helped train the rebels and distribute the arms. But Bin Ladin and his comrades had their own sources of support and training, and they received little or no assistance from the United States." Für die Geldüberweisungen an Atta ist jetzt nicht mehr der pakistanische Geheimdienst, sondern Khalid Sheikh Mohammed verantwortlich. Deshalb kann die Kommission die Intensivierung der Beziehung mit Pakistan, dem Förderer der Taliban, zur Terrorbekämpfung empfehlen. Die Kommission kriegt den angeblichen Chefplaner aber nie zu Gesicht, sondern nur Protokolle seiner dubiosen Geständnisse. Nachdem er 2003 verhaftet wurde, verschwand er in den Geheimgefängnissen der CIA, wo er innerhalb eines Monats 183 Mal mit Waterboarding gefoltert wurde, bis er alles gestand, was man von ihm hören wollte.

Die FBI-Übersetzerin Sibel Edmonds, die in einer dreistündigen Aussage vor der Kommission über die Geldwäsche- und Drogengeschäfte im Umfeld der 9/11-Hijacker berichtete, wundert sich, dass dies im Report nicht erwähnt wird. Etwas naiv, denn aus diesen Geschäftsverbindungen, die Afghanistan/Pakistan und Florida über Drogen und Waffen miteinander verbinden, werden sowohl Republikaner wie Demokraten geschmiert. Edmonds war bei ihren Übersetzungen von Abhörprotokollen vor dem 11.9. auf zahlreiche alarmierende Hinweise gestossen: "spezifische Anschlagspläne, Daten, Flugzeuge, die als Waffen benutzt werden sollten - und damit verbundene Personen und Aktivitäten." Als sie feststellte, dass diese Informationen versandeten und zu keinen Konsequenzen führten, wollte sie damit an die Öffentlichkeit gehen. Zunächst wurde ihr ein besser bezahlter Full-Time-Job angeboten und dann mit Gefängnis gedroht. Im März 2002 wird die Übersetzerin entlassen.
Auch die Informationen der INS-Beamtin Mary Schneider über Bestechungspraktiken im Zusammenhang mit Scheinhochzeiten von muslimischen Immigranten interessieren die Kommission nicht. Christine Sharitts etwa liess sich 1997 auf eine Scheinehe ein mit Ali Abad, der mit Mohammed Atta und einem in Orlando lebenden Bruder Osamas, Khalil Bin Laden, in Verbindung gestanden haben soll. Nachdem Christines Eltern Schneider 1999 über die Bestechungspraktiken informiert hatten, wurden sie von den Behörden unter Druck gesetzt. Kurz nach dem 11.9.01 erhielten sie Besuch vom FBI: Die Beamten nahmen zu ihrem ‚Schutz' alle Unterlagen und Videobänder über die Hochzeit mit und empfahlen: "Vergessen Sie die Bestechung und verhalten Sie sich ruhig." Zwei Wochen zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Orlando es abgelehnt, 50 Fälle von illegalen muslimischen Green-Card-Besitzern und deren Scheinehen weiter zu verfolgen.

Präsident Bush, Cheney, Rumsfeld, Rice, Ashcroft, Tenet und andere Regierungsmitglieder werden von der Witwe Ellen Mariani wegen ausreichendem Vorwissen über den 11.9., verbrecherischer Verschwörung, Behinderung der Justiz und fahrlässiger Tötung angeklagt. Von den 3000 eingeladenen Journalisten zur Pressekonferenz am 26.11.03 erscheint, ausser dem rechten Propagandasender Fox-News, der 40 Minuten aufzeichnet und dann keine Sekunde ausstrahlt, kein einziger. Ellen Mariani gehört zu den wenigen Opferangehörigen, die das staaliche Entschädigungsangebot (in ihrem Fall $1 Mio.) ausgeschlagen hat, da es mit einem Verzicht auf jegliche juristische Klagen verbunden war.

Im Juni 2006 erklärte der Islamwissenschaftler Kevin Barret von der University of Wisconsin-Madison öffentlich, er glaube, dass die US-Regierung hinter dem 11.9. stehe, worauf die Republikaner seine sofortige Entlassung verlangen. Trotzdem lässt sich die Forderung nach einer fundierten Untersuchung nicht verhindern: patriotsquestion911, 911truth, pilotsfor911truth, vt911, Scholars for 9/11 Truth & Justice, justicefor911, prisonplanet, 911blogger, iitc.911review.

Quellen: Ruppert (2001), Ali, Klinenberg, Harrison, Hersh (2001 ,a), Israel, Weiner, A.Kuhn, Hager, Chomsky (2001), Abramovici, Bunzl, Heller, Malthaner, Rivero, Bröckers, Grosse, Hertog, Rouleau, Hufschmid, Gibney/ Jarecki, Lévy, Seipel, Leser, Soler, Coolsaet, Hopsicker (2003, 2004), Bülow (2003), Bröckers/ Hauss, Chossudovsky, Unger, Honegger, Kupferberg, Scheffer, H.Martin, Randal, Ganser, Ketcham, Fracasci/Trento, Avery.


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