Mafia, Geheimdienste und Politik der USA

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'Kennedy. Macht. Sex'

In 53 Short-Cuts-Szenen thematisiert das Theaterstück die erstaunliche Serie von Bedrohungen der Präsidentschaft John F. Kennedys. Ausgehend von der Manipulation der Präsidentschaftswahlen im November 1960 durch den Mafiaboss von Chicago wird das ambivalente Verhältnis der Kennedys zur Mafia dargelegt und aufgezeigt, wie sich der amerikanische Regierungschef in einen fatalen Machtkampf verstrickte. Der Zuschauer erfährt, wer an seiner Ermordung im November 1963 beteiligt war, wie das Attentat inszeniert wurde und wie die Verflechtung von Organisiertem Verbrechen, Geheimdiensten, Politik und Wirtschaft funktioniert(e).

Anhand einiger der wichtigen Themen der Innen- und Aussenpolitik werden Regierungsstil und Machtkalkül, Kommunikations- und Schmiergeldkanäle, politische Strategien und Intrigen von John und Robert Kennedy dargestellt. Der Blick hinter die Kulissen der offiziellen Politik ermöglicht ein besseres Verständnis des Kalten Krieges, insbesondere in Bezug auf Kuba. Bezüglich Korruption hätten die Kennedys auch beinahe mit der Familie Bush mithalten können.

Kennedys legendäres Talent als Frauenverführer und sein unstillbarer Drang nach Sex bringen seine Präsidentschaft mehrmals an den Rand des Abgrundes. Marilyn Monroes Affären mit beiden Kennedys und ihre damit zusammenhängende Ermordung bilden einen der Höhepunkte des Stücks.

John F. Kennedy

Über zehn Jahre detaillierte Recherche unter Berücksichtigung der neuesten Forschungsergebnisse führten zu bisher nicht erkannten Zusammenhängen. Das Doku-Drama liefert eine fundierte historische Analyse und trägt damit zum Verständnis unserer von den USA militärisch, wirtschaftlich, politisch und kulturell dominierten Welt bei.

R. Kohler